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Schiefer am Sanetsch EarthCache

Hidden : 10/18/2024
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Schiefer am Sanetsch

Deine Aufgaben:

Gehe zum GC-Punkt und schaue dir die Umgebung an und beantworte folgende Fragen dazu:

 

  1. Metamorphose: Welchen Temperaturen und Druckverhältnisse war das sedimentäre Gesteine ausgesetzt?
  2. Nenne mir zwei Eigenschaften von Schiefer, die es zum perfekten Baumaterial macht.
  3. Num nimm ein Stück Schiefer in deine Hand (es hat genügend Stücke die lose herum liegen). Was kannst du zu seiner Härte und Kratzfestigkeit sagen? 
  4. Mache ein Foto von dir oder etwas anderem (Zettel mit Namen oder dergleichen) mit dem Tal im Hintergrund. Das Foto muss beweisen, dass du auch tatsächlich vor Ort gewesen bist! 

Sie können Ihren Fund sofort protokollieren. Antworten müssen mir jedoch innerhalb von 14 Tagen zugesandt werden, sonst wird Ihr Protokoll möglicherweise gelöscht.

Logs OHNE Foto von Dir werden sofort gelöscht!

 

Schieferabbau im Wallis:

Der Schieferabbau im Wallis hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Besonders in den Alpenregionen des Kantons, etwa in der Gegend von Visp und Siders, wurde Schieferstein über viele Jahrhunderte hinweg abgebaut und genutzt. Dieser lokal gewonnene Schieferstein war ein bevorzugtes Baumaterial, das aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und optischen Eigenschaften in vielen traditionellen Gebäuden und Kirchen in der Region zum Einsatz kam.

Wichtige Merkmale des Schieferabbaus im Wallis:

1. Verwendung in der Baukultur: Schiefer aus dem Wallis wurde vor allem für Dächer und Fassaden genutzt. Er war nicht nur widerstandsfähig gegenüber dem extremen Bergklima, sondern verlieh den Gebäuden auch eine ästhetische Qualität, die typisch für alpine Dörfer ist.

2. Handwerkliche Tradition: Der Abbau und die Verarbeitung des Schiefers entwickelten sich im Wallis zu einem speziellen Handwerk. Der Schiefer wurde oft in kleinen, handwerklich betriebenen Steinbrüchen gewonnen, was ihn zu einem wichtigen Bestandteil der lokalen Wirtschaft und Kultur machte.

3. Niedergang des Abbaus: In den letzten Jahrzehnten ist der Schieferabbau im Wallis jedoch stark zurückgegangen. Ein Grund dafür ist die Konkurrenz durch importierten Schiefer, der oft günstiger und in größeren Mengen verfügbar ist. Heute wird ein Großteil des Schiefers, der in der Schweiz genutzt wird, aus Ländern wie Spanien und Deutschland importiert.

4. Erhalt und Pflege traditioneller Bauten: Obwohl der Abbau abgenommen hat, bleibt Schiefer aus dem Wallis wichtig für die Restaurierung und den Erhalt traditioneller Gebäude. Die Nachfrage nach authentischem Material zur Pflege des regionalen Erbes ist weiterhin vorhanden, da Schieferdächer und -fassaden viele Dörfer im Wallis prägen.

Der Schieferabbau im Wallis ist somit ein Beispiel für die enge Verbindung von natürlichem Rohstoff und regionalem Erbe. Auch wenn der Abbau heute rückläufig ist, bleibt Schiefer ein zentraler Bestandteil der Walliser Baukultur.

 

Muster einer solchen Platte

 

 

Wie entsteht Schiefer:

Schiefer entsteht durch einen geologischen Prozess, der als Metamorphose bekannt ist. Dieser Prozess verwandelt ursprünglich sedimentäre Gesteine wie Tonstein oder Schluffstein in Schiefer. Die Entstehung von Schiefer erfolgt über Millionen von Jahren unter spezifischen Bedingungen von Druck und Temperatur. Hier ist der Prozess im Detail:

1. Sedimentation:

   - Ursprungsgestein: Schiefer beginnt als Sedimentgestein, typischerweise Tonstein oder Schluffstein. Diese Gesteine entstehen durch die Ablagerung von feinen Partikeln wie Ton, Schluff und Mineralen in ruhigen Gewässern wie Seen, Flussmündungen oder Meeresböden.

