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100 Jahre Christuskirche Ellingen Mystery Cache

Hidden : 9/30/2025
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   large (large)

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Geocache Description:


100 Jahre Christuskirche Ellingen

Am 29. November (1. Advent) 1925 wurde die evang. Christuskirche im Stadtgarten von Ellingen eingeweiht. Zum 100-jährigen Bestehen der Kirche gibt es nun einen Geocache. Um die Finalkoordinaten der Dose zu erlangen, müssen Fragen rund um die Christuskirche beantwortet werden. Alle Fragen zu dem Rätsel lassen sich mit dem Listening lösen.

Nachdem um die Jahrhundertwende die Anzahl der evangelischen Bürger in der katholischen Deutschordensstadt auf 250 angewachsen war, wurde 1909 ein protestantischer Kirchenbauverein mit 48 Mitgliedern und 3 Goldmark Jahresbeitrag gegründet, der im ganzen südlichen Mittelfranken Mittel für einen Kirchenbau sammelte und noch vor dem 1. Weltkrieg ein Grundstück im Holzgarten an der Ringstraße westlich des Schlosses erwarb.

Der so gesicherte Baugrund wurde jedoch nicht als ideal angesehen, und 1912 trat der 1. Vorsitzende des Kirchenbauvereins Friedrich Lang an den Stadtmagistrat Ellingen mit der Bitte heran, für den Kirchenbau eine Fläche im nunmehrigen „Stadtgarten“ im Tausch gegen das erworbene Grundstück zu überlassen. Durch den Kriegsausbruch verzögerten sich jedoch die weiteren Aktivitäten. Obwohl in der Inflation von 1923 das gesamte Vermögen des Vereins, das 1914 11.300 Goldmark umfasste verloren ging, wurde im gleichen Jahr unter dem Weißenburger Pfarrer Friedrich Veit als Vorsitzenden der Ev.-luth. Kirchenverwaltung Ellingen zusammen mit Paul König als neuem Vorsitzenden des Kirchenbauvereins Ellingen ein zweiter Anlauf genommen.

Der Architekt Professor German Bestelmeyer plante einen achteckigen Zentralkirchenbau mit Zeltdach, gegliedert in eine Eingangshalle mit den Treppen zur Empore nach Westen und einen zwiebelbekrönten Turm mit niederen Anbauten für Sakristei und Konfirmandenunterricht auf der Ostseite an.

Bestelmeyer, einer der Protagonisten des konservativen Bauens im Deutschen Reich der 20er Jahre, studierte in München, plante und errichtete zahlreiche Großbauten, unter anderem den Erweiterungsbau der Ludwig-Maximilians-Universität in München wie auch eine Reihe von Sakralbauten in ganz Bayern.

Zu Verzögerungen beim Bau kam es, als am 4. Oktober des Jahres 1924 der bis auf eine Höhe von 13,5 m gewachsene Kirchturm einstürzte. Da das Unglück in der Mittagspause passierte, kam gottlob niemand zu schaden. Arnold, Bauverwalter beim Landbauamt Eichstätt, beschrieb in seinem Gutachten die eingetretene Situation: „Die Umfassungen und Zwischenmauern der Kirche und deren Nebenräume standen unversehrt; nur die vordere Kirchenwand, welche gleichzeitig die südliche Seite des Turmes bildet, war wohl auf eine Höhe von ca. 5 m stehen geblieben, hatte aber durch die Erschütterung anlässlich des Turmeinsturzes eine starke Ausbauchung erhalten. Von dem bis zu 13,50 m Höhe gemauerten Turm waren drei Seiten eingestürzt, während die vierte Seite im unteren Teile nach außen geschoben, im oberen Teile nach innen geneigt, auf die ganze Höhe von Rissen durchzogen stehen geblieben ist. Probleme bei der Errichtung des Bauwerks scheint es indes bereits vorher gegeben zu haben, denn die Umsetzung des Bauwerks vom Plan in die Realität bereitete offenbar große Schwierigkeiten, die heute noch deutlich sichtbar sind: Der achteckige Zentralraum ist in seiner Längsachse um 30 cm aus seiner Mitte verschoben, was zu einer asymmetrischen Anordnung von Altar, Empore und Orgel führte.

Der Einsturz führte zu einer verstärkten Unterstützung des Baus durch die Nachbargemeinden, so dass trotz der eingetretenen Verzögerungen die Kirche am 29. November 1925, dem 1. Advent, eingeweiht werden konnte. Pfarrer Friedrich Veit aus Nürnberg, der in seiner siebenjährigen Amtszeit in Weißenburg den Bau maßgeblich vorangetrieben hatte, hielt in Anwesenheit seines Vaters, des Kirchenpräsidenten D. Veit aus München, die erste Predigt in der neuen Kirche.

