Dieser Earthcache führt dich in die öffentliche Ausstellung focusTerra der ETH Zürich. Der Eintritt ist kostenlos. Hier kannst du mehrere Fundstücke kosmischer Geologie entdecken: Meteoriten
Beachte vor deinem Besuch bitte die Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo–Fr: 09.00–17.00 Uhr, So: 10.00–16.00 Uhr, Sa: geschlossen

Logbedingungen
Besuche die focusTerra Ausstellung der ETH Zürich während der Öffnungszeiten. Im untersten Stockwerk, in der Nähe der Treppe, findest du gleich mehrere Meteoriten. Beantworte folgende Fragen:
- Schaue dir den Steinmeteoriten El Hammami (Nr. 34) an. Beschreibe sein Aussehen. Was unterscheidet ihn von irdischen Gesteinen?
- Nun schaue dir den Eisenmeteoriten Canyon Diabolo (Nr. 35) an. Diesen Meteoriten darfst du sogar anfassen. Beschreibe bitte auch sein Aussehen. Wie fühlt sich die Oberfläche an?
- Was denkst du: Woran kannst du erkennen, dass es sich bei Canyon Diabolo um einen Eisenmeteoriten handelt? Nenne mindestens zwei Gründe.
- Mache ein Foto von Dir, deinem GPS oder einem persönlichen Gegenstand mit den Meteoriten im Hintergrund und hänge es deinem Log an.
Bitte sende uns die Antworten über das Message Center. Du kannst dann gerne direkt loggen. Falls etwas nicht stimmt, melden wir uns bei dir. Wir versuchen immer jede Nachricht so schnell wie möglich zu beantworten und helfen gerne bei Schwierigkeiten.
Viel Spaß wünscht
Joskaranch
Was sind Meteoriten?
Meteoriten sind feste Objekte aus dem Weltraum, die die Erdatmosphäre durchqueren und die Erdoberfläche erreichen, ohne vorher vollständig zu verglühen. Sie stammen meistens von Asteroiden aus dem Asteroidengürtel zwsichen Mars und Jupiter, selten auch von Kometen oder anderen Planeten. Meteoriten bestehen aus Gestein, Metall oder einer Mischung dieser beiden Materialien.
Wenn ein kosmischer Himmelskörper in die Erdatmosphäre eindringt und zu leuchten beginnt, spricht man von einem Meteor oder auch einer Sternschnuppe. Die meisten Meteore verglühen beim Eintritt in die Erdatmosphäre vollständig, da sie sich durch die Reibung mit der Luft sehr schnell und sehr stark erhitzen. Ein Meteor wird nur dann zum Meteoriten, wenn er die Erdoberfläche erreicht.
Aufgrund ihres Alters sind Meteoriten wichtige Quellen für die Erforschung der Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems.
Steinmeteoriten
Steinmeteoriten sind die häufigste Art von Meteoriten und bestehen größtenteils aus Silikatmineralien. Sie ähneln den Gesteinen, die auf unserer Erde vorkommen, und sind daher oft schwerer als Meteoriten zu identifizieren als Eisenmeteoriten. Zudem verwittern sie auch schneller als Eisenmeteoriten. Steinmeteoriten machen etwa 94% aller Meteoriten aus, die auf die Erde fallen. Man unterscheidet zwei Kategorien von Steinmeteoriten:
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Chondrite – Diese enthalten kleine Schmelzkügelchen, sogenannte Chondren. Chondren sind das älteste Material unseres Sonnensystems. Chondrite sind besonders wertvoll für Wissenschaftler, da sie Informationen über die ursprüngliche Entstehung des Sonnensystems liefern.
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Achondrite – Diese Meteoriten enthalten keine oder nur sehr wenige Chondren. Sie ähneln magmatischen Gesteinen der Erde. Achondrite stammen von Asteroiden, einige auch vom Mond oder Mars.
Eisenmeteoriten
Eisenmeteoriten bestehene hauptsächlich aus Eisen und Nickel, mit geringen Mengen anderer Metalle. Sie machen etwa 5% aller Meteoriten aus, die auf die Erde fallen. Diese Meteoriten stammen wahrscheinlich aus den Kernen von Asteroiden.
