DDR 1 #11 – Dittrichhütter Weg, in der Kurve
Die Döschnitzer Runde
Anfang des 17. Jhd. begann im Amt Schwarzburg-Königsee im großen Umfang die Herstellung von Arznei (Olidäten). Dabei war das Privileg, Spiritus zu destillieren, der als Voraussetzung für die Arzneiherstellung galt und um Arznei zu fertigen, vorerst nur den Klöstern, den Stadt- und Hofapotheken vorbehalten.
1665 erhielten die Einwohner von Döschnitz das Recht, in ihren eigenen Häusern zu malzen, brauen, schenken, schlachten und backen. 1679 wurden in den Steuerlisten von Döschnitz schon 1 Branntweinbrenner und 1 Olidätenhändler, im Jahr 1684 der 1. Laborant genannt. 1711 gab es 2 Laboranten und 4 Olidätenhändler im Ort.
Bereits um 1734 werden Touren der Olidätenhändler nach Westfalen, Sachsen, Schweiz, Tirol, Böhmen, Ungarn, Polen, Holland usw. genannt. Vor der Reise packten die Händler ihre Olidäten sorgfältig in ein „Reff“ oder in einen Ranzen. Deshalb erhielten die Olidätenhändler wohl den Beinamen Buckelapotheker oder Ranzert.
(Quelle:“ Festschrift zum 750jährigen Jubiläum des Ortes Döschnitz“)