"Glück Auf!"
...so grüßen die Bergleute. Der Gruß kam Ende des 16. Jahrhunderts im Erzgebirge auf. Er beschreibt zum einen die Hoffnung der Bergleute darauf, dass sich "Erzgänge auftun" (und sich damit die Arbeit im Berg überhaupt lohnt); andererseits wird damit der Wunsch nach einem wohlbehaltenem Ausfahren aus dem Bergwerk nach der Schicht ausgedrückt.
Die bekannteste Umsetzung des Grußes findet sich im "Steigerlied", welches wohl schon im 16. Jahrhundert ebenfalls im Erzgebirge entstand. 2023 wurde das Singen des Steigerlieds in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen.
Glück auf, Glück auf ! Der Steiger kommt,
|:und er hat sein helles Licht bei der Nacht,:|
|:schon angezünd‘t:|
Hat’s angezünd‘t, das gibt ein Schein,
|:und damit so fahren wir bei der Nacht,:|
|:ins Bergwerk ein:|
Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut‘ sein,
|:die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,:|
|:aus Felsgestein:|
An den Listingkoordinaten ist nichts (mehr) zu finden - hier war mal der Schacht 402, ein Wetterschacht der Wismut. Das Fördergestell ist längst abgetragen und der Schacht verschlossen. Die Dose findet ihr bei:
N 50° 59.
Hängen + langsam fahren | Auf³ | Selbstfahrt
E 013° 42.
Halt | Gestell frei | Seilfahrt
LesHommesSauvages wünschen viel Spaß!