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Seenotretter im Süden: Verloren im Watt Mystery Cache

Hidden : 4/10/2025
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Seenotretter im Süden: Verloren im Watt

 

Dieser Mystery-Cache soll ein wenig über die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schifbrüchiger (DGzRS - "Die Seenotretter") aufklären, die seit ihrer Gründung im Jahre 1865 mehr als 87.000 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit hat. In Norddeutschland kennt sie fast jedes Kind, aber die süddeutschen Landratten haben naturgemäß wenig Berührungspunkte mit dem Thema "Seenot". Dem soll dieser Cache ein wenig entgegenwirken.

Mensch über Bord, Brand im Maschinenraum, Wassereinbruch auf einem Fischkutter, ein schwer verletzter Seemann auf einem Frachtschiff, Blinddarmentzündung auf einem Kreuzfahrer, ein erschöpfter Surfer, von der Flut überraschte Wattwanderer – für den Ruf nach den Seenotrettern gibt es viele Gründe. Aber auf jeden erdenklichen Notruf lautet die Antwort: „Wir kommen!“

Die DGzRS ist ein gemeinnütziger Verein, der für den maritimen Such- und Rettungsdienst vor den deutschen Küsten zuständig ist. Obwohl die DGzRS also nichtstaatlich ist, hat die Bundesrepublik Deutschland ihr diese hoheitliche Aufgabe übertragen. Um diese Aufgabe - d.h. die Leitung, Koordination und Durchführung von Such- und Rettungsmaßnahmen auf See - zu erfüllen, betreibt die DGzRS nicht nur rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote verschiedener Größen, sondern auch die deutsche Rettungsleitstelle See (international: Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC) in Bremen.

Das Einsatzgebiet der Seenotretter erstreckt sich von der Emsmündung im Westen bis zur Pommerschen Bucht im Osten über rund 3.660 Kilometer Küstenlinie. Mehr als 1.000 Seenotretter sind Jahr für Jahr rund 2.000 Mal im Einsatz – rund um die Uhr und bei jedem Wetter.

Die DGzRS nimmt ihre selbst gewählte Aufgabe unabhängig und eigenverantwortlich wahr. Dabei ist die DGzRS keine Hilfsorganisation, sondern hat Garantenfunktion, d.h. (vereinfacht ausgedrückt) sie ist gesetzlich verpflichtet, die ihr übertragenen Aufgaben wahrzunehmen.

Eine hohe Stationsdichte macht es möglich, innerhalb kurzer Zeit mehrere Seenotrettungskreuzer und -boote am Einsatzort zu haben.
Seenotrettungskreuzer sind speziell für den maritimen Such- und Rettungsdienst entwickelte, äußerst seetüchtige Schiffe mit Tochterboot. Sie sind ständig einsatzbereit und in der Regel rund um die Uhr mit fest angestellten Seenotrettern besetzt. Die 20 Seenotrettungskreuzer der DGzRS sind an wichtigen Küstenpunkten stationiert und sichern vor allem die Großschifffahrtswege.
Seenotrettungsboote wiederum sind kleinere, aber nicht weniger seetüchtige Fahrzeuge ohne Tochterboot. Sie werden wenige Minuten nach Alarmierung besetzt und von freiwilligen, ehrenamtlich tätigen Besatzungen gefahren. Die rund 40 Seenotrettungsboote der DGzRS sind zwischen den Seenotrettungskreuzern stationiert, fahren die meisten Einsätze eigenständig, arbeiten aber auch sehr eng mit den Kreuzern zusammen – sozusagen als dauernd abgesetzte Tochterboote.

Alle Rettungseinheiten der DGzRS zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbstaufrichtend sind. Das bedeutet, dass sie sich von selbst wieder in eine normale Schwimmlage aufrichten, falls sie kentern (umkippen) sollten. Die "Hermann Marwede", der Seenotrettungskreuzer der Station Deutsche Bucht/Helgoland ist nicht nur der größte Seenotrettungskreuzer der Welt, sondern auch das größte selbstaufrichtende Schiff der Welt.

Viele Seenotfälle gehen einher mit medizinischer Erstversorgung. Dafür sind die Seenotretter entsprechend ausgebildet. Die Seenotrettungskreuzer verfügen jeweils über ein umfangreich ausgestattetes Bordhospital. Die Ausrüstung dort ist vergleichbar mit der eines Rettungswagens an Land.
Geht es über medizinische Erstversorgung hinaus, stehen auf allen Stationen Ärzte und Notfallsanitäter für den Einsatz auf See zur Verfügung, oftmals ehrenamtlich beispielsweise als freiwillige Seenotärzte. Auch mit den Landrettungsdiensten arbeiten die Seenotretter eng zusammen. Oftmals fliegen auch Hubschrauber medizinisches Personal hinaus auf See und setzten es mit einer Winde an Bord der Seenotrettungskreuzer ab.

 

Nun zum Rätsel...

(Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.)

Wattwandern! Schon lange hast du dir vorgenommen, mit deiner Familie einmal die raue Schönheit des norddeutschen Wattenmeers zu erkunden, wenn du mal an der Küste sein solltest. Dieses Jahr ist es soweit: ein alter Studienkollege heiratet und hat dich und deine Familie nach Cuxhaven eingeladen. Damit sich die lange Fahrt aus Neu-Ulm auch so richtig lohnt, verlängert ihr das Wochenende und macht einen Kurzurlaub am Zusammenfluss von Elbe und Weser. 

