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Fluvioglaziale Sedimente EarthCache

Hidden : 9/11/2024
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Fluvioglaziale Sedimente

Fluvioglaziale Sedimente


Fluvioglaziale (oder glazifluviale) Sedimente

Fluvioglaziale Sedimente oder glazifluviale Sedimente sind eine Untergruppe der fluviatilen (von Flüssen abgelagerten) Sedimente, die ihre Bildung dem Zusammenwirken von Gletschern und ihrem Schmelzwasser verdanken. Generell sind von Gletschern abgelagerte Sedimente (Moränen) dadurch charakterisiert (und von fluviatilen Sedimenten unterschieden), dass die Korngröße der abgelagerten Schotter und Sande variiert und keine Gleichmäßigkeit erkennen lässt. Außerdem sind glaziale, also von einem Gletscher verursachte Ablagerungen, gegenüber fluviatilen (von Bächen oder Flüssen abgelagerten) Sedimenten weitaus weniger abgerundet und auf Grund der kürzeren Transportstrecke zwar etwas abgerundet, aber weitaus kantiger als fluviatile Sedimente. 

Fluvioglaziale Sedimente (Ablagerungen) entstehen durch die abtragende Erosion (Abrasion) von Gletschern und den Weitertransport der Sedimente (Sand, Geröll...) durch den Gletscher verlassende Schmelzwasserflüsse. Das Eis schabt oder reißt auf seinem Weg zur Gletscherfront größere und kleinere Gesteinspartikel aus dem Untergrund und führt sie mit sich. Ab der Gletscherfront (dem Ende des Gletschers) transportiert das Schmelzwassser das erodierte Material hangabwärts und lagert es im Gletschervorland ab.

Fluvioglaziale Landschaftsformen der glazialen Serie

Sander

Sander sind schwemmfächerähnliche, breite, schwach geneigte Aufschüttungen, die vor dem Eisrand eines Eisschildes oder Gletschers gebildet wurden. Sander bestehen in der Regel aus Sanden, Schottern (Kies) und Geschieben. Als typischer Bestandteil der glazialen Serie entstehen sie, wenn Gletscherschmelzbäche die Endmoräne durchschneiden und sich in der Ebene dahinter als Fluss verbreitern. Dadurch verliert der Schmelzbach an Geschwindigkeit und das mitgeführte Material wird als fluvioglaziales Sediment abgelagert. Grundsätzlich findet eine Materialsortierung statt, bei der die gröberen Anteile in der Nähe des Eisrandes und die kleineren Korngrößen bis zum Rand des Schwemmfächers abgelagert werden. Sander bestehen meist aus Sand und Kies und bilden unfruchtbare Böden, die von Pionierpflanzen wie Kiefern besiedelt werden.

Oser

Oser sind wallartige, oft geschwungene fluvioglaziale Schmelzwasserablagerungen, die im oder unter dem Eis in tiefen Eisspalten sedimentiert wurden. Oser bestehen üblicherweise aus geschichteten Schottern und Sanden, die sich nach dem Abtauen des Eises "eisenbahndammartig" über das Relief der flachen Grundmoränenlandschaft erheben. Bei einer maximalen Höhe von 30 Metern können sie von wenigen bis zu mehreren hundert Kilometern lang sein. Von Endmoränen unterscheiden sich Oser durch ihre Zusammensetzung: Endmoränen, die vom Gletschereis transportiert wurden, zeigen unsortierte Sedimente verschiedenster Korngröße. In fließendem Wasser hängt es von der Fließgeschwindigkeit ab, wo sich Sedimente welcher Größe absetzen - in Osern als fluvioglaziale Ablagerungen findet man daher eine deutliche Sortierung und Schichtung der Sedimente.

Kames

Kames sind Erhebungen innerhalb von glazialen Aufschüttungslandschaften, die durch die Ablagerung des Eises und seiner Schmelzwässer am Eisrand gegen ein Widerlager, etwa einen Toteisblock, Felsblock oder Hang entstanden sind. Die Schmelzwasserflüsse schütteten gegen das Widerlager Sand und Kies, aber auch sehr feinkörnige Sande und Schluffe aus Eisstauseen auf. Typisch für Kames sind daher in die Schotterablagerungen eingelagerte Schichten oder Linsen aus feinsandigem und schluffigem Material, das gegenüber den Schotterschichten eine ganz andere Widerstandsfähigkeit gegenüber Erosion zeigen kann, wodurch die Schichtung noch deutlicher hervortritt. Kames sind Kleinformen der glazialen Serie und ein typischer Bestandteil der Grundmoränenlandschaft. Im Gegensatz zu Osern haben Kames keine wallartige, sondern eher eine unregelmäßige oder rundliche Rücken- oder Kuppenform. Ihre Höhe reicht von wenigen bis ein paar dutzend Metern. In fluvioglazialen Sedimenten (wie Kames) kommen auch immer wieder Verwerfungen vor, das sind Verschiebungen einzelner Sedimentpakete durch Abrutschungen, wo man deutlich die Unterbrechung bzw. Verschiebung der Schichten erkennen kann.

Die Situation vor Ort

An den Koordinaten des Earthcache kannst du einen Gesteinsaufschluss finden, der offenbar beim Bau einer Forststraße freigelegt wurde, und das schon vor längerer Zeit, sodass der Aufschluss schon längere Zeit den Einwirkungen von Wind und Wetter ausgesetzt ist. Aus diesem Grund kann hier einerseits die Zusammensetzung der Ablagerungen betrachtet, aber auch sehr gut der Einfluss der Verwitterung auf die verschiedenen Schichten des Aufschlusses verglichen werden.