   - Schichtung: Die Sedimente lagern sich in Schichten ab, die durch Druck im Laufe der Zeit verfestigt werden.

2. Diagenese:

   - Verfestigung: Nach der Ablagerung werden die Sedimentschichten durch die Last der darüber liegenden Schichten immer weiter kompaktiert. Dabei kommt es zur Diagenese, einem Prozess, bei dem das Sediment durch den Druck und chemische Prozesse zu festem Gestein verfestigt wird.

3. Metamorphose:

   - Erhöhung von Druck und Temperatur: Wenn das verfestigte Sedimentgestein in tiefere Erdkrustenschichten gelangt, sei es durch tektonische Prozesse wie Gebirgsbildung oder durch Überlagerung durch zusätzliche Gesteinsschichten, wird es hohen Temperaturen (200–400 °C) und Druckverhältnissen (5–10 Kilobar) ausgesetzt.

   - Rekristallisation: Unter diesen Bedingungen beginnt das ursprüngliche Gestein, sich zu verändern. Die Minerale im Gestein, insbesondere Tonminerale, rekristallisieren und bilden neue Strukturen. Dabei ordnen sich die Minerale häufig parallel an, was zur typischen Schieferung führt, also der Eigenschaft, in dünne, gleichmäßige Platten zu spalten.

   - Mineralische Veränderungen: Im Schiefer bilden sich neue Minerale wie Glimmer (z.B. Muskovit oder Biotit), Chlorit und Quarz. Diese Minerale tragen zur feinen, blättrigen Struktur und zur charakteristischen Färbung des Schiefers bei.

4. Endprodukt Schiefer:

   - Schieferung: Das Ergebnis der Metamorphose ist Schiefer, ein feinkörniges, dichtes Gestein, das sich durch seine Spaltbarkeit auszeichnet. Diese Spaltbarkeit entsteht durch die parallele Anordnung der Minerale, die es ermöglicht, Schiefer in dünnen Platten abzubauen.

   - Eigenschaften: Schiefer ist typischerweise dunkelgrau bis schwarz, kann aber auch andere Farben aufweisen, abhängig von den enthaltenen Mineralen. Es ist ein hartes, wetterbeständiges Gestein, das aufgrund seiner Eigenschaften in vielen Bereichen, insbesondere im Bauwesen, geschätzt wird.

Insgesamt ist Schiefer das Ergebnis eines langen, komplexen geologischen Prozesses, der aus einfachen sedimentären Gesteinen unter den richtigen Bedingungen ein stark metamorphes Gestein formt.

 

 

Eigenschaften von Schiefer:

Schiefer ist ein metamorphes Gestein, das durch seine besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften vielseitig einsetzbar ist. Hier sind die wichtigsten Eigenschaften von Schiefer:

1. Spaltbarkeit:

   - Schieferung: Schiefer zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Fähigkeit aus, in dünne, gleichmäßige Platten zu spalten. Diese Spaltbarkeit entsteht durch die parallele Anordnung von Mineralen, die während der Metamorphose des Gesteins entsteht.

   - Verwendung: Diese Eigenschaft macht Schiefer ideal für Dachdeckungen, Wandverkleidungen und Bodenbeläge.

2. Härte und Festigkeit:

   - Dauerhaftigkeit: Schiefer ist ein relativ hartes Gestein, was ihn widerstandsfähig gegen Abrieb und mechanische Beanspruchung macht.

   - Festigkeit: Trotz seiner Spaltbarkeit ist Schiefer ein festes Material, das hohe Drucklasten aushalten kann.

3. Witterungsbeständigkeit:

   - Resistenz gegen Wasser: Schiefer ist wasserundurchlässig, was ihn besonders witterungsbeständig und langlebig macht. Diese Eigenschaft ist besonders vorteilhaft für den Einsatz im Außenbereich, wie zum Beispiel auf Dächern.

   - Frostbeständigkeit: Schiefer widersteht Frost-Tau-Wechseln gut, was ihn in kalten Klimazonen noch haltbarer macht.

4. Dichte und Gewicht:

   - Dichte: Schiefer ist ein relativ dichtes Gestein, was ihm ein gewisses Gewicht verleiht. Dies kann bei der Verarbeitung und beim Transport eine Rolle spielen, trägt jedoch zur Stabilität und Langlebigkeit der daraus gefertigten Produkte bei.

