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Gradiella will ein neues Handy EarthCache

Hidden : 7/24/2024
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Gradiella will ein neues Handy

Earthcache by Bohnie

Für diesen EC muss man eine Führung mitmachen, die nicht kostenfrei ist. Große Leute müssen teilweise gebückt laufen. Helm, Lampe und ein Poncho wird bei der Führung gestellt. Bitte warm anziehen, es sind hier unter Tage immer 8°C !

 

Führungen durch das Besucherbergwerk:

Regulär Mittwoch bis Samstag
10:00   |   11:30   |   13:30   |   15:00 Uhr

 

  • Mindestalter für Kinder: 6 Jahre
  • 2 km Rundgang in ca. 1,5 h
  • Erwachsene € 12,00

Exakte Öffnungzeiten und aktuelle Preise findet man unter: Besucherbergwerk Zinnwald

 

Hallo und Moin Moin, ich bin die Gradiella !

Vielleicht fragst Du Dich warum ich so einen lustigen Namen habe? Da musst Du den Owner fragen.... Irgendwie faselte er was vom Bezug zur Gradmessung und so `nen neumodischen Kram.

Um diesen Earthcache loggen zu können, erledige bitte nachstehende Aufgaben. Nach Absendung der Antworten an den Owner kannst Du sofort loggen. Er meldet sich wenn was völlig falsch ist.

Und keine Sorge, Earthcache Owner sind keine Nerds oder Oberlehrer. Einfach schreiben was Dir zu den Aufgaben einfällt, denn nicht immer gibt es ein richtig oder falsch.

Aufgaben: 

1. Im Kassenbereich findest Du 3 "Postkarten" in der Scheibe. Eine mit Zinnwaldit. Wieviel % Lithium fürt dieser  Glimmer in seinen Schichtgitter?

2. Während der Führung erreicht ihr FLÖZ 7. Wie wird dieses Flötz noch genannt?

3. Während der Führung erreicht ihr FALLORT. Schätze die Höhe des Flötz direkt unterhalb der Schildes?

4. Während der Führung erreicht ihr FLÖZ 12 " Dickes Flötz ". Hier kannst Du direkt ein Flötz aus nächster Nähe sehen. Beschreibe die hier sichtbaren Mineralien stichpunktartig. Gehe dabei vor allem auf die Struktur, Form und Färbung ein. ein. Um welche, im Listing beschriébenen Mineralien, könnte es sich hier handeln?

5. Mache ein Foto an dem Deutsch / Tschechischen Grenzschild ( siehe Foto ) unter Tag mit Dir, Deinen Handy oder mit was auch immer

Grenze unter Tage

 

 

Schon seit vielen Monden ( gefühlt seit100 Jahren ) liege ich den Owner in den Ohren das ich unbedingt ein neues Mobiltelefon brauche. Ich habe noch so ein altes mit so nen riiiiiesen Koffer drunter. Das kann ich immer nur mit ner Sackkarre durch die Gegend fahren * Grummel *

Nun war es mal wieder soweit denn die alte Möhre hatte endlich seinen Geist aufgegeben * Freu * . Ich also zum Owner gerannt und ihm gesagt das ich JETZT und SOFORT ein neues Handy brauche, da der Akku im A**** ist .

Da guckt der "olle Troll " mich mit großen Augen an und meint: " Dann müssen wir wohl mal nach Sachsen und zwar in das Besucherbergwerk Zinnwald".

Häääääh, seid wann verkaufen die im Besucherbergwerk Akkus fürs Handy ??? Der Mann redet schon wieder wirres Zeug. Das habe ich natürlich nicht soooo direkt gesagt, sondern habe das ganze etwas diplomatischer ausgedrückt, denn sonst kann ich mir das neue Handy an die Backe schmieren :-(

" Na, Du kleines Dummerchen. Für ein Handyakku und für die Elektromobilität braucht man heutzutage Lithium und das wächst sicherlich nicht auf den Bäumen. Seit 2010 erkunden diverse Unternehmen die Lithiumvorkommen in der Region. Jetzt soll in Zinnwald ein Untertagebergbau eröffnet werden, der insgesamt bis zu 125.000 Tonnen des weißen Goldes zu fördern beabsichtigt. Das würde theoretisch für rund 20 Millionen Elektroautos reichen.

 

Geologischer Bau der Lagerstätte Zinnwald

Caldera, Ignimbrite aus vulkanischen Aschen und Rhyolithe aus Lava und Spaltenintrusionen

Vor 340 Millionen Jahren begann sich das Erzgebirge aus dem tieferen Untergrund heraus aufzufalten. Im Erdmantel liegende Magmenherde konnten bis zur Oberfläche aufsteigen und es bildeten sich Vulkane. Durch die Auflast von Lavadecken an der Erdoberfläche auf die darunter liegende leere Magmenkammer bildete sich ein großer Einbruchkrater (Caldera), der sich vom heutigen Teplice bis nach Dippoldiswalde erstreckte. Durch Spalten dieses Einbruchkraters hindurch drangen wiederholt aus dem Erdinnern große Mengen an vulkanischen Aschen und Lava. Die Aschen kristallisierten zu einem Ignimbrit oder zu einem Tuff aus, die Lava erstarrte zu einem Rhyolith.

