In der nordischen Mythologie galt das Rotkehlchen einst als Träger und Überbringer der Sonne. Wegen seines auffälligen roten Brustgefieders wurde das Rotkehlchen von den Kelten und Germanen dem rotbärtigen Donnergott Thor zugeschrieben und als Sinnbild für Blitz und Feuer verehrt. So glaubten unsere Vorfahren, dass das Nest eines Rotkehlchens Haus und Hof Frieden sichern und Ehepaaren Glück bringen würde.
🪶 Der Name Robin (Redbreast) wird oft mit dem Rotkehlchen in Verbindung gebracht, da er im Englischen auch die Bezeichnung für diese Vogelart ist.
🪶 Anders als bei vielen anderen Singvogelarten können bei den Rotkehlchen auch die Weibchen singen. Ihr Gesang ähnelt dem der Männchen, ist aber etwas leiser und kürzer.
🪶 Die Geschlechter sind optisch nicht zu unterscheiden, aber das Alter: Jungen Rotkehlchen fehlt die orange Färbung, ihre Brust ist braun geschuppt.
🪶 Hausbau ist Frauensache! Das Nest errichtet bei den Rotkehlchen das Weibchen. Mit Moos und trockenen Grashalmen konstruiert das weibliche Rotkehlchen den Brutplatz.
🪶 Das Rotkehlchen sieht süß aus, ist aber ein streitsüchtiger Einzelgänger – es greift deshalb auch gerne mal sein eigenes Spiegelbild an. Sie sind kämpferisch territorial und gehen aggressiv gegen territoriale Eindringlinge vor. Diese Territorialität bringt das Rotkehlchen des Öfteren in Konflikte mit anderen Vogelarten und es kommt nicht selten vor, dass aggressives Verhalten gegenüber kleineren Vögeln (Sperlinge, kleine Meisenarten) beobachtet werden kann.
🪶 Das Rotkehlchen besitzt Magnetfeld-Rezeptoren. Das Geheimnisvollste dürfte aber der Orientierungssinn des Rotkehlchens sein. Hier ist der Vogel gleich mit zwei Rezeptoren ausgestattet, die Magnetfelder messen. Der eine befindet sich im rechten Auge, ist vom Licht abhängig und berechnet offenbar den Winkel, unter dem eine magnetische Feldlinie die Erdoberfläche schneidet.
🪶 Das Rotkehlchen ist ein sogenannter „Teilzieher“: Ein Teil der Vögel entscheidet sich dazu, den Winter an wärmeren Orten zu verbringen. Der Rest bleibt ganzjährig in Deutschland.
🪶 Rotkehlchen bleiben bis zu 15 Tage auf ihren Eiern sitzen. Der Nachwuchs erhält von seinen Vogeleltern beim Schlüpfen Unterstützung. Die Vogelmutter nimmt die Schale ab und legt sie mehrere Meter vom Nest entfernt ab. Im Nest selbst wären die Schalen zu auffällig.
🪶 Rotkehlchen halten sich gerne im Wasser auf. Sie jagen in seichten Gewässern nach kleinen Fischen und Wasserinsekten. Außerdem lieben sie es generell zu baden.
🪶 Rotkehlchen leben nur im Sommer paarweise, während sie ihre Brut aufziehen. Den Rest des Jahres verbringen sie als Einzelgänger und haben ihr eigenes Revier
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