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Älggialp
Die Älggialp gehört in die tektonische Einheit des Helvetikums und ist vor ca. 145 Millionen Jahren entstanden. Diese Gesteine sedimentierten in einem flachen Meer und bestehen vor allem aus Mergel-, Sand- und Kalkgesteinen.
Seine grösste Verbreitung hat das Helvetikum in der Schweiz, daher leitet sich auch der der Name ab. Die von der Nagra erstellte Grafik zeigt, wo sich das Helvetikum befindet.

Quelle des Bildes: https://nagra.ch/wissensforum/geologie-der-schweiz/
Schrattenkalk:
Dieses Kalkgestein ist ein Sedimentgestein aus der Kreidezeit und man findet dies hauptsächlich in der Schweiz und auch in den Allgäuer Alpen. Das Gestein neigt durch die Verwitterung mit kohlensäurehaltigem Wasser dazu Rillen zu bilden. Diese nennt man auch Karren und Schratten. Diese können zwischen wenigen Zentimetern tief sein und bis zu einigen Meter tief werden.
Eigenschaften:
Es ist ein hellgrauer, feinkörniger Kalkstein aus Kalkkügelchen und kann auch Schalenreste von Muscheln und anderen Meerestieren enthalten. Er wurde in gut erkennbaren Schichten kompakt abgelagert und besteht aus fast reinem Kalziumkarbonat und eignet sich deshalb sehr gut zur Herstellung von Zement.
Entstehung:
Der Schrattenkalk entstand in der Kreidezeit vor ca. 130 - 120 Mio. Jahren, in einem flachen tropisch warmen Meer am südlichen europäischen Kontinentalrand.
Entstehung von Schratten und Dolinen auf der Älggialp durch Kohlensäureverwitterung
Kohlensäureverwitterung ist ein Prozess, der unter Einwirkung von Kohlensäure den Kalkstein auflöst und so die Landschaft verändert. Die hier vor Ort sichtbaren Karstformen - Rillen/Schratten und Dolinen, sind 2 typische Verwitterungsformen der Kohlensäureverwitterung.
Das Regenwasser nimmt auf dem Weg zum Erdboden Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Wenn dies auf die wasserlöslichen Gesteine trifft löst es diese durch eine chemische Reaktion langsam auf und an der Oberfläche entstehen Furchen und Rinnen. Beeindruckende Beispiele dafür sind die Schrattenfluh (LU) und die Silberen (SZ).
Ebenfalls entstehen über Zeit durch diesen Prozess trichterförmige, meist runde Vertiefungen im Boden, sogenannte Dolinen (WP Dolinen). Sie haben meist einen Durchmesser von wenigen Metern und können bis zu über hundert Meter gross werden.
Auch grösser Hohlräume (Höhlen) entstehen über die Zeit. Ein eindrückliches Beispiel hierfür ist das Hölloch (SZ), welches eine Länge von über 210 km hat.
Die "Kohlensäureverwitterung" kann auch umgekehrt stattfinden, dann entsteht Quelltuff. Du kannst dieses bei der Quelle (WP Quelle) hinter dem Mittelpunkt der Schweiz sehen. Ein eindrückliches Beispiel ist die «Tüfels Chilen» (Zell / Kollbrunn im zürcherischen Tösstal.) wo es auch einen Earthcache gibt.
Eine weitere interessante Form in Karstgebieten sind Ponore
Ein Ponor wird als sogenanntes Schluckloch bezeichnet. Das Wasser versickert an der Oberfläche und fliesst unter der Erde in Höhlensystemen weiter bis es an einem weiter entfernten Ort, zum Beispiel aus einer Quelle wieder austritt. Eindrückliches Beispiel ist der «Lac des Taillères» ein See im Kanton Neuenburg, hier kannst du das Phänomen auch durch einen Earthcache erkunden.
Quellenangabe:
- Nagra: https://nagra.ch/wissensforum/geologie-der-schweiz/
- Wikipedia: Hölloch, Schrattenfluh, Silberen
- Geologie der Alpen, O. Adrian Pfiffner
Aufgaben
bei N 46° 48.015 E 008° 14.113 - Karren/Rillen
Aufgabe 1: Beschreibe das Aussehen der Karren/Rillen (Farbe, Oberfläche, Struktur)
Aufgabe 2: Erkläre mit eigenen Worten die Entstehung der Karren/Rillen
Bei N 46° 47.926 E 008° 13.943 (Referenzpunkt Doline) kannst Du Dolinen endecken. Über den Referenzpunkt Quelle zur Aufgabe 3 durchquerst Du ein Hochmoor und kannst dabei weitere Dolinen und auch seltene Orchideen,sehen
zwischen N 46° 47.783 E 008° 14.102 und N 46° 47.745 E 008° 13.773
Aufgabe 3: Beschreibe die "Wand". Wie ist die Struktur, das Aussehen, die Farbe
Was schliesst du aus deinen Beobachtungen.
bei N 46° 47.806 E 008° 14.343 - Foto
Aufgabe 4: Mache vor dem Wasserfall noch ein Foto von dir/einem persönlichen Gegenstand mit deinem Cachernamen und dem heutigen Datum
Auf dem Rückweg schaue dir doch noch die Mauer des Älggi-Berghauses genauer an, hier kannst Du verschiedene Kalksteine entdecken