
In der Franzensbader Straße 7 wurde 1923 ein Tanz- und Ausflugslokal zu einer Privatsynagoge umgebaut, die die Jüdische Gemeinde Berlin am 5. Mai 1929 als Gemeindesynagoge übernahm. Nach der Brandschatzung in der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurde das zerstörte Gebäude 1941 abgetragen.
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Mit der Besiedlung der Villenkolonie Grunewald Anfang des 20. Jahrhunderts zogen auch viele wohlhabende jüdische Bürger in dieses neue Siedlungsgebiet am Rand des Grunewalds. Die jüdischen Gottesdienste fanden in einem Privatgebäude statt. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg gründete sich der „Synagogenverein Grunewald“ mit dem Ziel, eine Synagoge zu errichten. 1923 erwarb der Verein das Grundstück an der Franzensbader Straße mit dem darauf befindlichen 1895 errichteten Tanz- und Ausflugslokal „Franzensbader Garten“. Die Architekten Bruno und Oskar Neubauer bauten das Gebäude zu einer Synagoge um. Der ehemalige Tanzsaal wurde zum Gebetsraum, der etwa 400 Gläubigen Platz bot. Weiterhin wurden Rabbiner-, Vereins- und Sitzungsräume im Erdgeschoss und Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss eingerichtet. Am 9. September 1923, dem Jüdischen Neujahrstag Rosch ha-Schana, wurde die Synagoge Grunewald eingeweiht – auch der damalige evangelische Pfarrer wohnte der Einweihungsfeier bei. Von 1925 bis 1936 war Emil Bernhard Cohn Rabbiner der Grunewalder Synagoge.
Am 5. Mai 1929 wurde die Synagoge von der Jüdischen Gemeinde Berlin übernommen. Der Grunewalder Synagogenverein blieb trotzdem bestehen und kümmerte sich ab dieser Zeit um die allgemeine Interessenwahrnehmung der Gemeindemitglieder.
In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge, wie viele weitere, von den Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Das Bauamt dokumentierte 1940 den Zerstörungszustand:
„Der Synagogenteil ist bis auf die stehengebliebenen Umfassungswände mit den hohen Fensteröffnungen völlig zerstört; die Holzkonstruktionen des Daches und der Decke sind verbrannt und ins Innere gestürzt. Von dem zweigeschossigen Bauteil ist ein Teil des Daches und des Bodenraumes vom Brand zerstört. Die Räume – Erdgeschoß und Wohnungen sind geräumt, sämtliche Fensterscheiben sind zerschlagen, die Fensterflügel fehlen. Das Grundstück steht unbenutzt. […] Eine Wiederherstellung des Synagogenteils für gewerbliche Zwecke erscheint unwirtschaftlich, da höchstens ein Neuaufbau auf dem vorhandenen Fundament in Frage kommen dürfte. Die Brandruine wirkt stark störend auf das Straßenbild und stellt somit eine das Interesse der Allgemeinheit besonders schädigende Verunstaltung dar.“
Die Ruine wurde 1941 abgetragen, das Grundstück in den 1950er Jahren mit einem Wohnhaus bebaut, an dem eine bronzene Gedenktafel mit dem Text „Hier wurde ein jüdisches Gotteshaus, die Synagoge Grunewald, am 9. November 1938 durch Unverstand zerstört“ angebracht wurde. Diese wurde am 9. November 1988 durch eine größere und ausführlichere, ebenfalls bronzene Gedenktafel ersetzt, die auch ein Relief der ehemaligen Synagoge enthält. 15 Jahre später, am 12. September 2003, wurde das Wartehäuschen der nahe gelegenen Bushaltestelle mit zwei Plakaten zu einem Gedenkort umgestaltet. Die Plakate wurden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Topographie des Terrors erstellt.
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Für das Listing wurden Inhalte folgender Internetseiten genutzt: Wikipedia; Topographie.de (Topographie des Terrors - Publikationen); Berlingeschichte.de
Sowohl die Gedenktafel als auch die Tafeln der Bushaltestelle sind auf Berlin.de (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf) zu finden.
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Für die Nord-Koordinate N52 29.xxx gehe zur Listing-Koordinate, dort siehst du die Gedenktafel. Zur Ermittlung der Nord-Koordinate rechne wie folgt:
Nummer des Straßenbaums minus Nummer der Straßenlaterne minus Hausnummer minus der drei niedrigsten Ziffern auf dem Gasschild
Für die Ost-Koordinate E13 17.xxx gehe zum Bus-Wartehäuschen an der Elgersburger Straße, dort siehst du die Erinnerungstafeln. Von der Bushaltestelle aus siehst du einen Schildermast, an dem u.a. zwei blaue Wasserschilder sind.
Zur Ermittlung der Ost-Koordinate addiere die Ziffern der beiden "Wasser Nr." Nur die Ziffern der fünfstelligen Zahlen, nicht die Entfernungsangaben!!!
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Dies ist eine Cacheserie, wie sie auf dem Kasseler Geocacher-Stammtisch am 04.03.2005 beschlossen wurde. Dabei sollen Caches in der Nähe von Gotteshäusern ausgelegt werden, die entweder historisch oder architektonisch eine Besonderheit darstellen. Es ist hierbei völlig egal, welcher Religion diese Häuser angehören.