5. Farbe und Ästhetik:

   - Farbspektrum: Schiefer kommt hauptsächlich in Grautönen vor, von hellgrau bis tiefschwarz, aber auch andere Farben wie grünlich, violett oder rötlich können vorkommen, abhängig von den enthaltenen Mineralien.

   - Optik: Die feine, gleichmäßige Textur und die matte Oberfläche verleihen Schiefer eine elegante, zeitlose Optik, die in der Architektur und im Design sehr geschätzt wird.

6. Chemische Beständigkeit:

   - Säureresistenz: Schiefer ist gegenüber vielen chemischen Substanzen, einschließlich Säuren, weitgehend resistent, was ihn für bestimmte industrielle Anwendungen geeignet macht.

   - Korrosionsbeständigkeit: Es ist beständig gegen Korrosion, was es besonders für Anwendungen in der Nähe von Wasser oder in feuchten Umgebungen nützlich macht.

7. Thermische Eigenschaften:

   - Wärmespeicherung: Schiefer hat gute thermische Eigenschaften und kann Wärme speichern, was zur Energieeffizienz von Gebäuden beitragen kann.

   - Feuerbeständigkeit: Schiefer ist feuerbeständig und wird daher oft als brandsicheres Baumaterial verwendet.

8. Schallisolierung:

   - Akustische Eigenschaften: Aufgrund seiner Dichte kann Schiefer auch als Schallisolator dienen, was ihn für bestimmte Bauanwendungen attraktiv macht.

9. Vielseitigkeit:

   - Anwendungen: Schiefer wird in der Bauindustrie für Dachziegel, Fassadenplatten, Bodenbeläge, Treppenstufen und sogar als Werkstoff für Schultafeln oder Tischplatten verwendet. In der Landschaftsgestaltung kommt er für Wege, Terrassen und Mauern zum Einsatz.

Diese Kombination aus physikalischen, chemischen und ästhetischen Eigenschaften macht Schiefer zu einem vielseitigen und wertvollen Material in verschiedenen Bau- und Designanwendungen.

 

Warum ist Schiefer so langlebig:

Schiefer ist ein besonders langlebiges Gestein aufgrund einer Kombination seiner physikalischen, chemischen und strukturellen Eigenschaften. Hier sind die Hauptgründe für seine Langlebigkeit:

1. Dichte und Härte

   - Kompakte Struktur: Schiefer ist ein dichtes Gestein, das durch den hohen Druck und die moderate Temperatur während seiner Entstehung entsteht. Diese dichte Struktur verleiht Schiefer eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einflüsse wie Abrieb und Stöße.

   - Härte: Schiefer ist relativ hart, was bedeutet, dass es nicht leicht zerkratzt oder beschädigt wird, selbst bei starker Beanspruchung.

2. Witterungsbeständigkeit

   - Wasserundurchlässigkeit: Schiefer ist nahezu wasserundurchlässig. Dadurch kann Wasser nicht in das Gestein eindringen und es von innen heraus beschädigen, was bei vielen anderen Gesteinen zu einer Verringerung der Lebensdauer führen kann.

   - Frostbeständigkeit: Die geringe Wasseraufnahme sorgt dafür, dass Schiefer auch bei Frost nicht reißt oder splittert, da sich im Gestein kein Wasser befindet, das beim Gefrieren expandieren könnte.

3. Chemische Stabilität

   - Säureresistenz: Schiefer ist gegenüber vielen chemischen Substanzen, einschließlich Säuren und Laugen, resistent. Das bedeutet, dass er in Umgebungen, die chemischen Belastungen ausgesetzt sind, nicht korrodiert oder erodiert.

   - Widerstand gegen Verwitterung: Schiefer widersteht auch langfristiger chemischer Verwitterung, was seine Oberfläche und Struktur über Jahrhunderte hinweg intakt hält.

4. Schichtstruktur

   - Schieferung: Die charakteristische Schichtstruktur des Schiefers, bei der die Mineralien parallel ausgerichtet sind, sorgt dafür, dass er sehr stabil ist und gleichzeitig gut bearbeitet werden kann. Diese Struktur macht ihn widerstandsfähig gegen physische Abnutzung und Rissbildung.

   - Vermeidung von Sprödigkeit: Obwohl Schiefer spaltbar ist, neigt er aufgrund seiner feinkörnigen, gleichmäßig verteilten Mineralien nicht zur Sprödigkeit, was seine Haltbarkeit erhöht.