Anders als Steinmeteoriten sind Eisenmeteroiten aufgrund ihrer Erscheinung leicht als Meteoriten zu identifizieren: Sie haben eine metallische, schimmernde braun-schwarze Kruste und keine Ähnlichkeit mit irdischem Gestein. Eisenmeteoriten sind außerdem nicht so anfällig für Verwitterung. Zudem haben sie eine hohe Dichte. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre zerbrechen Eisenmeteoriten seltener in kleinere Bruchstücke als Steinmeteoriten. Daher sind die größten bekannten Meteoriten auf der Erde alle Eisenmeteoriten. So zum Beispiel auch der größte jemals gefundene Meteorit: der Hoba-Meteorit, der in Namibia gefunden wurde. Er ist ca. 60t schwer und 2,7x2,7x0,9m groß.
Stein-Eisen-Meteoriten
Stein-Eisen-Meteoriten sind die seltenste Art von Meteoriten. Sie bestehen sowohl aus metallischen als auch aus steinigen Bestandteilen: einer Mischung aus Eisen-Nickel-Metallen und Silikatmineralien. Sie machen nur etwa 1-2% der Meteoritenfunde auf der Erde aus.
Eine Hauptkategorie der Stein-Eisen-Meteorite sind die Pallasite. Pallasite bestehen aus Olivin-Kristallen, die in eine Matrix (Grundmasse) aus Eisen und Nickel eingebettet sind. Pallasite sind oft sehr ästhetisch und werden wegen ihres Aussehens geschätzt, da die grünen bis gelben Olivin-Kristalle durch das Metall hindurch sichtbar sind, wenn der Meteorit poliert oder geschnitten wird.
Mit neuen Experimenten konnte festgestellt werden, dass Pallasite durch Kollision eines Asteroiden mit einem anderen Himmelskörper entstanden sind.
Was ist eine Schmelzkruste?
Eine Schmelzkruste ist eine dünne, glasartige Schicht, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre durch die extreme Hitze auf der Oberfläche eines Meteoriten entsteht. Diese extreme Hitze führt dazu, dass die äußere Schicht des Meteoriten zu schmelzen beginnt. Die Schmelzkruste ist normalerweise nur wenige Millimeter dick. Eine frische Schmelzkruste ist meist schwarz und hebt sich optisch deutlich vom inneren, metallischen oder steinigen Kern des Meteoriten ab. Im Laufe der Zeit kann die Kruste durch Verwitterung auch bräunlich oder grau werden.
Für Meteoritenforscher ist die Schmelzkruste ein wichtiger Hinweis darauf, ob ein Fundobjekt tatsächlich ein Meteorit ist: Denn Gesteine, die von der Erde stammen, weisen in der Regel keine Schmelzkruste auf.
Was sind Regmaglypten?
Regmaglypten sind dellenartige Vertiefungen auf der Oberfläche von Meteoriten. Sie kommen vor allem bei Eisenmeteoriten vor. Sie entstehen während des Flugs des Meteoriten durch die Erdatmosphäre. Wenn ein Meteorit in die Atmosphäre eintritt, wird seine äußere Schicht durch die starke Reibung und die hohen Temperaturen teilweise geschmolzen und abgetragen. Manche Bereiche des Meteoriten werden dabei schneller abgetragen als andere, wodurch die Vertiefungen entstehen.
Regmaglypten erinnern oft an die Erosionsmuster, die durch Wasser oder Wind auf Steinen hinterlassen werden. Ihre Form ist meist unregelmäßig, aber sie haben eine ähnliche Größe und Tiefe über die gesamte Oberfläche des Meteoriten.
Auch Steinmeteoriten können Regmaglypten entwickeln, allerdings sind diese oft weniger tief und regelmäßig, da das Gestein weniger stabil auf die extremen Hitze- und Druckbedingungen reagiert. Steinmeteoriten zerfallen während des Eintritt in die Atmosphäre oft eher in kleinere Bruchstücke und bilden daher selten ausgeprägte Regmaglypten.
Quellen:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorit#Einteilung_und_Benennung
- https://de.wikipedia.org/wiki/Meteor
- https://www.ardalpha.de/wissen/weltall/astronomie/meteoriten-meteoroiden-sternschnuppen-meteor-100.html
- https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/von-meteoriten-bis-kleinplaneten/meteoriten/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Steinmeteorit
- https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Achondrit
- https://en.wikipedia.org/wiki/Iron_meteorite
- https://en.wikipedia.org/wiki/Hoba_meteorite
- https://www.chemie.de/lexikon/Eisenmeteorit.html#google_vignette
- https://www.astronews.com/news/artikel/2020/07/2007-033.shtml
- http://www.meteoritenland.de/besondere-formen-regmaglypten-und-schrapnelle/
- https://sites.wustl.edu/meteoritesite/items/meteorite-fusion-crust/
- OpenAI (ChatGPT, 2024)