Schon gewusst? Seit 2021 feiern wir den 15. November in Deutschland als Tag des öffentlichen Bücherschranks (alternativ auch: Tag des Bücherschranks oder: Tag des offenen Bücherschranks). Grund genug heute einen Geocache zu verstecken und die Geschichte dieses Aktionstages zu Ehren der Bücherbox bzw. Bücherzelle zu erzählen. Worum geht es dabei?
Was ist ein öffentlicher Bücherschrank?
Ein öffentlicher Bücherschrank (alternativ auch: Bücherbox oder Bücherzelle) ist ein kostenloses Angebot im öffentlichen Raum, mit dem sich Bücher anonym tauschen oder mitnehmen lassen. Diese Bücherboxen bestehen entweder aus extra angefertigten Schränken, ehemaligen Telefonzellen oder kleinen Hütten, in denen jeder Bücher zur Verfügung stellen oder mitnehmen kann. In Bonn legt die Bürgerstiftung übrigens großen Wert auf die Bezeichnung offene Bücherschränke.
Wer hat das Konzept der öffentlichen Bücherschränke erfunden?
Die Ursprünge der öffentlichen Bücherschränke gehen auf ein Kunstprojekt der beiden US-Amerikaner Michael Clegg und Martin Guttmann aus den frühen 1990er-Jahren zurück. In dessen Rahmen funktionierten sie eine Reihe von Stromschaltkästen in Graz, Hamburg und Mainz zu „offenen Bibliotheken“ um .
Das Konzept wurde in Deutschland dann von dem Darmstädter Michael Ibsen aufgegriffen. Er stellte 1996 im Johannesviertel ein auf dem Sperrmüll gefundenes Holzregal auf den Bürgersteig und bestückte dies mit Büchern zur kostenlosen Mitnahme. Weitere, ähnliche Projekte folgten in anderen Städten.
Einen entscheidenden Schritt für die heute bekannte Version der öffentlichen Bücherschränke war dann der Entwurf der Designerin und Bühnenbildnerin Trixy Royeck für den ersten Ideenwettbewerb der Bürgerstiftung Bonn im Jahr 2002. Auf Grundlage dieses Entwurfs wurde der erste öffentliche Bücherschrank auf der Poppelsdorfer Allee am 15. November 2002 aufgestellt. Seitdem finden sich im ganzen Bundesgebiet zahlreiche Nachahmer.
Wie funktioniert ein öffentlicher Bücherschrank?
Alle öffentlichen und offenen Bücherschränke basieren auf dem Prinzip der gemeinsamen Nutzung und folgen dem Gemeinwohl-Gedanken. Durch ihren Platz im öffentlichen Raum kann jeder rund um die Uhr Bücher einstellen und mitnehmen. Im Gegensatz zu Bibliotheken sind die Bücherschränke aber kostenlos und funktionieren ohne Leihfristen und sonstige Bestimmungen.
In Deutschland werden die meisten Bücherschränke ehrenamtlich von Anwohnern, lokalen Initiativen oder Nutzern betreut, die als Paten regelmäßig einen Blick auf den Inhalt und den Zustand werfen. (Quelle: Tag des Bücherschranks in Deutschland - 15. November )
Vielleicht habt Ihr auch Lust mal einen Blick hineinzuwerfen?!