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Bankung im Klausbachtal EarthCache

Hidden : 11/4/2024
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Bankung im Klausbachtal

 

 

Hinweise


Bitte beachtet, dass der EarthCache zu Fuß, mit dem Rad oder via Bus-Shuttle erreicht werden kann. Man kann sowohl von deutscher Seite (Parkplatz Hintersee) als auch von österreichischer Seite (z.B. Hirschbichl) zum EarthCache gelangen. Bitte beachtet zudem die T-Wertung, da es vom Parkplatz Hintersee über 6km bis zu den Koordinaten ist (inkl. Rückweg wandert ihr an die 12-13km). Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet, in denen ein besonderer Schutz der Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich sind. Bitte verhaltet euch dementsprechend und nutzt ausschließlich die gesetzten Koordinaten für die Beantwortung der Fragen und bleibt auf den ausgewiesenen Wegen und hinterlasst kein Müll.

Hilfsmittel


Hilfsmittel zur Beantwortung der Aufgaben sind keine notwendig.

 

Logbedingungen

 

Um diesen EarthCache nun loggen zu dürfen, müssen die nachfolgenden Aufgaben erfüllt werden. Folgt dem Weg neben der Infotafel bis zum Aufschluss.

Aufgabe 1
Schau dir den Aufschluss mit der Bankung genauer an. Ist die Schichtdicke hier gleichmäßig oder weicht sie deutlich voneinander ab?

Aufgabe 2
Beschreibe mir die Strukur des Kalksteins in Bezug auf Farbgebung, Oberfläche und Festigkeit?

Aufgabe 3
Schaue dir die Schichtfugen zwischen den Bänken genauer an. Was unterscheidet diese Schicht von den Bänken (Farbe, Festigkeit, Gestein, etc.)?

Aufgabe 4 - Foto
Mache ein Foto von dir selbst oder eines persönlichen Gegenstandes mit dem Aufschluss im Hintergrund ohne direkt zu spoilern. Hinweis: Nach den neuen Regeln darf ein Foto wieder gefordert werden und ich finde es gehört beim EarthCache einfach dazu.

 

Beschreibung

 

Bankung


In der Geologie bezeichnet die Bankung die natürliche Schichtung von Gesteinen in Form von relativ dicken, parallelen Lagen, die durch Ablagerungsprozesse über lange Zeiträume hinweg entstanden sind. Die Dicke einzelner Bänke kann stark variieren und reicht von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern. Typischerweise sind die Schichtflächen zwischen den Bänken deutlich erkennbar, da sie durch Unterschiede in der Kornzusammensetzung, Zementierung oder Farbe markiert sind. Bankungen treten vor allem in sedimentären Gesteinen wie Sandstein, Kalkstein oder Tonstein auf und entstehen durch Veränderungen in der Sedimentzufuhr, klimatische Einflüsse oder Strömungsverhältnisse.

Die mechanischen Eigenschaften einer Bankung hängen stark von der Gesteinsart und der Art der Zementation ab. Während manche Bänke eine hohe Festigkeit aufweisen, können andere aufgrund von Schwächezonen entlang der Schichtflächen anfälliger für Verwitterung und Erosion sein. Dies spielt insbesondere in der Geotechnik eine wichtige Rolle, da Bankungen die Stabilität von Hängen, Steinbrüchen oder Bauwerken beeinflussen können. Zudem können deutlich ausgeprägte Schichtflächen als potenzielle Gleitflächen für Hangrutschungen dienen.

Im Gegensatz zur feinen Laminierung, die aus millimeter- bis zentimeterdicken Lagen besteht, sind Bankungen durch deutlich größere Schichtdicken gekennzeichnet. Während Laminierungen oft unter ruhigeren Ablagerungsbedingungen entstehen, spiegeln Bankungen häufig variierende Sedimentationsverhältnisse wider. Insgesamt liefert die Analyse der Bankung wertvolle Informationen über die Ablagerungsbedingungen und die mechanischen Eigenschaften eines Gesteins, was für Geologen, Ingenieure und Bauplaner von großer Bedeutung ist.

 

Bankung im Dachsteinkalk


Der Dachsteinkalk ist eine weit verbreitete Kalksteinformation aus dem oberen Trias (Norium–Rhaetium) und bildet in den Nördlichen Kalkalpen sowie in Teilen der Karpaten und Dinariden markante Gebirgsmassive. Ein charakteristisches Merkmal dieses Gesteins ist seine ausgeprägte Bankung, die sowohl geologisch als auch geotechnisch von Bedeutung ist.

