Der Harzspender Baum!
Hast du im Wald schon einmal diese Kiefern mit dem seltsamen Fischgrätenmuster in der Borke entdeckt?
Man findet sie mittlerweile nur noch sehr selten. Auch auf dem Boxberg schrumpft ihr Bestand.
Schade, denn diese Bäume sind Zeitzeugen der Roh-Harzgewinnung.
Zu DDR Zeiten haben sogenannte "Harzer" (Menschen) Kiefern mit Reißhaken angeritzt um Harz zu gewinnen. Ein am Baum hängendes Gefäß hat das abfließende Harz aufgefangen.
Eine gesunde Kiefer produzierte pro Jahr 1,5 bis 5 Kilogramm Harz.
Das Harz benötigte man für den Schiffbau, Farben, Lacke, die Papierherstellung und auch für Pech, Terpentine und Teer.
In der ehemaligen DDR erlebte dieses Handwerk ab den 1950er-Jahren einen enormen Aufschwung. Vor allem der Export des Harzes in die BRD war ein großes Geschäft und brachte benötigte Devisen.
Doch mit der Wende und der folgenden Währungsunion verschwand die erwerbsmäßige Harzgewinnung. Es lohnte sich schlichtweg nicht mehr. Das Handwerk war zu arbeitsintensiv, zu teuer und damit unwirtschaftlich geworden.
Kritiker dieses Verfahrens sprachen damals vom "Ausbluten" der Bäume. Nach heutigen Erkenntnissen haben diese Kritiken sicherlich auch ihre Berechtigung. Auch ein Baum kann Schmerzen empfinden, wenn auch anders!
Mein Cache führt dich zu einem dieser lebenden Zeugnisse des vergessenen Handwerks der Harz-Gewinnung.
Ich liebe diesen einzigartigen Baum und habe ihm gesagt, das ich ihm viele wundervolle Menschen schicken werde damit er nicht in Vergessenheit gerät. Schenkt ihm etwas Beachtung. Er hatte ein schweres Leben ;(
Aber ihr müsst ihn nicht direkt bedrängen, denn ich habe das Döschen gleich in seiner Nähe versteckt. Bitte wieder an der Stelle deponieren wo und wie es vorgefunden wurde.
Ich möchte darauf hinweisen, das die Natur nicht zerstört und nichts umgegraben werden muss. Wildschweine gibt's genug im Wald *g*. Cache leicht zugänglich.
Viel Freude beim suchen & finden!