Kaiserliches Postamt Bredstedt:
Das Grundstück wurde im Dezember 1887 von Maurermeister und Bauunternehmer Hermann Johannes Bruhn erworben. 1888/89 hat er auf diesem ein Gebäude als Postamt gebaut. Der alleinige Eingang befand sich auf der linken Seite des Gebäudes. Die Post hatte eine ab 1. Oktober 1888 laufende 12jährige Mietzeit zugesichert. Tatsächlich war dort von 1890 bis 1930 das Kaiserliche Postamt und das Reichspostamt untergebracht.
Bereits 1927/28 bemühte sich die Post um ein eigenes Grundstück, da das bisherige Gebäude als unzulänglich angesehen wurde.
Nach Besitzerwechseln in den Jahren 1916 und 1920 und dem Auszug der Post im März 1930 übernahm dann die Schleswig-Holsteinische Bank das Haus. Nach der Übernahme ist das Haus neu verblendet worden und die Wappen wurden in die Fassade integriert.
Die Wappen gibt es auch heute noch!
(Das kaiserliche Postamt steht in 155,7 m und 90,89 Grad)
Rechts das alte Bredstedter Wappen mit der auf jeweils 3 Pfählen stehende hölzerne Brücke über bewegtem Wasser von 1691. Das linke Wappen mit den fünf Teilen soll die schleswig-holsteinische Identität und Tradition nach dem Sieg gegen Dänemark 1864 bekunden. Die vier äußeren Wappen stehen für Schleswig und Holstein (oben) sowie Stormarn und Dithmarschen. In der Mitte das Wappen der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst als Herkunft des ehemaligen Landesherrn.
Anlass des Events ist der Weltpostkartentag, der am 1. Oktober gefeiert wird!
Wir freuen uns auf Euch!
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