Dieser Cache ist ein bewusst einfach gehaltener Tradi - speziell für alle, die sich der Thurgau Challenge gestellt haben oder eine der „Freitag der 13.“-Challenges erfüllen wollen.
Dennoch wollen wir - wie immer mit unseren Caches - auch ein wenig Trivia vermitteln …
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Die Ursprünge des Aberglaubens:
Man vermutet, dass der schlechte Ruf von Freitag dem 13. auf zwei unabhängige Pechsträhnen basiert, die sich irgendwann getroffen und beschlossen haben, uns alle zu ärgern: die Zahl 13 und der Freitag.
Die Zahl 13 galt schon in der Antike als die unbeliebte Cousine der 12. Die 12 war die Goldene – 12 Monate im Jahr, 12 Olympische Götter. In der nordischen Mythologie war es Loki, der als ungebetener 13. Gast ein Bankett ruinierte und für Chaos sorgte.
Der Freitag hat seinen schlechten Ruf unter anderem aus der Bibel: Am Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt.
Auch in der frühen Menschheitsgeschichte soll die 13 eine positiv besetzte Zahl gewesen sein. Aus Fundstücken der Altsteinzeit wird geschlossen, dass die ersten Menschen ihre Zeit nach Mondmonaten einteilten. Bei einer Mondphase von 28 Tagen hatte ein Mondjahr 13 Monate, entsprechend 364 Tagen.
Dann kamen die Menschen im Mittelalter auf die glorreiche Idee, diese beiden Unglücksfaktoren zu kombinieren. Zack, geboren war der „Super-Pech-Tag“.
Im 19. Jahrhundert wurde der Freitag der 13. zum "Tag der Schwarzen Katze" und zum "Tag der zerbrochenen Spiegel".
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Wenn wir der Geschichte glauben wollen, wurde Freitag der 13. am 13. Oktober 1307 so richtig pechträchtig: An diesem Tag ließ der französische König Philipp IV. - in Absprache mit Papst Clemens V. - die Tempelritter verhaften. Die Reichtümer und die damit verbundene Macht der Tempelritter weckten bei den beiden Begehrlichkeiten. Auch hier gilt wie häufig auch: „Follow the money!“
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Interessanterweise zeigen Statistiken, dass an Freitagen, die auf den 13. fallen, nicht mehr Unfälle passieren als an anderen Tagen. Entgegen dem Aberglauben sind Unfälle sogar seltener: Freitage seien zwar besonders schadensreich, hat etwa die Zurich Versicherung festgestellt. Doch wenn es sich um einen 13. des Monats handelt, gibt es rund 10% weniger Meldungen.
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Manche glauben sogar, dass der Freitag, der 13., ihnen Glück bringt. So versuchen an diesem sagenumwobenen Tag besonders viele Gelegenheitsspieler aus der Westschweiz beim Lotto ihr Glück. Bei der Loterie romande steigen die Verkäufe jeweils um etwa 30 Prozent an. In der Deutschschweiz ist dieser Effekt allerdings nicht spürbar.
In einigen asiatischen Kulturen, wie China oder Japan, wird Freitag der 13. nicht als besonders unglücklich angesehen - im Gegenteil wird die 13 als Glückszahl angesehen.
Diese kulturellen Unterschiede zeigen, wie Aberglaube und Unglücksvorstellungen von gesellschaftlichen und historischen Faktoren beeinflusst werden. Während der Freitag der 13. in der westlichen Welt weit verbreitet ist, variieren die Vorstellungen von Unglückstagen weltweit erheblich.
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Wer Angst vor Freitag, dem 13., hat, leidet womöglich an Paraskavedekatriaphobie. Die Bezeichnung ist wohl genauso wenig etwas für Leute, die sich vor Fremdwörtern fürchten. Abgeleitet wird sie von den griechischen Begriffen «paraskeue» (Freitag), «dekatria» (dreizehn) und «phobos» (Angst).
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Auch Sportler sind abergläubisch: Über viele Jahre startet in der Formel 1 kein Rennfahrer mit der 13. Im offiziellen Triathlon wird nach dem Reglement keine Startnummer 13 vergeben.
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In Hochhäusern wird die 13. Etage regelmässig zur 14., Hotels verzichten zuweilen auf eine Zimmernummer 13 – alles, um abergläubische Menschen nicht abzuschrecken. In manchem Flugzeug kommt nach Reihe 12 gleich die 14 – etwa bei Lufthansa/Swiss. Die Airline verzichtet auch auf Reihe 17. Die gilt in Italien als Unglückszahl.
Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines musste vor einigen Jahren ihr Logo ändern, weil das “B” aus 13 Punkten bestand. Empörte Passagiere hatten die Fluggesellschaft mit E-Mails und Anrufen überschüttet.
