Bei unserer Recherche für den ALC „Neudietendorf #3: Fast vergessene Orte“ stießen wir auch auf die Klemmsmühle. Da uns die Auswahl von 5 Stationen eh schon schwer fiel und sie ein ganzes Stück außerhalb des Ortes liegt, wollen wir ihr einen eigenen Tradi widmen.
Zur Geschichte:
Der Ort Dietendorf, erstmals 1147 als Ditendorp urkundlich erwähnt, verfügte seit dem Mittelalter über zwei Mahlmühlen: die Bergmühle am westlichen Ortsrand und die Untermühle in der Untergasse. Beide stehen noch heute und wurden zu Wohnhäusern umgebaut.
Die Klemmsmühle wurde 1839-1841 von Johann Gottlieb Klemm erbaut und befindet sich auf der Gemarktungsgrenze von Sülzenbrücken, Apfelstädt, Neudietendorf und Kornhochheim. Sie besaß eine Walzstuhl- und Sichtmaschinenanlage aus der Königshütte Bad Lauterberg im Harz. Diese hatte der damalige Mühlenbesitzer Otto Nitsche in Auftrag gegeben (Quelle: www.komoot.com). Auch diese Mühle wird nicht mehr als solche betrieben.
Gemeinsam ist allen drei Mühlen, dass sie vom Weidbach angetrieben wurden. Entstehend aus zwei Quellbächen, die sich im Ortsgebiet von Mühlberg vereinigen, wird er durch die Spring-Quelle verstärkt und heißt ab dort Weidbach. Schon in Mühlberg versorgte er vier Mühlen mit seinem Wasser. Nach 10 km Lauflänge mündet er in Neudietendorf in die Apfelstädt.