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Schafe gehören zu der Gruppe der Herbivoren, das heißt: sie fressen ausschließlich Pflanzen. Auf ihrem natürlichen Speiseplan stehen hauptsächlich Gras, Kräuter, frische Äste, Samen, Körner, Heu, Wurzeln, Knollen und andere Pflanzen.
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Schafe sind sehr sanfte Tiere und gehören zu den ersten Tieren, die vom Menschen domestiziert wurden.
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Ein männliches Schaf nennt man Bock oder Widder, das weibliche Tier heißt Mutterschaf, Aue oder Zibbe.
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Sie sind sehr soziale Tiere und leben in Herden, die von einem erfahrenen Muttertier geleitet werden. Weitere Mutterschafe bilden unter dem Leittier kleine Familiengruppen mit ihrem Nachwuchs. Widder leben in der Regel alleine. Schafe bauen im Laufe ihres Lebens langanhaltende Freundschaften auf, kämpfen nur äußerst selten miteinander und empfinden Trauer wenn eines ihrer Herdenmitglieder stirbt. Die Bindung zwischen Muttertier und Lamm ist sehr eng.
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Schafe sind in der Lage, bewusste Entscheidungen zu treffen und aus ihren Fehlern zu lernen. Ihre Gehirngröße und Struktur gleichen dem einiger Primatenarten und weisen die gleichen komplexen Strukturen wie die von Menschen und Rindern auf.
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Genau wie Ziegen haben Schafe waagerecht langgezogene Pupillen und seitlich angeordnete Augen. Als Fluchttiere haben sie so ein weiteres Sehfeld, um potenziellen Raubtieren zu entkommen.
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Schafe verbringen die meiste Zeit mit Fressen, haben nur kurze Schlafphasen von jeweils einer halben Stunde, die summiert am Tag auf etwa vier bis fünf Stunden kommen, sind sehr wetterfühlig und werden nervös, wenn ein Gewitter droht.
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Studien haben ergeben, dass Schafe verschiedene Emotionen wie Angst, Wut, Verzweiflung, Langeweile, Ekel und Glück empfinden können. So drücken sie zum Großteil ihre Gefühle über die Postion ihrer Ohren aus.
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Schafe haben hochentwickelte Fähigkeiten zur Gesichtserkennung. Sie entwickeln individuelle Sympathien, können sich mindestens 50 Gesichter ihrer Artgenossen und zehn von Menschen über zwei Jahre oder länger merken. Zudem sind sie in der Lage, Gesichtszüge zu unterscheiden.
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Nur wenige Minuten nach der Geburt stehen Lämmer auf, um am Euter der Mutter zu trinken. Ein typisches Merkmal, wenn beim Trinken alles gut läuft, ist das Schwanzwedeln.
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Schafe suchen sich ihre Medizin selbst. Auf Basis von Geschmack und Geruch eignen sich Schafe ein vielfältiges Wissen über ihre Nahrung an. Wenn sie krank sind, setzen sie dieses Wissen gezielt ein, und suchen die Pflanzen, die ihre Beschwerden lindern. Ihre medizinischen Kenntnisse geben sie freimütig an den Nachwuchs weiter.