Deine Aufgaben, um den Earthcache zu loggen:

Beantworte die folgenden Fragen über meinen Account per Message:

1.) Beschreibe mit eigenen Worten, was du vor Ort erkennen kannst! Woran kannst du erkennen, dass es sich bei diesem Aufschluss um fluvioglaziale Sedimente handelt?
2.) Betrachte die Schichten näher und beschreibe die Unterschiede (Korngröße, Lagerungshorizont, Widerstandsfähigkeit gegenüber Erosion...)!
3.) Um welche fluvioglaziale Landschaftsform handelt es sich deiner Meinung nach vor Ort am ehesten?
4.) Welche spezielle Situation kannst du bei Stage 2 beobachten?
5.) Optional: Füge deinem Log ein Foto mit dir/deinem GPS vor Ort hinzu!


Nachdem du mir die Antworten per Message geschickt hast, kannst du loggen, du brauchst keine Logerlaubnis abzuwarten. Falls etwas nicht stimmt, werde ich dich per Message kontaktieren.


englisch

Fluvioglacial (or glaciofluvial) sediments

Fluvioglacial sediments or glacifluvial sediments are a subgroup of fluvial sediments (deposited by rivers) that owe their formation to the interaction of glaciers and their meltwater. In general, sediments (moraines) deposited by glaciers are characterized (and distinguished from fluvial sediments) by the fact that the grain size of the deposited gravel and sand varies and does not reveal any uniformity. In addition, glacial deposits, i.e. deposits caused by a glacier, are far less rounded than fluvial sediments (deposited by streams or rivers) and, due to the shorter transport distance, are somewhat rounded, but far more angular than fluvial sediments.

Fluvioglacial sediments (deposits) are created by the abrasion of glaciers and the further transport of sediments (sand, rubble...) by meltwater rivers leaving the glacier. On its way to the glacier front, the ice scrapes or tears larger and smaller rock particles from the subsoil and carries them with it. From the glacier front (the end of the glacier), the meltwaer transports the eroded material downslope and deposits it in the glacier foreland.

Fluvioglacial landforms of the glacial series

Sanders

Sanders are alluvial fan-like, wide, gently sloping embarkments that were formed in front of the ice edge of an ice sheet or glacier. Sanders usually consist of sand and gravel. A typical part of the glacial series, they arise when glacial melt streams cut through the terminal moraine and widen as a river in the plain behind. As a result, the melt stream loses speed and the material it carries is deposited as fluvioglacial sediment. Basically, material is sorted in which the coarser parts are deposited near the edge of the ice and the smaller grain sizes are deposited up to the edge of the alluvial fan. Sanders usually consist of sand and gravel and form infertile soils that are colonized by pioneer plants such as pine trees.

Oser

Oser are wall-like, often curved fluvioglacial meltwater deposits that were sedimented in deep ice crevices in or under the ice. Oser usually consist of layered gravel and sand, which rises like a railway embarkment over the relief of the flat ground moraine landscape after the ice has melted. With a maximum height of 30 meters, they can range from a few to several hundred kilometers long. Oser differ from terminal moraines in their composition: terminal moraines, which were transported by glacial ice, show unsorted sediments of various grain sizes. In flowing water, where sediments of what size settle depends on the flow speed - in Osers, as fluvioglacial deposits, there is therefore a clear sorting and layering of the sediments.

Kames

Kames are elevations within glacial embankment landscapes that were created by the deposition of ice and its meltwater on the edge of the ice against an abutment, such as a dead ice block, boulder or slope. The meltwater rivers piled up sand and gravel, but also very fine-grained sand and silt from ice reservoirs, against the abutment. Typical for Kames are layers or lenses of fine sandy and silty material embedded in the gravel deposits, which can show a completely different resistance to erosion compared to the gravel layers, making the stratification even more noticeable. Kames are small forms of the glacial series and are typical part of the ground moraine landscape. In contrast to Osers, Kames do not have a wall-like shape, but rather an irregular or rounded back or crest shape. Their height ranges from a few to a few dozen meters. In fluvioglacial sediments (such as Kames), faults also occur again and again, these are shifts of individual sediment packages due to landslides, where the interruption or displacement of the layers can be clearly seen.

The situation on site

At the coordinates of the Earthcache you can find a rock outcrop that was apparently exposed during the construction of a forest road a long time ago, so the outcrop has been exposed to the effects of wind and weather for a long time. For this reason, the composition of the deposits can be viewed here, but the influence of weathering on the different layers of the outcrop can also be compared very well.

Your tasks to log the Earthcache:

Answer the following questions via my account via message:

1.) Describe in your own words what you can see on site! How can you tell that this outcrop is fluvioglacial sediment?
2.) Take a closer look at the layers and describe the differences (grain size, storage horizon, resistance to erosion...)!
3.) Which fluvioglacial landform do you think is most likely to be the case locally?
4.) What special situation can you observe at stage 2?
5.) Optional: Add a photo of yourself/your GPS on site to your log!


After you have sent me the answers via message, you can log, you do not need to wait for log permission. If something is wrong, I will contact you via message.


Quellen:

Ahnert, F.: Einführung in die Geomorphologie. Stuttgart 2003
de.wikipedia.org
Fluvioglaziale Landformen. Allgemeine Geologie Folien, Universität Graz 2008
www.spektrum.de


Die Bilder stammen vom Autor.


Enjoy the location!

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