Kommt mit auf eine Tour vom Hohen Kasten bis nach Stauberen oder umgekehrt. Hier gibt es geologisch so einiges zu entdecken!
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Entstehung des Alpsteins und seiner oberen Gesteinsschichten:
Vor knapp 120 Millionen Jahren befand sich an der Stelle des heutigen Alpsteins ein Meer. In diesem Urmeer lebten Muscheln, Korallen und Seeigel, wie man sie oft heute im Alpstein-Gestein noch findet. Neben diesen großen Meeresbewohnern gab es aber noch Kleinstlebewesen und Plankton. Starben diese Lebewesen, so sanken sie auf den Meeresgrund. Das kalkhaltige Skelett und der enorme Druck führten so über lange Zeit langsam zum Prozess der Gesteinsbildung, den man Sedimentation nennt. Die noch nicht verfestigten Schichten werden als Lockersedimente bezeichnet. Je nach Nähe zum Festland gelangten auch Ton und Sand zur Ablagerung. Am Meeresgrund bildeten sich daher unterschiedliche Schichten. Werden ältere von jüngeren Schichten überdeckt, verfestigten sich die unteren allmählich: Aus dem Lockersediment wurde festes Kalkgestein. So lagerte sich Schicht über Schicht ab und jede sieht ein wenig anders aus. [1]
Gebirgsbildung und Tektonik:
Schließlich setzte vor knapp 45 Mio Jahren die Gebirgsbildung und Tektonik ein. Durch Anhebung der Landfläche verschwand das Meer. Die europäische Kruste begann unter die afrikanische zu tauchen. Diese Plattenbewegung führte zu Faltungen und Verwerfungen. Die Gesteinsschichten begannen sich zu heben und dabei zu verschieben.

Die Felswand vor uns zeugt von den ungeheuren Kräften, die im Alpstein während der Gebirgsbildung wirkten. Ihre Schichtabfolge ist nämlich entlang einer fast senkrechten Linie buchstäblich zerbrochen. Dabei wurden die Schichten rechts dieser Bruchfläche gegenüber der linken Seite um einige Meter nach unten versetzt.
Die Schichtreihe besteht hier zuoberst aus der Formation des Helvetischen Kieselkalks (A). Dieses Gestein ist wegen der Verwitterung etwas dunkier und zudem stark mit weissen Flechten bewachsen. In der Mitte baut die Betlis-Formation (B) eine glatte und weniger mit Pflanzen bedeckte Felswand auf. Die Kalksteine sind hier etwas heller. Zuunterst kann man, direkt neben dem Wanderweg, die Formation der Vitznau-Mergel ausmachen. Sie zeichnet sich durch den Wechsel von weichen, tonigen Schichten und schmalen Kalkbändern aus.
Die Folgen des Bruchs sind leicht ersichtlich: So grenzen nun die mit weissen Flechten besetzten Gesteine des Helvetischen Kieselkalks (A) teilweise an die hellen Kalke der Betlis-Formation. [2]
Aufgaben:
1.) Mit Hilfe der Tafel zu beantworten: Wie hoch sind die Schichten A, B und C ungefähr?
2.) Schau dir die Wand genauer an. Welche der Schichten A, B und C siehst du an welcher Stelle? Beschreibe mit Hilfe des unten verlaufenden Wanderweges.
3.) Wie unterscheiden sich mit eigenen Worten die Gesteine des Vitznau-Mergels und Betlis-Formation von einander?
4.) Optional: Über ein Foto auf der Tour würde ich mich freuen, Keine Bilder von der Wand selbst bitte!
Quellen:
[1] = wikipedia "Alpstein" (16.08.2024)
[2] = Infotafel vor Ort "BRUCH VERSETZT GESTEINSSCHICHTEN", 1. Geologischer Wanderweg der Schweiz
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Englisch:
Formation of the Alpstein and its upper rock layers:
Almost 120 million years ago, there was a sea on the site of today's Alpstein. This primeval sea was home to mussels, corals and sea urchins, many of which can still be found in the Alpstein rock today. In addition to these large sea creatures, there were also tiny creatures and plankton. When these creatures died, they sank to the bottom of the sea. The calcareous skeleton and the enormous pressure slowly led to the process of rock formation known as sedimentation over a long period of time. The layers that have not yet been solidified are known as loose sediments. Depending on their proximity to the mainland, clay and sand were also deposited. Different layers therefore formed on the seabed. If older layers are covered by younger ones, the lower ones gradually solidify: the loose sediment becomes solid limestone. In this way, layer after layer was deposited and each one looks a little different. [1]
Mountain formation and tectonics:
Finally, almost 45 million years ago, mountain building through tectonic processes began. The European crust began to submerge beneath the African crust. The sea desappeared. This plate movement led to folding and faulting. The rock layers began to rise and shift.
The rock face in front of us bears witness to the enormous forces that acted in the Alpstein during the formation of the mountains. Its sequence of layers is literally fractured along an almost vertical line. The layers to the right of this fracture surface were displaced downwards by a few meters compared to the left side.
The sequence of layers here consists primarily of the Helvetic Siliceous Limestone formation (A). This rock is somewhat darker due to weathering and is also heavily overgrown with white lichen. In the middle, the Betlis Formation (B) builds up a smooth rock face that is less covered with plants. The limestones here are somewhat lighter in color. At the bottom, right next to the hiking trail, you can make out the Vitznau marl formation. It is characterized by the alternation of soft, clayey layers and narrow limestone bands.
The consequences of the break are easy to see: the white lichen-covered rocks of the Helvetic Siliceous Limestone (A) now partly border on the light-colored limestones of the Betlis Formation. [2]
Tasks:
1) Answer with the help of the board: What is the approximate height of layers A, B and C?
2) Take a closer look at the wall. Which of the layers A, B and C can you see and where?
3) In your own words, how do the rocks of the Vitznau Marl and Betlis Formation differ from each other?
4) Optional: I would appreciate a photo on the tour, no pictures of the wall itself please!