 

Granitische Intrusionen in die Caldera

Verbliebene Restschmelzen der Erdinneren Magmenherde konnten bis in die Caldera hinein aufsteigen und als Granite auskristallisieren. Dreimal in Folge stiegen einzelne Dome des Granitmagmas auf. Dabei drangen die jeweils jüngeren Granite durch die bereits erkalteten älteren Granite hindurch, indem sie diese wieder aufschmolzen oder unter hohem Druck als Bruchstücke in Richtung Erdoberfläche mitschleppten.  In Zinnwald drang der Granit im dritten und letzten magmatischen Zyklus vor 322 Millionen Jahren auf. Somit sind zwei verschiedene Gesteinsarten am geologischen Aufbau der Lagerstätte von Zinnwald beteiligt, ein Granit und ein Rhyolith aus den ehemaligen Lavaströmen der Caldera als Rahmengestein.

 

Die Zinnwalder Lagerstätte

Die Lagerstätte von Zinnwald bildete sich durch den Aufstieg und die Kristallisation eines großen Magmenkörpers zu einem Albitgranit, der sich aus Quarz, Plagioklas (Albit), Kalifeldspat und Lithiumglimmer zusammensetzt. Durch den Kontakt des heißen Magmas mit dem kalten Nebengestein, erstarrte der äußerste Rand des Albitgranites zu einer 1 m bis 3 m dicken Kruste, die auch Stockscheider genannt wird. Der Stockscheider kennzeichnet sich durch eine fein –bis mittelkörnige Matrix granitischer Zusammensetzung, in die große Kalifeldspatkristalle und Nester von schwarzem Glimmer eingebettet sind.

Mit der Abkühlung des Zinnwalder Granitkörpers war eine Volumenverringerung verbunden mit der vom Kuppelbereich beginnend flach einfallende Risse, sogenannte Lagerklüfte, entstehen konnten. Diese Lagerklüfte reichen aus dem Granit durch den Stockscheider hindurch bis in den umgebenden Rhyolith hinein und nehmen in ihrer Intensität vom Kuppelbereich des Granitkörpers hin zur Tiefe nach ab. Der Kern des Granitkörpers blieb aber noch immer heiß und flüssig.

Durch die zuerst ausgehärtete „Schale“ der Granitrandbereiche konnten die im Magma gelösten Gase nicht in die Umgebung entweichen und es entwickelte sich sehr hoher Druck in den Gasen.  Über tiefreichende vertikale Scherklüfte konnten sie aber schließlich an die Erdoberfläche gelangen. Die vertikalen Scherklüfte kreuzten dabei die noch geöffneten Lagerklüfte. Dies resultierte in einer Druckentlastung und Abkühlung der Gase auf 500° C bis 450° C und führte zur Ausbildung der sogenannten Flöze als flach einfallende Erzgänge. Die Flöze füllten sich mit großen Quarzkristallen, Zinnwaldit, Zinnstein und Wolframit. Insgesamt bildeten sich auf dem deutschen Teil der Lagerstätte 13 Flöze mit unterschiedlicher Mächtigkeit (0,2 bis 1,0 m) und Ausdehnung

Die Scherklüfte als ehemalige Aufstiegsbahnen der magmatischen Gase, wurden im gefüllten und verfestigten Zustand zu den heutigen Morgengängen. Diese Morgengänge wurden bewusst von den alten Bergleuten genutzt, um darauf Stolln oder Strecken aufzufahren, damit man von einem Flöz zum nächsten gelangen konnte.

Wenn die Gase aus dem Magmenkörper keine offenen Klüfte mehr fanden, griffen diese dann den Granit im Umfeld der Flöze an und zerstörten alle Feldspäte und Glimmer und lösten teilweise auch die Quarze an. Die entstandenen Hohlräume füllten sich mit neuen Quarzen, Zinnwaldit und seltener Topas. Dieses neugebildete Gestein wird als Greisen bezeichnet, aber im Gegensatz zu den Flözen ist er nur mittelkörnig und führt deutlich weniger Erzminerale. Aus diesem Grund blieb der Begleitgreisen der Flöze häufig in der Lagerstätte erhalten, da er für eine Gewinnung zu gering vererzt war.

Seit der Bildung der Lagerstätte sind 322 Millionen Jahre vergangen. Dies bedeutet, dass große Bereiche der Lagerstätte und damit auch Teile der Flöze 1 bis 5 im Kuppelbereich des Granits durch die Verwitterung abgetragen wurden. Während der Kreidezeit war das Erzgebirge so flach, dass die Zinnwalder Lagerstätte vom Meer bedeckt wurde und erst vor 30 Millionen Jahren gelangte sie mit der Heraushebung des Erzgebirges als eine nach Norden geneigte Pultscholle wieder an die Oberfläche. Während der Eiszeit ragte die Hochfläche von Zinnwald dagegen aus dem Festlandeiskörper heraus.