5. Thermische Stabilität

   - Hitze- und Kältebeständigkeit: Schiefer widersteht extremen Temperaturen gut, sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Temperaturen. Er dehnt sich bei Hitze nur minimal aus und schrumpft bei Kälte kaum, wodurch Risse und Brüche vermieden werden.

6. Geringer biologischer Abbau

   - Resistenz gegen Organismen: Schiefer ist resistent gegen Pilze, Moose, Flechten und andere Organismen, die andere Gesteine durch biologische Verwitterung abbauen könnten. Dies trägt zur langfristigen Erhaltung seiner Oberfläche bei.

7. Alterungsbeständigkeit

   - Patina: Schiefer bildet mit der Zeit eine natürliche Patina, die ihn zusätzlich vor Umwelteinflüssen schützt. Diese Patina ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern trägt auch zur Langlebigkeit des Materials bei.

Zusammengefasst ist Schiefer so langlebig, weil er eine außergewöhnliche Kombination aus physikalischer Härte, chemischer Stabilität und struktureller Integrität aufweist. Diese Eigenschaften machen ihn widerstandsfähig gegenüber den meisten natürlichen Abbauprozessen und gewährleisten, dass er über Jahrhunderte hinweg in gutem Zustand bleibt.

 

 

Allgemeine Infos zum Sanetsch Pass:

Der Sanetschpass (oder Col du Sanetsch) ist ein hochalpiner Pass in den westlichen Schweizer Alpen, der das Rhonetal im Kanton Wallis mit dem Saanenland im Kanton Bern verbindet. Der Pass liegt auf einer Höhe von etwa 2.252 Metern über dem Meeresspiegel und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Berggipfel sowie eine landschaftlich reizvolle, aber wenig befahrene Strecke.

Wichtige Informationen zum Sanetschpass:

1. Geografische Lage: Der Sanetschpass verbindet das Rhonetal bei Sion mit dem Gebiet um Gsteig und den Col du Pillon in Richtung Bern. Der Pass liegt in einer imposanten Umgebung, umgeben von Berggipfeln wie dem Diablerets-Massiv und der Wildhorn-Gruppe.

2. Zufahrtswege: Die Zufahrt auf die Passhöhe erfolgt in erster Linie von der Walliser Seite aus über eine kurvenreiche Straße, die in der Nähe von Sion startet. Von der Berner Seite hingegen ist die Straße nicht vollständig bis zur Passhöhe befahrbar. Diese Route ist daher vor allem für Wanderer und Mountainbiker interessant, die den Pass von beiden Seiten erreichen können.

3. Sanetsch-Stausee: Auf der Walliser Seite liegt in der Nähe des Passes der Sanetsch-Stausee, der von der Grande Dixence SA als Wasserkraftwerk genutzt wird. Der künstliche See verleiht der Region zusätzlichen landschaftlichen Reiz und ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen und Ausflüge.

4. Wanderungen und Aktivitäten: Der Sanetschpass ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen, insbesondere in Richtung Wildhorn oder die Diablerets. Die Region bietet vielfältige Wandermöglichkeiten, von leichten Touren bis hin zu alpinen Wegen. Auch Kletterer und Paraglider sind häufig hier anzutreffen.

5. Öffentlicher Verkehr: Von der Walliser Seite verkehrt im Sommer eine Buslinie bis zur Passhöhe. Eine besondere Attraktion ist zudem die kleine Luftseilbahn, die vom Sanetschsee zur Berner Seite hinunter nach Gsteig fährt. Diese Verbindung macht es möglich, die Passhöhe auch ohne Fahrzeug zu erreichen und als Wanderroute zu nutzen.

6. Saisonale Öffnung: Der Sanetschpass ist in der Regel nur im Sommer geöffnet, da die Strecke aufgrund der Höhenlage im Winter oft tief verschneit ist und Lawinengefahr besteht. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Juni bis Oktober, je nach Witterungslage.

7. Natur und Flora: Die alpine Flora und Fauna rund um den Sanetschpass ist bemerkenswert vielfältig. Die karge, felsige Umgebung wechselt sich mit alpinen Wiesen ab und bietet Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere, darunter Murmeltiere und Steinböcke.

Der Sanetschpass ist ein beliebtes, aber eher ruhiges Reiseziel für Naturfreunde, Wanderer und Liebhaber alpiner Landschaften, die eine abgeschiedene und unberührte Umgebung suchen.

 

Dieser Earth Cache wurde nach den Guidelines 2024 erstellt.

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