
In der nebelverhangenen Nacht tauchte das Geisterschiff „Seelenrufer“ auf, gespenstisch und lautlos. Käpt’n Eisenfaust hatte davon gehört, dass es die verlorenen Seelen von Piraten sammelte.
„Arr, wenn wir an Bord kommen, finden wir vielleicht den Schatz der Verdammten!“ rief er seinen Männern zu. Doch niemand wusste, was sie erwarten würde.
Sie kletterten über das morsche Deck und fanden verrostete Kanonen, zerfallene Takelage – und dann ein verstaubtes Logbuch. Darin standen die letzten Worte der Crew, die von einem Fluch sprachen.
Plötzlich erklang ein heulendes Lachen, und geisterhafte Gestalten erschienen, Augen leuchtend wie Kohlen. Die Männer fühlten sich wie gelähmt.
„Wer mein Schiff stiehlt, wird ewig gefangen sein!“ hallte eine Stimme durch die Luft. Eisenfaust fasste Mut und warf das Logbuch zurück ins Meer.
Das Geisterschiff verschwand mit einem schaurigen Knall, und die „Seelenrufer“ segelte weiter – doch die Erinnerung an die verlorenen Seelen blieb in den Herzen der Piraten.