Hier eine Übersicht der hier zu findenen Bodenschätze:

Zinnwaldit oder Lithiumeisenglimmer

Die Namensgebung des Minerals bezieht sich auf die Lagerstätte Zinnwald als sogenannte Typlokalität, von der es beprobt und 1845 von Willehelm von Haidinger erstmals wissenschaftlich untersucht und beschrieben wurde. Der Lithiumglimmer enthält ca. 1,4 % dieses Leichtmetalls, das in bestimmten chemischen Verbindungen in sowohl technischen, als auch medizinischen Bereichen Verwendung fand. Heute ist das Metall unverzichtbar für die Herstellung wiederaufladbarer Batterien in elektrischen Geräten oder Elektroautos.

Zinnwaldit, auch bekannt als Lithiumeisenglimmer. Die Mohshärte von Zinnwaldit schwankt je nach Zusammensetzung zwischen 2,5 und 4. Seine (gemessene) Dichte liegt zwischen 2,90 und 3,02 g/cm⊃3;. Zinnwaldit ist ein Mischkristall und somit eigentlich keine eigene Mineralienart. Es entwickelt meist fein- bis grobblättrige und sechseckige Kristalle oder finden sich in Form schuppiger bzw. fächer- bis rosettenförmiger Mineralaggregate mit glasähnlichem Glanz auf den Oberflächen. Je nach Zusammensetzung der Mischkristalle nehmen diese eine graubraune bis gelbbraune oder hellviolette bis dunkelgrüne Farbe an. Sehr seltene schwarze Zinnwaldite sind auch unter der Bezeichnung „Rabenglimmer“ bekannt.

Foto von Von Ra'ike

 

Wolframit

Wolframit aus der Lagerstätte von Zinnwald hat in mehrfacher Hinsicht eine überregionale Bedeutung erlangt.  Die Namensgebung des Erzminerals ging von erzgebirgischen Berg- und Hüttenleuten aus.  Mit Wolframitproben von Zinnwald gelang nach einer Reihe von Voruntersuchungen 1783 die Darstellung des neuen Metalls und Elementes Wolfram.  Wolframit von Zinnwald wurde sehr wahrscheinlich für die Erfindung des Wolframstahls 1855 in Österreich benutzt. In beiden Weltkriegen war die Zinnwalder Lagerstätte aus Sicht der deutschen Militärführung und ihrer Verbündeten fast die einzige inländische strategische Rohstoffquelle von Wolfram für die Rüstung, sodass es zur massiven Produktionsausweitung kam.

Wolframit Foto von Alchemist-hp

 

Zinnstein

Die Zinnsteingewinnung aus den Flözen, den Flözbegleitgreisen, den Greisenkörpern, aus Seifen, aus dem Verwitterungssedimenten, von Erzfuhrwegen und aus Flutwerken war bis um 1880 das Hauptziel der bergbautreibenden Gewerken und Unternehmer in der Zinnwalder Lagerstätte und den umliegenden Kleingruben. Wichtige Metallmärkte für erzgebirgisches Zinn waren Leipzig, Nürnberg und Frankfurt/M.. Die Verwendung von Zinn gestaltet sich über die Jahrhunderte hinweg als sehr vielseitig, allen voran als Legierungsbestandteil mit verschiedenen Metallen wie Kupfer, Blei und Silber. Alltagsgegenstände, Kanonen, Orgelpfeifen und Spiegel waren die historisch wichtigsten Erzeugnisse aus Zinn. Heute wird es weiterhin als vielfältiges Legierungsmetall und in der Elektronikindustrie verwendet.

Zinnstein Foto von Rob Lavinsky

Quarz

Flözquarz, selten Quarz aus Quarzblasten im Greisen wurde stets, wenn Bedarf vorhanden war, wegen seiner Reinheit für die mit der Industrialisierung entstandenen Porzellanfabriken von den Abraumhalden geschieden und verkauft.  Zum Jahr 1895 heißt es im Grubenbericht: „Quarz, ein beim Durchkutten der Halden, wie auch in der Grube gewonnenes Nebenproduct, wurde im verflossenen Jahre nur in bester Qualität und daher auch mit erhöhtem Preis, und zwar pro 100 kg mit 1,10 Mark, abgegeben.“. Der Quarz wurde kontinuierlich über längere Zeit geschieden und war zeitweise auch sehr bedeutsam für den Grubenhaushalt.

 

Quarz Foto von Von Didier Descouens

 

Infos: Besucherbergwerk Zinnwald

Bilder: Siehe Namensgebung unter den Bildern und Eigene Bilder

 

Nun viel Spass wünschen euch Gradiella und Bohnie

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