Umgehungsbahnen wurden im Rahmen des Ausbaues vieler Eisenbahnknotenpunkte angelegt, um den Bereich des Hauptbahnhofes durch Verlegen des Güterverkehrs auf die Umgehungsbahn und somit seiner Trennung vom Personenverkehr zu entlasten. Ferner dienen sie zur Umfahrung von Kopfbahnhöfen für durchgehende Züge.
An vielen Umgehungsbahnen wurden auch Rangierbahnhöfe angelegt, wobei die Umgehungsbahn in diesen Fällen neben der Entlastungsfunktion dem Anschluss des Rangierbahnhofes an die einzelnen Strecken des Knotenpunktes dient. Andere Umgehungsbahnen führen den Güterverkehr von einem an einer der Strecken des Eisenbahnknotens gelegenen Rangierbahnhof zu dessen anderen Strecken um die Stadt herum oder stehen, wie zum Beispiel in Bremen oder Oviedo, nicht mehr bzw. überhaupt nicht mit einem Rangierbahnhof in Zusammenhang.
Die Verlegung des Güterverkehrs auf Umgehungsbahnen ermöglichte oft auch den Ausbau der vorher bereits vorhanden gewesenen Strecken und Bahnhöfe für den Personenverkehr und Entlastung der Zugfrequenz der ihn umfahrenden Streckenabschnitte.
Quelle: Wikipedia