Körner wie Sand am Meer

An den angegeben Listingkoordinaten befindet ihr euch am Strand von Langballigau (kurz LA). Man könnte auch sagen am neuen Strand von LA, denn hier hat die schwere Sturmflut im Oktober 2023 eine Menge Sand an den Strand gespült.
Der Strand von Langballigau, an dem ihr euch befindet, liegt an der Flensburger Außenförde. Man unterscheidet die Flensburger Förde in Innenförde, von Flensburg bis Holnis-Spitze und Außenförde, von Holsnis-Spitze bis zur offenen Ostsee. Für die Entstehung der Flensburger Förde waren die Eismassen der letzten Kaltzeit, der Weichsel-Kaltzeit, die vor 115.00 Jahren begann und vor ca. 12.000 Jahren endeten, verantwortlich. Für die Gestaltung der Flensburger Innenförde war der Schmelzwasserstrom des riesigen, den gesamten Osten Schleswig-Holsteins bedeckenden Gletschers verantwortlich. Die Außenförde hingegen wurde von den durch die urzeitliche Landschaft fräsende Gletscherzunge geformt.
Das folgende Luftbild aus 2023 zeigt die Küste mit dem Strand von LA vor der Sturmflut. Die blaue Linie zeigt ca. bis wohin der Sand durch die Strumflut aufgespült wurde. An einigen dieser Stellen ist der Sand/Strand nicht nur weiter ins landesinnere gewandert, sondern hat sich auch bis zu 2 Meter hoch aufgespült.

Der angespülte Sand ist an anderer Stelle abgetragen worden. An der Steilküste von Langballigau (WP 2) zum Beislpiel kann man beobachten, wie immer wieder durch Sturmfluten Sand abgetragen wird. Hier wird die Steilküste durch das Wasser unterspült und bricht letzendlich ab. Der so abgetragene Sand gelangt ins Meer. Je nach Strömung, Windrichtung und Windstärke wird dieser Sand an anderer Stelle wieder an Land gespült. So hat der Sturm im Oktober 2023 hier an dieser Stelle neuen Strand geschaffen. Das folgende Bild zeigt den heutigen Verlauf des Strandes nach der Sturmflut.

Im folgenden Bild kann man erkennen, wie die übersandeten Heckenrosen zum Teil wieder durch den Sand wachsen. Hier war bis 2023 eine geschlossene Heckenfläche.

Zu euren Aufgaben:
Diesen (neuen) angespülten Sand wollen wir uns etwas genauer anschauen.
Sand setzt sich in der Regel aus den Quarzsandkörnern und den Schwermineralien mit eisenhaltigen Körnen zusammen.
Schaut man sich diese Sandkörner vergrößert an, haben die Quarzsand Körner helle Farben von Weiß, Beige bis Hellgrau, aber auch farblos oder milchig/durchsichtige.
Je höher der Anteil dieser Quarzsand Körner ist, desto heller erscheint der Sand. Umgekehrt, je höher der Anteil der Schwermineralien mit eisenhaltigen Körnen ist, desto dunkler erscheint der Sand.
In der Geologie werden Sande unter anderem nach ihrer Korngröße unterschieden.
- Feinsand (0,063 mm - 0,20 mm)
- Mittelsand zwischen (0,20 mm - 0,63 mm)
- Grobsand (0,63 mm - 2,00 mm)
Sand ist in der Regel gröber als Schluff (Korngröße überwiegend 0,002 bis 0,063 mm) und feiner als Kies (Korngröße überwiegend 2 bis 63 mm).
Eure Aufgabe:
Untersucht nun eine trockene Probe Sand und schaut sie euch unter einer Lupe oder Vergrößert genauer an.
1) Welche Formen und Farben der Quarzsandkörner und der Schwermineralien könnt ihr erkennen?
2) Könnt ihr magnetische Teilchen in eurer Probe feststellen?
3) Wie hoch ist eurer Meinung nach der %-Anteil der Quarzsandkörner?
Klar kann man die Korngröße versuchen zu messen und somit festzustellen, ob es sich um Feinsand, Mittelsand oder Grobsand handelt. Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit zur Bestimmung. Dazu nehmt ihr am Besten eine ausreichend große Probe mit nach Hause. Es ist aber auch möglich diesen Versuch vor Ort durchzuführen. Nehmt eine Handvoll trockenen Sand in die Hand und lasst ihn zu Boden rieseln, so dass sich ein Kegel bildet. Je nach unterschiedliche Körnung, je mehr verschiedene Korngrößen vorhanden sind, umso größer ist der Schüttwinkel. Auch wird der Winkel durch die Feuchtigkeit in der Probe beeinflusst. Daher die Probe zu Hause trocknen und eine Schüttung vornehmen.
4) Ermittle den Schüttwinkel und bestimme aus all deinen Erkenntnissen ob es sich hier am Strand von Langballigau um Feinsand, Mittelsand oder Grobsand handelt.
5) zu einem Earthe Cache gehört auch immer ein Foto. Bitte macht am Strand ein Foto von euch oder eurem GPS mit dem Strand in Vordergrund und der Förde mit Dänemark im Hintergrund. Auf dem Foto ist eure GC-Name und das Besucherdatum sichtbar darzustellen, gerne könnt ihr hier kreativ werden. Logeinträge mit Fotomontage oder fehlendem Besuchernachweis werden kommentarlos gelöscht.
Bitte sendet mir eure Antworten per Mail oder Messanger über mein Profil zu. Ihr könnt sofort loggen, sollte etwas unstimmig sein, melde ich mich.
Viel Spaß am Strand und genießt euren Aufenthalt.
Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sand
https://de.wikipedia.org/wiki/Reibungswinkel
https://de.wikipedia.org/wiki/Flensburger_Förde
https://flensburger-foerde.net/entstehung-der-forde/
https://www.eiszeit-haus.de/de/
https://www.google.de/maps