Am Tag nach der Feier ist das Wetter zwar nordisch-typisch ziemlich bewölkt und sehr windig, aber davon lasst ihr euch nicht abhalten, euren Plan einer Wattwanderung umzusetzen, und herauszufinden, ob ein Kilowatt tatsächlich zwei Pfund Schlick sind.


Der Leitdamm in Cuxhaven. Foto: Hartmut Mester.

Ihr macht euch also auf und nach einem Abstecher zur Kugelbake, Cuxhavens Wahrzeichen, marschiert ihr entlang des Leitdammes auf dem freiliegenden Meeresboden hinaus in die Wildnis, die ganz andersartig ist, als ihr sie von daheim kennt. Immer weiter geht es hinaus in die offene Landschaft und je weniger Mit-Wattwanderer ihr um euch herum habt, umso entspannter werdet ihr, weil ihr endlich den Stress der Reise und die aufregende Feier hinter euch lassen und in der Weite des Duhner Watts einmal so richtig herunterfahren könnt. Aufregend wird es, als eure Kinder euch einen seltsam transparenten Stein zeigen, den sie gefunden haben, und den ihr schnell als Bernstein identifiziert. Von da an gibt es kein Halten mehr: jeder Stein wird analysiert, jede Muschel umgedreht und sogar ein paar Probebuddeleien werden unternommen, weil sich im Schlick ja viellleicht noch weitere Schätze verstecken könnten. Kurzum: die ganze Familie ist vom Schatzsucher-Fieber gepackt.

Doch dann passiert es: auf den rutschigen Steinen des Leitdammes verlierst du das Gleichgewicht und stürzt! Ein stechender Schmerz durchzieht den Sprunggelenk und schnell schwillt es an... das sieht nach einer üblen Verstauchung aus! Glücklicherweise ist wohl nichts gebrochen, aber der Schatzsucher-Spaß ist vorbei. Ihr macht euch auf den Rückweg, aber da du nur unter großen Schmerzen auftreten kannst, kommt ihr nur sehr langsam voran.

Langsamer als die Flut, die schon vor einiger Zeit eingesetzt hat und euch nun langsam, aber stetig einholt.

Bald schon erreicht das Wasser eue Füße, kurz darauf steht ihr bis zu den Knöcheln in der Nordsee und es wird euch sehr deutlich, dass ihr es auf keinen Fall rechtzeitig zurück zur Küste schaffen werdet. Zum Glück hast du die 6-stellige Telefonnummer der Rettungsleitstelle See in deinem Smartphone gespeichert und kannst so direkt einen Notruf an die Seenotretter absetzen. 

Bei einem Anruf an diese Notfallnummer werden die Standortdaten automatisch an das MRCC in Bremen übermittelt, so dass der Disponent ohne große Verzögerung den Rettungskreuzer "Anneliese Kramer" aus Cuxhaven in Marsch setzen kann. Die etwa 3,2 Seemeilen Strecke zwischen Liegeplatz und eurem Standort legt der Kreuzer in wenigen Minuten zurück. Da er aufgrund seines Tiefgangs nicht selbst bis an den Leitdamm heranfahren kann, auf den ihr euch inzwischen geflüchtet habt, wird das Tochterboot "Mathias" abgesetzt, welches sich euch vorsichtig nähert und schließlich an Bord nimmt. 


Tochterboot "Mathias". Foto: DGzRS

Auf dem Rettungskreuzer angekommen werden ihr sofort in warme Decken gepackt und dein verstauchter Fuß ist bereits bestens versorgt, noch bevor ihr ansonsten wohlbehalten und mit einer aufregenden Story für eure Freunde im Gepäck wieder in Cuxhaven ankommt.

Für die Rätselaufgabe brauchst du nun ein paar Informationen über die beteiligten Stationen und Rettungseinheiten der Seenotretter:

 

Variablen:

a = Brennstoffvorräte der Anneliese Kramer in Litern (ohne Reserve)

b = Jahr in dem das erste Ruderrettungsboot in Cuxhaven stationiert wurde

c = 6-stellige Telefonnummer, unter der man die Rettungsleitstelle See in Küstennähe aus dem deutschen Mobilfunknetz erreicht

d = Produkt der Buchstabenwerte des Rufzeichens der Anneliese Kramer

Die UTM-Koordindaten für das Finale lauten: 32U E (556450 + a + b) N (5234929 + c + d)

 

Das Döschen ist nicht wasserdicht, bitte das Logbuch nach dem Loggen wieder in die Plastiktüte stecken!

Anmerkung des Owners: Nach meinem Verständnis ist der Cache Rollstuhl-geeignet - allerdings ist zum Erreichen des Caches ist ein kleiner Grünstreifen zu überwinden. Das Spoilerbild zeigt die Situation vor Ort. Falls dies wider Erwarten doch nicht Rollstuhl-geeignet sein sollte, dann bitte ich um Info. Selbstverständlich werde das Listing entsprechend anpassen! Falls mir jemand anders herum bestätigen kann, dass der Cache Rollstuhl-geeignet ist, dann wäre ich für diesen Hinweis ebenfalls dankbar. 

Handicaching-Rating: http://www.handicaching.com/show.php?waypoint=GCB3RKR

 

Weitere Caches aus der "Seenotretter im Süden"-Reihe:

  • Ein Schlauchboot in Seenot: GCB464X
  • Havarie der "Ulmer Spatz": GCB3RM9
  • Unfall auf der Kreuzfahrt: GCB3RKX
  • BONUS - Notruf-Rendezvous: GCB5GNQ

Doku zum Thema: Gefahr im Watt: Seenotretter im Einsatz für Wattwanderer.

 

Additional Hints (Decrypt)

Qnax qre Culfvx fryofgunsgraq.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)