Vor einem Jahr stellte der Alte Schwede eine seltsame Anomalie fest. Eigentlich ist es ja immer so, dass nach einem Ortsausgang auch der Ortseingang der nächsten Nachbargemeinde folgt. Wirklich immer? Irgendetwas verwirrte ihn so sehr, dass er sich hilfesuchend bei mir meldete. Als Experte für unendliche Sackgassen, frustrierte Leitplanken usw. kenne ich mich ja etwas mit solchen Phänomenen aus. Aber seine Beobachtung konnte ich mir auch nicht erklären und ich schaute mir das mal vor Ort an. Bisher war mir eigentlich klar, dass nach H … F oder so was kommt oder B…….. Moment, was, B…….? Das kann doch gar nicht sein. Oder doch?

Nun hatten wir beide diese seltsame Beobachtung gemacht und wir vermuteten, dass es in Südbaden ein terrestrisches Wurmloch geben muss. Also machten wir uns auf die Suche nach mehr Details. Zunächst begaben wir uns zum "Amt für interdimensionale Abkürzungen und Wurmlöcher" (AIAW). Die verwiesen uns aber dann zum "Ministerium für interstellare Tunnel und Dimensionsabkürzungen" (MITDA). Die konnten uns aber auch nicht weiterhelfen und sie schickten uns zum "Amt für galaktische Schnellreisen und Wurmlochverwaltung" (AGSW). Da konnte man uns wenigstens ein bisschen unterstützen aber so richtig fündig wurden wir schließlich beim "Büro für Raumzeit-Verknotungen und Wurmloch-Management" (BRVW). Erst wollte man uns Zivilisten keine Auskunft über das südbadische Wurmloch geben. Erst als wir uns dann als Mitglieder der IGCWA (International Geocaching Wormhole Association) zu erkennen gaben, bekamen mir weitere Informationen.
Das Wurmloch entstand im Mai 2000, als in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon an der Position N45° 17.458 W122° 24.800 ein schwarzer Plastikeimer hinterlegt wurde. In dem Eimer befanden sich CDs, eine Videokassette, eine Dollarnote, ein Buch, eine Steinschleuder und eine Konservendose mit Bohnen. Die Konservendose mit den Bohnen war allerdings etwas verhängnisvoll. Nach wenigen Stunden explodierte die Dose und riss für wenige Nanosekunden einen Spalt ins Raum-Zeit-Kontinuum. Als Folge daraus entstand eine Wurmlochverknotung in Deutschland im südbadischen Raum. Diese Verknotung ermöglicht es nun, eine Strecke von knapp 50km innerhalb von Femtosekunden, also mit ca. billionenfacher Lichtgeschwindigkeit, zurückzulegen. Lasst uns gemeinsam auf diese Reise gehen. Ach so! Da war ja noch was. Über die Jahre verschiebt sich das Wurmloch um ein paar Meter. Mittlerweile haben sich Eingang und Ausgang um ein paar Meter verschoben. Aber noch scheint es stabil zu sein. Zum Beispiel in dem Film bzw. der Fernsehserie Stargate. Auch dort braucht man verschlüsselte Koordinaten, wo man aus dem Wurmloch rauskommen möchte. Achtung bei Falscheingabe. Es könnte sonst passieren, dass man statt 50 Kilometer eine Reise von 50 Trilliarden Kilometer macht oder sogar nie wieder aus dem Wurmloch herauskommt.
Geht nun zu den Startkoordinaten und haltet Ausschau nach folgendem.
Schopfheim AB
Brombach C,D
Kandern EF
Tumringen G,H
Rheinfelden (Baden) IJ
Ottwangen K,L
Mit dieser Information könnt ihr nun den Eintrittspunkt ins Wurmloch berechnen:
N 47° 3J.KDD E 7° 4L.DJ(A+B+E)
Bevor ihr euren Wurmlochnavigator auf die Austrittskoordinaten programmieren könnt, müsst ihr erst B…… finden.
M = QS von BWW von B……
Nun könnt ihr nun den Aussprungpunkt programmieren.
N 4M° C(E+I).KKJ E 7° 4(H-I).BFJ
Wie oben geschrieben, reist man so um die 50 Kilometer. Wenn ihr euch bei dem Ergebnis nicht sicher seid, schaut im Hinweis nach. Die Gefahr, womöglich in einer anderen Galaxie zu landen, ist zu groß. Ihr könnt auch zur Sicherheit mit dem Cachemobil oder ganz Sportliche auch mit dem Fahrrad zum Austrittspunkt fahren.
Wenn du aus dem Wurmloch wieder draußen bist, kontrolliere, ob noch alles an dir dran und nichts von dir im Wurmloch zurückgeblieben ist. Nun solltet ihr ein Schild sehen, wo auf einer Seite H……… und auf der anderen Seite B…… steht. Damit könnt ihr die letzten Codeschnipsel bestimmen.
X = BWW von H………
Y = BWW von B…….
Nun hast du alle Informationen, um die Koordinaten des Finals zu berechnen.
N 4M° C(E+I).X+563 E 7° 4J.Y+232
Sicher ist das Auffinden der Dose für einen Wurmlochreisenden ein Kinderspiel. Für den Rückweg habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder wieder mit dem Cachemobil, dem Fahrrad oder wieder durch das Wurmloch. Haltet dazu Ausschau nach GCAZJQ1.
Über ein Jahr hat es von der ersten Idee bis zur Umsetzung gedauert und es hat einige Wurmlochreisen benötigt, bis alles halbwegs schlüssig zu den beiden Wurmlochmulties zusammengefasst werden konnte. Am Ende wurde auch das Betatesterteam ordentlich gestresst. Aber die Berechner, Drübergucker und Korinthenkacker haben einen super Job gemacht. Vielen Dank an alle!
Wir wünschen nun allen viel Spaß bei euren Wurmlochreisen.
Der Alte Schwede und 3links