Bei ihrer Einweihung war die Kirche jedoch in ihrer Ausstattung keineswegs komplett.1930 erhielt sie die zweite Glocke und 1935 die Steinmeyer-Orgel. Schließlich erhielt Akademieprofessor Hermann Schorer, damaliger Leiter der Bildhauerabteilung an der aus Nürnberg ausgelagerten Akademie der bildenden Künste im Ellinger Schloss den Auftrag für ein Kruzifix ohne Nebenfiguren. „Der körperliche Typus dieses Gekreuzigten hat nichts zu tun mit dem `schönen Menschen‘ der Renaissance; es ist der `asthenische‘ Körpertypus des geistigen Menschen, der für unsere Vorstellungen beinahe eine Voraussetzung für die Auserwähltheit im Religiösen darstellt“, schreibt Gürsching 1955 über das Werk. Im Zuge einer größeren Renovierung zur 50-Jahrfeier wurde 1975 der ‚provisorische Altar von 1925 durch einen Steinaltar des Bildhauers Reinhard Fuchs ersetzt. Vom gleichen Künstler erhielt das Kruzifix an der Rückwand eine neue Fassung.

Der Bau der evangelischen Kirche war der letzte und entscheidende Schritt zu einer ökumenischen Stadt. Aus der Frontstadt des katholischen Deutschen Ordens war nunmehr auch sichtbar im Stadtbild ein Ort des friedlichen Nebeneinanders der Glaubensgemeinschaften geworden: die katholischen Kirchen, die Synagoge in der Neuen Gasse und die neue Kirche im Stadtgarten kündeten von der konfessionellen Vielfalt der Stadt Ellingen. Aber auch als Ort der Baukunst hat sich die ehemalige Residenzstadt des Deutschen Ordens von neuem profiliert. Neben den großartigen Bauwerken des 18. Jahrhunderts und den späten Schöpfungen Sep Rufs an der Hausner Gasse reiht sich die evangelische Pfarrkirche von German Bestelmeyer mit eigener Würde in das großartige baukünstlerische Erbe der Stadt Ellingen ein.  (aus: Villa Nostra 1/1996)

Das Betreten des Privatgeländes ist erlaubt und mit dem Besitzer abgesprochen! 

 

Beantworte folgende Fragen zum Listening, um an die Finalkoordinaten der Dose zu gelangen!

  1. In welchem Jahr wurde die Christuskirche eingeweiht?  _ _ _ _
  2. Wann trat der 1. Vorsitzende des Kirchenbauvereins Friedrich Lang an den Stadtmagistrat Ellingen mit der Bitte heran, für den Kirchenbau eine Fläche im nunmehrigen „Stadtgarten“ im Tausch gegen das erworbene Grundstück zu überlassen.  _ _ _ _
  3. Wie hoch war der Kirchturm bei seinem Einsturz  _ _ _ _ cm (Achtung Einheit)
  4. Um wieviel ist der achteckige Zentralraum ist in seiner Längsachse verschoben    _ _ cm
  5. Wie lange war Friedrich Veit aus Nürnberg in Weißenburg tätig?  _ Jahre
  6. Wann erhielt die Christuskirche ihre zweite Glocke?  _ _ _ _
  7. Wann erhielt die Christuskirche ihre Orgel?   _ _ _ _
  8. Wie lange war der provisorische Altar „im Dienst“  _ _ Jahre
  9. Aus welchem Jahrhundert sind die anderen großartigen Bauwerke Ellingens?   _ _
  10. Wie alt wurde die Christusirche im Jahre 2025?  _ _ _  Jahre

Berechnung der Koordinaten?

  1. Addiere alle Zahlen zusammen = Summe
  2. Bilde die Quersumme aus der Summe (aus 1.)
  3. A = 1 Ziffer der Summe
  4. B = 2 Ziffer der Summe
  5. C = 3 Ziffer der Summe
  6. D = 4 Ziffer der Summe
  7. E = 1 Ziffer der Quersumme
  8. F = 2 Ziffer der Quersumme

N 49 03. C;  D ; A+B-C    E 010 58. (A+F-B-E):4;  D+1;  F

 

So nun habt ihr einen Überblick über unsere Kirche!

Ach ja, die Kirche freut sich über jeden Besuch tretet herein, verweilet, haltet inne oder betrachtet einfach das Gemälde an der Kirchendecke.  Unser Christus der gerade Hilfe von kleinen Schlupfwespen bekommt,( damit er uns weiterhin erhalten bleibt, den der Holzwurm ist sein Untermieter)  freut sich bestimmt über jeden Besuch, den Niemand ist gerne allein.

 

 

 

 

Additional Hints (No hints available.)

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