Altels Gletscher

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Deine Aufgaben:
Gehe zum GC-Punkt. Du würdest nun direkt auf dem Gletscher stehen. Leider ist aber auch dieser Gletscher nicht mehr vorhanden. Wir schauen uns aber nun seine Hinterlassenschaften in der nahen Umgebung (Umkreis 5 Meter) an und beantworte folgende Fragen:
- Auf welchem Moränen «Teil» stehen wir hier gemäss unten stehenden Aufzählung?
- Was denkst du, welcher Prozess hat hier stattgefunden hat. Der Glaziale oder Glazifluviale Prozesse?
- Mache ein Foto von dir oder etwas anderem (Zettel mit Namen oder dergleichen) mit dem Altels im Hintergrund oder der Umgebung. Das Foto muss beweisen, dass du auch tatsächlich vor Ort gewesen bist!
Sie können Ihren Fund sofort protokollieren. Antworten müssen mir jedoch innerhalb von 14 Tagen zugesandt werden, sonst wird Ihr Protokoll möglicherweise gelöscht.
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Geologische Sehenswürdigkeit beim Altels Gletscher
Der Altelsgletscher, gelegen in der Nähe von Kandersteg im Berner Oberland (Schweiz), ist bekannt für seine beeindruckenden geologischen Merkmale und die alpine Landschaft. Er befindet sich am Fuß des Altels-Massivs, das zusammen mit dem benachbarten Balmhorn spektakuläre geologische Strukturen aufweist. Hier einige geologische Besonderheiten rund um den Altelsgletscher:
1. Altels-Massiv:
- Das Altels-Massiv selbst ist geologisch interessant, da es aus Sedimentgesteinen der sogenannten Helvetischen Decke besteht. Diese Gesteine entstanden, während der Jurazeit und der Kreidezeit vor etwa 145 bis 66 Millionen Jahren, als die Region von einem flachen Meer bedeckt war.
- Kalkstein- und Dolomitschichten im Altels-Massiv zeigen markante Faltungen und Verwerfungen, die durch die Auffaltung der Alpen während der Kollision der afrikanischen und eurasischen Platten entstanden sind.
2. Gletschererosion:
- Der Altelsgletscher hat über Jahrtausende hinweg das umliegende Gelände stark geformt. Seine Bewegung und Schmelzprozesse haben zu Gletschermühlen, Spalten und Moränen geführt, die für Gletschergebiete typisch sind. Die Gletschermoränen entlang des Tals bestehen aus Schutt und Geröll, das vom Gletscher transportiert und abgelagert wurde.
- Die Gletschererosion hat auch die charakteristischen U-förmigen Täler geschaffen, die man in vielen alpinen Regionen findet. Diese Täler zeigen die Kraft des Eises, das das Tal über Jahrtausende hinweg geformt hat.
3. Karstlandschaften:
- Rund um das Altels-Massiv gibt es Kalksteinformationen, die durch Karstprozesse geprägt sind. Karstlandschaften entstehen durch die chemische Verwitterung von Kalkstein, wobei Höhlen, Dolinen und unterirdische Flüsse entstehen können. In der Nähe des Altelsgletschers gibt es kleinere Karstformen, die die Erosion des Kalksteins in dieser Region verdeutlichen.
4. Fossilienfunde:
- In den Gesteinsschichten des Altels-Massivs, insbesondere in den Kalksteinen, können Fossilien gefunden werden. Diese Fossilien stammen aus der Zeit, als die Region von einem tropischen Meer bedeckt war. Besonders Ammoniten und andere marine Lebewesen sind in den Gesteinen enthalten und geben Aufschluss über die geologische Vergangenheit der Region.
5. Periglaziale Phänomene:
- In den hochalpinen Bereichen um den Altelsgletscher sind auch periglaziale Phänomene zu beobachten. Diese umfassen Frostsprengung und den Transport von Schutt durch Gletscher und Eisschmelze. Diese Prozesse formen die Landschaft ständig weiter und führen zur Bildung von Blockfeldern und Schutthalden.
Zusammenfassung:
Der Altelsgletscher und das umgebende Massiv sind reich an geologischen Besonderheiten. Der Bergsturz von 1895, die Faltungsstrukturen des Altels-Massivs, die Gletscherlandschaft und die Fossilien in den Kalksteinschichten bieten beeindruckende Einblicke in die geologische Geschichte der Alpen. Für Geologen und Naturliebhaber ist die Region rund um den Altelsgletscher ein faszinierendes Ziel.