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Vermutlich ist so der Job des «Quatorzième» entstanden. Im 19. Jahrhundert stand mit dem «Vierzehnten» zuweilen ein professioneller Extra-Gast für Tischgesellschaften bereit. Die einzige Aufgabe: bei der Gästeanzahl die 13 vermeiden. Andernfalls müsse jemand sterben.
Gegen diesen Aberglauben gründet sich Anfang der 1880er Jahre in New York der mutige «Thirteen Club» – natürlich an einem Freitag, dem 13. Stolz heisst es nach einem Jahr: Alle 13 Dinner-Gäste leben noch.
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Laut einer US-amerikanischen Studie aus dem Jahr 2003 litten zwischen 17 und 21 Millionen US-Bürger unter der Furcht vor dem Freitag, dem 13.
Die Bewohner der Stadt Lick im US-Bundesstaat Indiana sollen so abergläubisch gewesen sein, dass die Verwaltung in den 1930er-Jahren eine ganz spezielle Regelung verordnete: Am Freitag, den 13. sollte jede schwarze Katze der Stadt für mindestens 24 Stunden eine Glocke um den Hals tragen, damit die Bewohner ihrem Unglück rechtzeitig ausweichen konnten. Denn schon seit dem Mittelalter denken viele Menschen, dass eine schwarze Katze, die von rechts kommt, Unglück bringt.
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In einem Tarotdeck ist die 13. Karte, direkt nach dem Gehängten auf der 12, der Tod. Jedoch steht diese Karte entgegen dem allgemeinen Glauben nicht zwingend für den tatsächlichen Tod. Vielmehr steht die Tarotkarte für das Ende, einen Abschied und eine Veränderung, die eintreten wird – das muss aber nicht immer ein schlechtes Ende sein.
Vielmehr impliziert der Tod im Tarot auch einen Neuanfang, welcher auch etwas Gutes bedeuten kann. Der Tod ist bei Weitem nicht eine der schlimmsten Karten im Tarot (da sollte man lieber Angst vor dem Turm oder der Karte “Drei der Schwerter” haben).
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Die Angst vor diesem Tag wurde in den USA populär. Der Roman «Friday, the Thirteenth» von Thomas William Lawson aus dem Jahr 1907 beschreibt einen Börsencrash und verbindet die Zahl 13 mit dem Freitag. Dieser Tag wurde dadurch zum Unglückstag. Der gleichnamige Horrorfilm hat ebenfalls dazu beigetragen, dass sich dieser Tag als Gruselbegriff in den Köpfen der Menschen verankert hat.
Einer der bekanntesten Gründe, wieso Freitag, der 13., ein Unglückstag sein soll, ist der tatsächliche amerikanische Börsencrash von 1929, der auch in Europa schwerwiegende Folgen hatte. Vielen ist bekannt, dass der Börsencrash in den USA bereits am Donnerstag startete, wegen der Zeitverschiebung war bei uns in Europa jedoch schon Freitag.
Zudem fiel die Weltwirtschaftskrise aber gar nicht auf einen 13., sondern es war der 24. Oktober 1929, an dem der Börsenkrach ausgelöst wurde und Millionen von Menschen weltweit ihre Arbeit verloren. Das Datum wird in Deutschland “Schwarzer Freitag” und in Amerika “Black Thursday”, also “schwarzer Donnerstag” genannt. Dieser Mythos bestärkte die allgemeine Angst vor einem Freitag, dem 13., nur noch mehr.
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Freitag, den 13., gibt es übermäßig häufig
Man mag es nicht glauben, aber tatsächlich fallen nicht alle Daten gleich häufig auf die Wochentage. Der 13. eines jeden Monats fällt mit höherer Wahrscheinlichkeit auf einen Freitag als auf jeden anderen Wochentag. Die Rechnung dazu ist furchtbar langweilig und wir werden sie hier nicht ausführlich aufführen. Mithilfe der Modularithmetik kann man nämlich beweisen, dass in einem gregorianischen Kalender in jedem Jahr mindestens ein Freitag, der 13., auftaucht. Das heißt, wir haben im Schnitt alle 30 Wochen einen Freitag, den 13. Der Grund für diese Häufigkeit ist die Einführung des gregorianischen Kalenders gegen Ende des 16. Jahrhunderts.
Jedes Jahr hat mindestens einen, höchstens drei Freitage, die auf den 13. fallen.
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Wann immer Sie etwas fallen lassen, das zerbricht – freuen Sie sich! Früher glaubte man, böse Geister werden von hohen und lauten Geräuschen vertrieben. Deshalb gibt es keine Hochzeit ohne Polterabend, keinen Wein ohne Anstossen, kein Neujahr ohne Böller und keine Jungfernfahrt eines Bootes ohne zerschlagene Sektflasche.
In diesem Sinne wünscht euch die HEADBANGER ARMY weiterhin viel Glück & Spaß und freut sich auch auf Besuche unserer weiteren Caches: