Ein gewöhnlicher Werktag. 08:45 Uhr (...oder irgendeine andere Uhrzeit am hellichten Tag) in Azendorf. Plötzlich:
B U M M ! ! !
Was ist denn nun los?!? - Ein lauter Knall. Die Erde bebt kurz. - Was ist passiert?!? Ein Vulkanausbruch? Erdbeben? Raketenangriff? Alieninvasion?
.....
Keine Panik. Nichts dergleichen. - Für Azendorfer Verhältnisse ist das überhaupt nichts Außergewöhnliches. Auch mit dem Urknall oder irgendeiner Theorie dazu hat das Phänomen nichts zu tun. Hier ist reine Praxis am Werk. - Im Steinbruch am Ortsrand wurde nur mal wieder gesprengt. 🤷🏻♀️ Danach dreht sich hier keiner um. Nicht mal der Cachedog zuckt.
"Der Bruch", wie ihn die Anwohner nennen, das ist das Werksgelände einer Firma, die Trockenfertigmörtel für den Baustoffhandel herstellt..
1908 - wie alles begann:
Johann Bergmann gründete 1908 hier sein Unternehmen und baute einen Kalkofen zur Herstellung von Schwerbetonsteinen, Fenstersimsen und Zementziegeln. Jahr für Jahr wuchs das Unternehmen und baute seine Produktionsanlagen weiter aus. Im Jahr 1973 wurde am Standort Azendorf ein moderner, mit Gas betriebener Mehrkammerschachtofen errichtet.
1978 wurde eine GmbH & Co. als Kooperation zwischen dem Kalkwerk aus Azendorf und einem Werk aus Merdingen, Baden-Württemberg, gegründet und mit dem Bau eines Trockenmörtelwerkes begonnen.
Die Voraussetzungen für die Produktion von Trockenmörtel hätten besser nicht sein können. In Azendorf wird Jura-Kalkstein abgebaut und zu Kalksteinsand und Kalkhydrat veredelt. Innerhalb der Gmbh werden diese Rohstoffe dann zu Trockenfertigmörtel weiterverarbeitet und in Transportsilos vermarktet.
Deshalb also rummst es hier ab und an mal so gewaltig. Da sich der Steinbruch nach und nach weiter Richtung Osten ausbreitet, wurden vor einiger Zeit eine Signalzeichenanlage und Schilder an der St 2190 installiert, um den Straßenverkehr dementsprechend vorzuwarnen, damit keiner vor Schreck das Lenkrad verreißt. Unmittelbare Gefahr für den Straßenverkehr besteht ansonsten nicht. Der Gefahrenbereich beschränkt sich auf das Werksgelände jenseits des Erdwalls.
Der Cache befindet sich in unmittelbarer Nähe der Signalschaltung, nicht jedoch im Gefahrenbereich des Steinbruchs. Die Schaltkästen haben nichts mit dem Cache zu tun und sind TABU!!!
Geht nicht unbedingt ran, wenn Techniker oder Arbeiter an der Location bei der Arbeit sind, um ein Vermuggeln des Caches zu vermeiden. Beachtet Warn- und Sperrschilder vor Ort, wenn diese aktiv sind, und steigt nicht über den kleinen Erdwall. Dieser markiert das Werksgelände und damit auch den allgemeinen Gefahrenbereich. Um an den Cache zu gelangen, müsst Ihr das Werksgelände nicht betreten.
Die Dose findet Ihr direkt an der St 2190, daher würde ich den Cache nicht unbedingt für Kinder empfehlen - es sei denn in Begleitung Erwachsener. Der Straßenverkehr birgt für Kinder nunmal Gefahren. Haltet Euch an die gängigen Regeln der Straßenverkehrsordnung und passt auf Euren Nachwuchs oder Haustiere, die Euch beim Cachen begleiten, gut auf! Die Fahrbahn muss nicht betreten werden. ❗️
Jeder ist selbst für das verantwortlich, was er beim Cachen tut. Lasst gesunden Menschenverstand walten. Weder Groundspeak, noch die Ownerin haften für Schadensfälle jeglicher Art, die beim Suchen, Finden und Bergen des Caches entstehen..
Kurz parken könnt Ihr Euer Cachemobil direkt vor Ort. Versteckt den Cache bitte wieder genau so wie Ihr ihn vorgefunden habt. Danke.
Und: BYOP - Bring your own pen! Auf Deutsch: Bringd´s hald an Stifd mid.