Welche Arten vom Moränenlandschaften gib es
Moränenlandschaften entstehen durch Gletscherbewegungen und -ablagerungen, wenn Gletscher Gesteinsmaterial transportieren und dieses ablagern. Es gibt verschiedene Arten von Moränen, die sich durch ihre Entstehungsweise, Lage und Form unterscheiden. Hier sind die wichtigsten Moränentypen:
1. Endmoränen
- Definition: Endmoränen entstehen an der Gletscherfront und markieren den weitesten Vorstoß des Gletschers. Wenn ein Gletscher Gesteinsmaterial mit sich führt und dieses an seinem Rand ablagert, entstehen Endmoränen.
- Merkmale: Diese Moränen haben oft eine bogenförmige oder hügelige Struktur und bestehen aus unsortiertem Material, das der Gletscher mit sich geführt hat (Ton, Sand, Kies, Geröll). Endmoränen sind oft markante Landschaftsformen.
- Beispiel: Die Pommersche Endmoräne in Deutschland und Polen ist ein berühmtes Beispiel.
2. Grundmoränen
- Definition: Grundmoränen entstehen unter dem Gletscher. Das Material, das der Gletscher über den Boden schleift, wird durch das Gewicht des Eises abgelagert, wenn der Gletscher sich zurückzieht.
- Merkmale: Grundmoränen bilden flache, hügelige Landschaften mit feinem, oft stark verdichtetem Material. Sie sind unsortiert und enthalten meist Lehm, Sand und kleinere Steine.
- Beispiel: Grundmoränenlandschaften finden sich in vielen ehemaligen Gletschergebieten, wie zum Beispiel in Norddeutschland oder Skandinavien.
3. Seitenmoränen
- Definition: Seitenmoränen entstehen an den Rändern eines Gletschers. Während der Gletscher an den Berghängen entlangfließt, sammelt er Gesteinsmaterial auf seinen Seiten.
- Merkmale: Seitenmoränen bilden oft lange, parallel verlaufende, hügelige Wälle, die entlang ehemaliger Gletscherränder verlaufen. Sie bestehen aus unsortiertem Material wie Sand, Kies und größeren Steinen.
- Beispiel: Seitenmoränen finden sich oft entlang der Flanken von Gebirgsgletschern, etwa im Alpenvorland.
4. Mittelmoränen
- Definition: Mittelmoränen entstehen, wenn zwei Gletscher aufeinandertreffen und ihre Seitenmoränen in der Mitte verschmelzen. Das Gesteinsmaterial sammelt sich dann in der Mitte des Gletschers.
- Merkmale: Mittelmoränen erscheinen als langgestreckte, linienförmige Rücken oder Erhebungen im Zentrum eines ehemaligen Gletscherflusses. Das Material ist ebenfalls unsortiert und besteht aus allen Arten von Sedimenten.
- Beispiel: Mittelmoränen findet man häufig in Tälern, in denen sich Gletscher aus verschiedenen Richtungen vereint haben, wie in den Schweizer Alpen.
5. Innenmoränen
- Definition: Innenmoränen sind Ablagerungen, die sich innerhalb eines Gletschers bilden. Sie entstehen durch Material, das in den Gletscher eingelagert ist, sei es durch das Eintauchen von Lawinenmaterial oder durch die Aufnahme von Gestein an der Gletscherbasis.
- Merkmale: Diese Art von Moräne ist weniger gut sichtbar, da das Material innerhalb des Eises transportiert wird und erst beim Schmelzen des Gletschers freigegeben wird.
6. Obermoränen
- Definition: Obermoränen sind Ablagerungen, die sich auf der Oberfläche des Gletschers befinden. Sie entstehen durch Material, das von den umliegenden Hängen herabstürzt und auf dem Gletscher transportiert wird.
- Merkmale: Obermoränen bestehen hauptsächlich aus grobem Gesteinsmaterial, das sich auf der Gletscheroberfläche ablagert und später beim Schmelzen des Eises abgesetzt wird.
7. Stirnmoränen
- Definition: Stirnmoränen sind eine Unterart der Endmoränen und bilden sich an der Vorderseite eines Gletschers, wo sich das meiste Material sammelt.
- Merkmale: Stirnmoränen sind oft besonders stark ausgeprägt und können große Hügel oder Wallstrukturen bilden, die die maximale Ausdehnung eines Gletschers anzeigen.
