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Der Langenstein - südlichster Menhir Deutschlands EarthCache

Hidden : 10/23/2024
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Der Langenstein gilt als eines der Wahrzeichen Tiengens. Als Kulturdenkmal der Region steht dieses Geotop unter Denkmalschutz. Deshalb bitte nichts daran verändern.

Foto: sMaidli

Die Herkunft und kultische Nutzung dieses südlichsten Menhirs in Deutschland gibt nach wie vor Rätsel auf. Immerhin ist er der größte der Menhire am Hochrhein. Er besteht aus dem Sedimentgestein Nagelfluh, das sich entlang der Wutach vielerorts findet. Ob der Stein jedoch durch jahrtausendelange Erosion durch die schon früher dort verlaufende Wutach letztlich übrig blieb, oder von Menschenhand an Ort und Stelle verbracht wurde, ist nicht endgültig geklärt.

Was ist Nagelfluh?

"Nagelfluh" ist die Bezeichnung für ein Abtragungskonglomerat, das vor allem am Alpenrand zu finden ist. Es besteht in diesem Fall aus altquartären Schottern, die zu einem Konglomerat verbacken wurden und aus vielen einzelnen Steinen aufgebaut ist. Der Name „Nagelfluh“ rührt daher, dass derartig verfestigte Schotter aussehen, als hätte man große Nägel so tief hineingeschlagen, dass nur noch die Köpfe herausschauen. Die Oberfläche erinnert so an schlecht sortierten bzw. gerüttelten Waschbeton.

Kennzeichnend ist, dass das Gefüge von Konglomeraten ist nicht korngrößensortiert ist, d.h. bei der Ablagerung fand keine Klassierung statt. Die gröberen kantengerundeten Kiese und Schotter sind in einer feinkörnigen Gesteinsmatrix eingebettet. Historisch wurden Konglomerate übrigens auch als "Wurststein" bezeichnet. Dieser Begriff leitete sich von der Ähnlichkeit der Textur des Anschliffs eines Konglomerats mit der Textur einer angeschnittenen Blutwurst ab (grobere Fleisch- und Speckstücke in einer dichten, optisch homogenen Grundmasse).

Abhängig vom Anteil der Matrix in Konglomeraten variiert die Lagerung der Kiese zwischen dicht nebeneinander gepackt mit einem maximalen Matrixanteil von 15 % (Orthokonglomerate) und locker, mit Abstand zum nächsten Kies miteinander verbunden (Parakonglomerate, Matrixanteil über 15 %).

Wie ist dieses Gestein entstanden?

Die Entstehung des Nagelfluhs begann vor etwa 30 Millionen Jahren mit der letzten globalen Gebirgsbildungsphase der Erdgeschichte, in der auch die Alpen gebildet wurden. In dem ehemals tropischen Klima kam es zu heftigen Sturzfluten, die große Mengen an Kies und Geröll in das nördlich angrenzende "Molassebecken" transportierten und dort ablagerten. Die Sedimentgesteine entstanden dann durch geologische Verfestigungsprozesse bei verhältnismäßig niedrigen Drücken und Temperaturen, sogenannte diagenetische Prozesse.

Deine Aufgaben:

Begib dich an die angegebenen Koordinaten. Um diesen Cache zu loggen, musst du folgende Fragen beantworten und uns die Antworten per E-Mail über unser Profil zuschicken:

  1. Wie groß in etwa sind die größten eingebackenen Kieselsteine? Bitte bringt am besten dazu ein Maßband mit. Auf manchen Handies gibt es auch eine Funktion dafür.
  2. Schau dir die Kieselsteine an. Woran kannst du erkennen, dass der Langenstein aufgerichtet wurde?
  3. Handelt es sich um ein Orthokonglomerat oder ein Parakonglomerat?

Weitere Logbedingung: Mache ein Foto von dir oder deinem GPS/Handy vor dem Langenstein.

Es können gerne auch weitere Bilder hochgeladen werden. Du kannst direkt loggen, bei Problemen melden wir uns.

Quellen und weiterführende Literatur:

[1] Gregor Müller: Der südlichste Menhir Deutschlands, Artikel in der Badische Zeitung, Bad Säckinger Ausgabe vom 21.10.2024

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Konglomerat_(Gestein)

[3] https://www.steine-und-minerale.de/gesteine/k/konglomerat.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Langenstein_(Waldshut-Tiengen)

[5] https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/konglomerat/8646

Fotos: sMaidli

Additional Hints (No hints available.)