Ein kleiner Cache beim Klostergarten/Kreuzgang an der ehemaligen Augustinerklosterkirche
Das ehemalige Augustinereremitenkloster liegt am östlichen Altstadtrand von Landau in der Pfalz, seine Gründung ist nicht mehr rekonstruierbar. Sie erfolgte vermutlich im 13. Jahrhundert, der erste eindeutige Beleg für das Kloster stammt aus dem Jahr 1345.
Der Bau der heutigen Kirche geht auf den Anfang des 14. Jahrhunderts zurück, der Kreuzgang entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Er liegt an der Nordseite der gotischen Basilika und war ehemals von dieser und von Klostergebäuden umschlossen. Im 18. Jahrhundert wurde der Kreuzhof um mehr als das Doppelte nach Westen erweitert. Der mittelalterliche westliche Kreuzgangflügel musste damals weichen, die Westseite des Kreuzhofes wird seitdem von dem barocken Erweiterungsgebäude des Klosters begrenzt. Der nördliche und östliche gotische Kreuzgang wurden mit der Klausur überbaut. An der westlichen Wand zum Kreuzhof befindet sich noch heute ein barockes steinernes Kreuz, das vermutlich aus dem bis zur Klostererweiterung bestehenden Klosterfriedhof stammt.
Im Zuge der französischen Revolution wurden die Mönche im ausgehenden 18. Jahrhundert vertrieben und die Augustinerkirche profaniert. Im 19. Jahrhundert kam es zur Neuweihe der Kirche, die seitdem den Namen Heilig Kreuz trägt und nach einer zwischenzeitlichen Nutzung als Garnisonskirche als katholische Kirche genutzt wird. Nach der teilweisen Zerstörung von Kirche, Klostergebäude und Kreuzgang im Zweiten Weltkrieg erfolgte in den 1950er Jahren der Wiederaufbau und in den 1980er Jahren eine Restaurierung des Kreuzgangs. Dieser war bereits im Mittelalter nicht für eine gewölbte Überdachung vorgesehen, Strebepfeiler fehlen. Dicht aneinander gesetzte, spitzbogige gotische Arkaden prägen die Kreuzgangfassaden von Nord-, Ost- und Südflügel. Der Kreuzgang wurde unter Denkmalschutz gestellt und gehört zu den am besten erhaltenen in der Pfalz.
Der Kreuzhof wurde im Jahr 2003 grundlegend umgestaltet. Heute gliedert ein Wegekreuz die Fläche in vier Rasenstücke, die von Buchshecken, Hochstammrosen und Stauden eingefasst sind. Dabei entspricht das Wegekreuz einer Katasteraufnahme von 1830. In der Mitte des Gartens steht ein Taufstein der angrenzenden Kirche aus der Zeit um 1700. Aus dem Taufstein sprudelt Wasser, am Rande des Kreuzgartens befinden sich Bänke.
(Text von: Monika Vogel, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2017)
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