 

1. Merkmale der Bankung im Dachsteinkalk

Mächtigkeit: Die Bänke im Dachsteinkalk sind meist sehr mächtig und erreichen Dicken von 0,5 bis 5 Metern.

Trennflächen: Die einzelnen Bänke sind durch Schichtfugen oder dünne Tonlagen voneinander getrennt.

Farbe und Struktur: Der Dachsteinkalk ist überwiegend hellgrau bis weiß und oft massig bis dickbankig ausgebildet.

Fossilführung: Die Bänke enthalten häufig Fossilien, insbesondere Reste von Algen, Schnecken und Seelilien sowie das charakteristische "Dachstein-Riff", das auf eine Ablagerung in einem tropischen Flachmeer hinweist.

 

2. Entstehung der Bankung

Die Bankung im Dachsteinkalk resultiert aus wechselnden Sedimentationsbedingungen in einem flachen, tropischen Schelfmeer. Periodische Veränderungen in Meeresspiegel, Strömungen und Sedimentzufuhr führten zur Ausbildung klar abgegrenzter Schichten. Die dazwischenliegenden Schichtfugen oder dünnen Tonlagen markieren oft Sedimentationspausen oder Erosionsphasen.

 

3. Geologische Bedeutung

Gebirgsbildner: Der Dachsteinkalk bildet einige der höchsten Gipfel der Kalkalpen, wie den Dachstein.

Karstbildung: Die Bankung fördert die Ausbildung von Karststrukturen, wie Dolinen, Höhlen und Karstquellen.

Tektonische Beanspruchung: In vielen Bereichen sind die Bänke durch tektonische Bewegungen gekippt oder gefaltet, wodurch markante Felsformationen entstehen.

 

4. Geotechnische Bedeutung

Hangstabilität: Die Schichtfugen zwischen den Bänken können als Gleitflächen für Felsstürze oder Rutschungen wirken.

Wasserführung: Die Bankung beeinflusst die Grundwasserzirkulation und bildet bevorzugte Kluft- und Karstaquifere, die in vielen Regionen eine wichtige Trinkwasserquelle darstellen.

 

(Bild: Bankung im Harz)

 

Schichtfugen im Dachsteinkalk


Schichtfugen im Dachsteinkalk entstanden durch periodische Sedimentationspausen oder Veränderungen in der Ablagerungsumgebung eines tropischen Flachmeers. Während der Kalksteinbildung kam es zu Unterbrechungen der Sedimentation, die durch:

- Schwankungen des Meeresspiegels,

- Änderungen in der Strömungs- und Klimadynamik,

- oder kurze Erosionsphasen verursacht wurden.

Diese Prozesse führten dazu, dass sich zwischen den Kalksteinbänken Schichtfugen entwickelten, die sich oft durch geringe Ton- oder Mergelanteile unterscheiden.

 

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Dazu folgenden Link in das eigene Profil kopieren:

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Wichtige Informationen zu diesem EarthCache

 

Wie logge ich einen EarthCache korrekt?
Der EarthCache kann geloggt werden, wenn die gestellten Aufgaben dem Owner via E-Mail oder MessageCenter vorab zugesendet wurden. Ggf. sind noch Foto's beizufügen, die dann aber in den Logbedingungen erwähnt sind.

Wie logge ich den EarthCache als Team?
Es kann gerne ein Teammitglied die Antworten für alle übersenden. Wichtig ist jedoch, dass alle Cachernamen in der Nachricht erwähnt werden und alle zeitnah (innerhalb von 1 Monat) loggen. Sonst bitte die Antworten nochmal separat schicken, wenn erst später geloggt wird.

Loggen ohne Beantwortung der Aufgaben
Logs ohne Erhalt von Antworten gelten als nicht gefunden und werden von mir gelöscht.

Rückmeldung von mir
Ich versuche möglichst jedem Cacher eine Rückmeldung zu geben. Bei der hohen Anzahl eigener EarthCaches ist dies aber leider nicht immer (zeitnah) möglich.


Quellen & Nachweise

https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/bankung/1389

https://www.chemie.de/lexikon/Bankung.html

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Schicht?redirectfrom=Schichtfugen

Eigene Fotos

 

 

Additional Hints (No hints available.)