Unter Misteln
Eine besonders interessante Stelle mit altem Baumbestand. Dies ist der erste Geocache vom Schülertrüppchen HADW mit (HarryHoof).
Nicht nur für "Verliebte" ein besonderer Ort, wenn mal grad kein Mistelzweig in der Nähe ist.
Achtung: vor herabfallenden Ästen (gerade bei Wind) und bei winterlichen Wetterbedingungen findet auf dieser offiziellen Straße kein Räum- und Steudienst statt. Wie immer alles auf eigene Gefahr.
Nehmt ruhig etwas mit, natürlich freuen wir uns über Herzchen die ihr zurück lasst, ihr müsst aber nicht tauschen ...
Info zu Misteln:
Die Heilpflanze Mistel hat eine eher unschöne Bezeichnung: Halbschmarotzer. Dieser kommt ihr zu, da sie kein typisches Wurzelwerk ausbildet. Stattdessen wächst Viscum an einem Wirt. Für gewöhnlich sind solche Wirtspflanzen Bäume. Die Mistel bildet sogenannte Saugwurzeln, mit denen sie in das Holz des Baumes eindringt.
Ist die Pflanze in ihren Wirtsbaum eingedrungen, bezieht sie von diesem Wasser und Nährstoffe. Dennoch ist die Mistel kein „ganzer“ Schmarotzer. Denn im Gegensatz zu vollständigen Schmarotzer-Pflanzen ist es ihr möglich, selbstständig Photosynthese zu betreiben. So benötigt sie die Stoffwechselprodukte ihres Wirtsbaumes nicht.
Doch wie kommen Misteln auf Bäume? Vögel bringen die Halbschmarotzer dorthin. Dies geschieht entweder über den Kot oder die klebrigen Beeren, die am Schnabel der Tiere hängen bleiben. Laut Bund Naturschutz übertragen 27 Vogelarten die sagenumwobene Pflanze.
Misteln und Mythen: Was sollten Sie darüber wissen?
Nur wenige Pflanzen sind in unterschiedlichen Mythologien gleichermaßen bekannt. Die Mistel ist eine von ihnen. Denn egal ob Griechen, Kelten oder Germanen: Die parasitäre Blühpflanze kommt in zahlreichen Sagen und Legenden vor. So galt die Mistel den Galliern als Symbol des ewigen Lebens, in der Schweiz gilt sie bis heute als Symbol der Fruchtbarkeit.
In der germanischen Mythologie soll der Sonnengott Balder durch einen Mistelzweig getötet worden sein. Danach war sein Haus zu seiner Wiedergeburt mit Misteln geschmückt, denn ihnen wurde eine Wirkung gegen böse Geister nachgesagt. Nicht verwunderlich, dass auch Druiden die Pflanze für volksheilkundliche Zwecke nutzten.
Heutzutage findet man Misteln vor allem zur Weihnachtszeit an Häusern. In Skandinavien und England bedeutet ein Kuss unter dem Mistelzweig eine schöne Zukunft für Paare. In Frankreich werden an Neujahr Freunde und Verwandte unter einem Mistelzweig geküsst, um Glück für das kommende Jahr zu beschwören.
Steckbrief: Das Wichtigste zur Mistel
- Mistel: Heilpflanze aus der Familie der Doldengewächse
- Lateinischer Name: Viscum (Viscum album ist dabei die bekannte weißbeerige Mistel)
- Auch bekannt als: Hexenkraut, Donarbesen, Geißenchrut, Druidenfuß, Wintergrün
- Heilwirkung: beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend
- Einsatzgebiet: Verdauungsprobleme, Bluthochdruck, Fieber, ergänzend in der Krebstherapie, bei Ekzemen oder Geschwüren
- Wirkstoffe: Mistellektine, Viscotoxine, Peptide, Flavonoide, Oligosaccharide, Polysaccharide, Thiole
- Botanik: Misteln sind sogenannte Halbschmarotzer, die auf einer Wirtspflanze wachsen und ihr Wasser und Nährstoffe entziehen, aber selbst Photosynthese betreiben können. Die klebrigen Beeren bleiben an Vögeln hängen, wodurch sich die kugelförmig wachsende Pflanze verbreitet.
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