Das Hochlandrind
Das Schottische Hochlandrind ist eine Hausrinderrasse aus Schottland. Die Tiere sind kleinwüchsiger als Rinderrassen, die zur Fleischgewinnung gezüchtet werden. Die Heimat der Schottischen Hochlandrinder ist ursprünglich in West- und Zentral-Schottland sowie den Hebriden. Inzwischen sind zahlreiche Herden in Mittel- und Nordeuropa, aber auch in Nordamerika beheimatet. Ihre Ansprüche sind nur gering, und in der Landwirtschaft eignen sich die Tiere hervorragend zur Mutterkuhhaltung, das heißt, dass die Kälber zusammen mit den Muttertieren in der Herde gehalten werden können.
Das Schottische Hochlandrind ist eine der ältesten Rinderrassen der Welt. Seit Beginn gezielter Rinderzucht in Britannien vor etwa 200 Jahren ist die Rasse unverändert und ohne Einkreuzung fremden Blutes. Der erste Zuchtverband dieser Haustierrasse wurde 1884 auf der Insel gegründet. Seit 1983 gibt es auch in der Bundesrepublik einen eingetragenen Zuchtverband der „Deutschen Highland-Cattle-Züchter“. Es sind robuste, gutmütigen Rinder mit dichtem langen Fell und majestätischen Hörnern. Sie trotzen hohen Niederschlägen und Stürmen, begnügen sich mit wenig ergiebigen Weiden im Sommer und brauchen selbst in sehr nassen, harten Wintern keinen Stall und keine besondere Zufütterung. Das Schottische Hochlandrind wird in seiner Robustheit nur von Bison und Yak übertroffen.
Eine Kuh kann bis zu 20 Jahre alt werden und bis zu diesem Zeitpunkt Kälber austragen. Diese Eigenschaften prädestinieren die Rinder auch jenseits des schottischen Hochlands für extensiv bewirtschaftete Weiden und eine natürliche Form der Rinderhaltung: Die Kälber werden ohne menschliche Hilfe auf der Weide im Herdenverbund geboren und bleiben bis zur Geschlechtsreife bei der Mutterkuh.
Die Bullen sind ruhige, umgängliche Tiere, die sich auch in reinen Bullenherden problemlos halten lassen. Das lange dichte Fell schützt die Tiere vor Kälte, Regen, Hitze und Parasiten und gibt den Tieren ihr charakteristisches, urwüchsiges Aussehen. Die häufigsten Fellfarben sind rot, gelb und schwarz, seltener sind gestromt (brindle), graubraun (dun) und weiß. Die Rasse ist ungeeignet für die Massentierhaltung.
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