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Franzosenfriedhof Koblenz-Lützel Traditional Cache

Hidden : 8/2/2024
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:



Der Franzosenfriedhof in Koblenz-Lützel Ein Gedenkort für die Toten zweier Kriege

Der Franzosenfriedhof spiegelt in besonderer Weise die deutsch-französischen Beziehungen in der Geschichte der Stadt Koblenz. Als Soldatenfriedhof erinnert er an den französischen General Marceau (1769-1796) und ist die Grabstätte von 456 französischen Soldaten aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Orte wie dieser lassen erkennen, wie weit und schwer der Weg bis zur heutigen Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich war.

Dieser Friedhof am Fuß des Petersbergs in Koblenz-Lützel nahm seinen Anfang mit dem Grabdenkmal für den 1796 gefallenen General Marceau. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 richtete das preußische Heer in Koblenz, bei der Feste Kaiser Alexander auf der Karthause und bei der Feste Kaiser Franz auf dem Petersberg, zwei Lager für jeweils 10.000 kriegsgefangene französische Soldaten ein. 1.116 Franzosen starben dort an epidemisch wirkenden Krankheiten wie Pocken, Ruhr und Typhus.

Dic meisten Soldaten sind auf dem Alliiertenfriedhof beim Koblenzer Hauptfriedhof bestattet.

Hier neben dem Marceau-Denkmal ruhen 456 französische Soldaten aus dem Kriegsgefangenenlager auf dem Petersberg.

Im Friedensvertrag vom 10. Mai 1871 vereinbarten Frankreich und das Deutsche Reich Bestand und Unterhaltung der Soldatengräber auf ihren Gebieten. Der Lützeler Franzosen-friedhof ist zu einem Teil Eigentum Frankreichs. Deshalb tragen die Torflügel der um 1950 erneuerten Umfriedung die Buchstaben „RF" für „République Française" (Republik Frankreich).

Den Teil des Friedhofs, auf dem die Grabdenkmäler stehen, übernahm das deutsche Bundesland Rheinland-Pfalz 1947 von dem aufgelösten Freistaat Preußen.

Das Grabdenkmal für General Marceau

Das obeliskenförmige Grabdenkmal für General Marceau schuf der Koblenzer Architekt Peter

Joseph Krahe 1797 im Stil des Klassizismus. 1798 gestaltete er auch das Grabdenkmal für General Hoche in Weißenthurm.

General François Séverin Marceau-Desgraviers wurde am 1. März 1769 in Chartres geboren.

Er führte 1794, im Ersten Koalitionskrieg, die 6. Division der französischen Maas-und-Sambre-Armee gegen das Heer Osterreichs und Preußens, das 1792 bei Koblenz aufgestellt worden war. Marceaus Division eroberte am 23. Oktober 1794 Koblenz, damals Residenzstadt des Kurfürstentums Trier. Koblenz sollte bis zum 1. Januar 1814 französisch bleiben. 1795 führte Marceau die erste Belagerung der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein. Am 19. September 1796 bei Höchstenbach im Westerwald verwundet, starb er am 21. September 1796 in Altenkirchen. Er wurde auf dem Petersberg in Lützel bestattet. Als das Königreich Preußen dort die Feste Kaiser Franz als Teil der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein baute, wurde das Grabmal 1819/20 an den heutigen Platz versetzt.

Das Denkmal wurde im Kern mit Bruchstein gemauert und außen mit Basalt verkleidet. Der pyramidenförmige obere Teil würdigt mit französischen Inschriften das Wirken Marceaus, der schon mit 24 Jahren General wurde. Eine Kammer im Sockel nahm Marceaus Urne auf, bis sie 1820 in das Panthéon in Paris überführt wurde. Das Relief eines liegenden Löwen, der selbst in seiner Trauer noch Stärke ausdrückt, schuf der Bildhauer Philipp Bohl 1885. Es ersetzte das ursprüngliche Relief, das Trophäen zeigte.

Die Gräber aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71

Die 1870/71 im Kriegsgefangenenlager Petersberg verstorbenen französischen Soldaten wurden neben dem Marceau-Denkmal in 32 Grabstellen beigesetzt, von denen 25 als Massengräber angelegt wurden. 31 Grabmäler sind erhalten. 456 Tote sind für diesen Friedhof dokumentiert. Es sind vorwiegend Mannschaftssoldaten; der höchste bekannte Dienstgrad war Sergent-major (Hauptfeldwebel).

Zur Gestaltung der Gräber spendeten die Kriegsgefangenen Geld. Danach übernahm der preußische Staat die Unterhaltung des Friedhofs. Bei aller Einfachheit sind die Sandstein-Grabmäler würdig und vielfältig gestaltet. Sie sind als Stelen, abgebrochene Säulen und Obelisken geformt und zeigen neogotische Details ebenso wie neoklassizistische Formen und entsprechen Formen, die am Ende des 19. Jahrhunderts verbreitet waren. Ein Grabmal ist wie ein Steinhaufen mit Inschrifttafel gestaltet. Die Einzelgräber erhielten Stelen und Kissensteine.

Erst der Blick auf die Namenslisten, die in den Stein der Grabmäler graviert wurden, lässt erkennen, dass die meisten Grabmäler Massengräber kennzeichnen. Die kleinsten Massengräber bergen sechs Tote, das größte Massengrab nimmt 53 Tote auf:

 

 

Die unmittelbare Anwohnerin ist eingeweiht und weiß Bescheid. Sie hat sich früher selbst um die Anlage gekümmert. 
Viel Spaß wünschen diepfleger aus Hohenlimburg 

Additional Hints (Decrypt)

Znhrerpxr vaara

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)