8. Pinnakenmoränen (Sikkelmoränen)
- Definition: Pinnakenmoränen, auch Sikkelmoränen genannt, entstehen durch den Wechsel von Gletschervorstößen und -rückgängen. Sie bilden sichelförmige Hügel oder Wallstrukturen, die parallel zur ehemaligen Gletscherfront verlaufen.
- Merkmale: Diese Moränenformen sind charakteristisch für Gletscher, die mehrmals vor- und zurückgegangen sind, und sie bilden oft abgestufte Landschaften.
9. Rogenmoränen (Fischrogenmoränen)
- Definition: Rogenmoränen, auch Fischrogenmoränen genannt, sind hügelförmige Strukturen, die eine besondere Form von Grundmoränen darstellen. Sie entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Gletscherbewegungen und der darunterliegenden Topographie.
- Merkmale: Rogenmoränen haben eine längliche, wellige Form und sind oft in Gruppen angeordnet, die an Fischrogen erinnern. Diese Moränen sind oft aus gröberen Gesteinen zusammengesetzt.
- Beispiel: Solche Moränen findet man in Skandinavien und Nordamerika.
Bildliche Darstellung der Moränenarten:

Quelle: nationalpark-stelvio
Zusammenfassung:
Moränenlandschaften zeigen die Kraft und Dynamik von Gletschern und sind in verschiedenen Formen anzutreffen, je nachdem, wo und wie das Gesteinsmaterial abgelagert wird. Jede Moräne erzählt eine eigene Geschichte über den Verlauf und das Verhalten von Gletschern in der Vergangenheit. Sie sind wichtige Zeugen für die eiszeitliche Vergangenheit vieler Regionen und formen bis heute markante Landschaften.
Glaziale, Glazifluviale Prozesse (Transport des Gesteines)
Die Unterschiede zwischen glazialen und glazifluvialen Prozessen liegen hauptsächlich in der Art und Weise, wie sie Gestein und Sedimente transportieren und ablagern. Hier sind die wichtigsten Unterschiede:
Glaziale Prozesse:
1. Eisbewegung: Glaziale Prozesse beziehen sich auf die direkte Einwirkung von Gletschereis auf die Landschaft. Gletscher bewegen sich langsam und üben dabei Druck auf das darunterliegende Gestein aus.
2. Erosion durch Eis: Gletscher erodieren das Gestein durch mechanische Prozesse wie Plucking (Ausreißen von Gesteinsstücken) und Abrasion (Abschleifen der Gesteinsoberfläche durch eingeschlossenes Material).
3. Moränenbildung: Material, das durch den Gletscher transportiert wird, lagert sich am Rand oder Ende des Gletschers ab und bildet Moränen. Diese Ablagerungen bestehen aus unsortiertem Gesteinsmaterial.
4. Reliefbildung: Glaziale Prozesse formen U-Täler, Fjorde und andere typische Gletscherreliefs, die durch die direkte mechanische Wirkung des Eises entstehen.
Glazifluviale Prozesse:
1. Schmelzwasserfluss: Glazifluviale Prozesse beziehen sich auf die Einwirkung von Schmelzwasserströmen, die von Gletschern stammen. Diese Prozesse betreffen die Ablagerung und Transport von Material durch Wasser.
2. Erosion durch Wasser: Schmelzwasserflüsse erodieren die Landschaft durch den Transport von Sedimenten. Diese Prozesse sind weniger intensiv als die mechanische Erosion durch Gletscher, aber sie können große Mengen Material bewegen und ablagern.
3. Ablagerungen durch Schmelzwasser: Schmelzwasser führt Sedimente wie Sand und Kies mit sich und lagert sie in Form von Schwemmland, Schotterfeldern und anderen Ablagerungen ab. Diese Ablagerungen sind gut sortiert.
4. Reliefbildung: Glazifluviale Prozesse schaffen typische Formen wie Schotterbänke, Flussdeltas und Moränenablagerungen, die durch den Transport und die Ablagerung von Material durch Wasser entstehen.
Zusammengefasst sind glaziale Prozesse vor allem durch die physische Wirkung von Gletschereis auf die Landschaft gekennzeichnet, während glazifluviale Prozesse die Einwirkung von Schmelzwasser auf das Landschaftsbild beschreiben.
Noch ein paar allgemeine Infos zum Altals Gletscher:
Der Altelsgletscher ist ein Gletscher im Berner Oberland in der Schweiz, der an den Hängen des Altels-Berges liegt. Er gehört zur Gemeinde Kandersteg und befindet sich in der Nähe des bekannten Wander- und Bergsteigerdorfs. Der Altelsgletscher ist Teil der imposanten Berglandschaft der Berner Alpen und liegt in unmittelbarer Nähe zum größeren Balmhorn (3.698 m) und weiteren Gipfeln der Region.
Allgemeine Informationen über den Altelsgletscher:
1. Geographische Lage:
- Der Gletscher befindet sich auf der Nordseite des Altels, einem Gipfel, der eine Höhe von 3.629 Metern erreicht. Er ist Teil der Berner Alpen, die sich über das Berner Oberland und das Wallis erstrecken.
- Der Altelsgletscher liegt in der Nähe von Kandersteg, einem beliebten Ausgangspunkt für Wanderer und Bergsteiger.
2. Größe und Ausdehnung:
- Der Altelsgletscher ist im Vergleich zu anderen Gletschern in der Region relativ klein, aber er trägt zur hochalpinen Landschaft bei. Wie viele Gletscher in den Alpen hat auch der Altelsgletscher in den letzten Jahrzehnten durch den Klimawandel und die steigenden Temperaturen deutlich an Masse verloren.
3. Geologische Bedeutung:
- Der Gletscher liegt in einer Region mit einer beeindruckenden geologischen Geschichte. Die Berner Alpen, zu denen das Altels-Massiv gehört, bestehen hauptsächlich aus Sedimentgesteinen wie Kalkstein und Dolomit. Diese Gesteine sind Überreste von Meeresablagerungen aus der Jurazeit und Kreidezeit, die während der Auffaltung der Alpen deformiert wurden.
- Der Gletscher hat im Laufe der Zeit zur Erosion der umliegenden Felsen beigetragen und prägt die heutige Landschaft mit Gletscherspalten, Moränen und hochalpinen Tälern.
4. Klimawandel und Rückzug des Gletschers:
- Wie viele Gletscher in den Alpen ist auch der Altelsgletscher vom Rückzug betroffen. In den letzten Jahrzehnten hat sich seine Eismasse deutlich reduziert, und er zieht sich immer weiter in höhere Lagen zurück. Dieser Gletscherschwund ist ein direktes Ergebnis des Klimawandels und der steigenden globalen Temperaturen.
5. Bergsturz von 1895:
- Der Altels ist auch bekannt für den katastrophalen Bergsturz von 1895, als etwa 4 Millionen Kubikmeter Gestein vom Altels-Massiv abbrachen und ins Tal stürzten. Dieser Bergsturz veränderte das Landschaftsbild dramatisch und hinterließ eine Schuttlandschaft, die bis heute sichtbar ist. Der Bergsturz zerstörte zahlreiche Almen und forderte Menschenleben, was ihn zu einem wichtigen geologischen Ereignis in der Region macht.
6. Tourismus und Outdoor-Aktivitäten:
- Der Altelsgletscher ist von Wander- und Bergsteigerrouten umgeben. Besonders ambitionierte Bergsteiger können den Gipfel des Altels besteigen, von wo aus sich eine beeindruckende Aussicht über das Berner Oberland bietet. Die Gegend um den Gletscher und das Altels-Massiv ist ein beliebtes Ziel für Gletschertouren, Wanderungen und Skitouren.
- Das Dorf Kandersteg dient als Ausgangspunkt für viele alpine Unternehmungen in der Region.
7. Umgebung:
- In der Nähe des Altelsgletschers befinden sich weitere spektakuläre Natursehenswürdigkeiten wie der Oeschinensee, ein Gletschersee, der für seine smaragdgrüne Farbe bekannt ist und von imposanten Bergen umgeben ist.
- Der benachbarte Balmhorn und das Blüemlisalphorn sind ebenfalls beliebte Ziele für Alpinisten.
Fazit:
Der Altelsgletscher ist ein beeindruckender Teil der hochalpinen Landschaft im Berner Oberland und spielt eine wichtige Rolle in der geologischen und klimatischen Geschichte der Region. Auch wenn er, wie viele andere Gletscher, vom Rückzug betroffen ist, bleibt er ein bedeutender Teil des alpinen Ökosystems und ein beliebtes Ziel für Bergliebhaber und Geologen.
Dieser Earth Cache wurde nach den Guidelines 2024 erstellt.
