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Ritterstein 90: Zum Kanzelfelsen Multi-Cache

Hidden : 3/15/2025
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:





Der Ritterstein Zum Kanzelfelsen mit den Inschriften der Teilung der Haingerade 108 ← Schr. (Ritterstein Nr. 90) befindet unmittelbar unterhalb des Kanzelfelsens westlich der Straße von Breitenstein zum Totenkopf.

Etwa 120 m weiter nordöstlich befindet sich der Ritterstein Zum Kanzelfelsen 120 ← Schr. (Ritterstein Nr. 91).

Die Inschriften der Rittersteine weisen auf den Kanzelfelsen hin, auf dem sich Inschriften zur Erinnerung an die Teilung der fünften Haingeraide sowie zahlreiche Hauszeichen befinden.

Der kleine Kanzelfelsen ist ein mächtiger Fels an der Ostseite des 488 Meter hohen Kanzelbergs im Pfälzerwald. Auf dem Felsen ist eine Inschrift aufgetragen, die die Teilung der fünften Haingeraide behandelt. Diese Waldgenossenschaft war ein Zusammenschluss der Ortsgemeinden Diedesfeld (heute Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße), Kirrweiler, Maikammer und Sankt Martin. Die Haingeraidegenossenschaften gehen auf das frühe Mittelalter zurück. Die Holznutzung in den Haingeraiden war ein wichtiges Rückgrat der Grundversorung der Bewohner der jeweiligen Gemeinden.

Im Verlauf der Jahre 1821 bis 1826 wurde die Teilung der fünften Haingeraide (auch vierte Mittelhaingeraide) durchgeführt. Als wesentliche Gründe dafür werden der schlechte Zustand des Waldes, die Mängel in der Verwaltung des Genossenschaftssystems sowie Neid und Missgunst der Geraidegenossen benannt. Natürlich spielte auch die grundlegend neue Ausrichtung der Forstverwaltung durch die bayerische Regierung eine Rolle. Im Intelligenzblatt von 1827 wird vermerkt, die ehemals herrschaftlichen Wälder leuchteten wie Oasen aus der trostlosen Wüste der Haingeraide hervor. Schon die französische Regierung hatte sich an das Kollektivgut Haingeraide gemacht, indem 1794 strenge Bestimmungen zur Neuordnung des Forstwesens erlassen worden waren.

Die Inschrift auf dem Kanzelfelsen lautet:
HAECCE SYLVA INTER PAGOS MAIKAMMER DIEDESFELD KIRRWEILER ET ST. MARTIN ULTRA HOMINUM MEMORIAM INDIVISE POSSESSA INCOMMODUM EMOLUMENTUM QUE MAXIMUM PAGORUM HORUM DIVIS FUIT EORUM PRAETORIBUS DANIEL REINIG JAC GIES CASP BECKER GEORG SEEBER JOAN HARTMANN SECRETARIO JAC ALBERT SALTUUM CUSTODE ANNO DOM MDCCCXXIII DIE VIII MENSIS AUGUSTI

An der Übertragung des Textes haben sich schon mehrere Personen versucht. Nicht immer geschah dies mit gutem Erfolg. Eine gut erklärte Übersetzung mit notwendiger Korrektur des Textes ist in der Mitgliederzeitschrift des Pfälzerwald-Vereins abgedruckt (Pfälzerwaldverein 1999, Seite 14). Um sich dem Text zu nähern, sollte die Inschrift zunächst in "lesbares" Latein übertragen werden:
Hec silva inter pagos Maikammer, Diedesfeld, Kirrweiler et St. Martin ultra hominum memoriam indivise possessa, in commodum et emolumentumque maximum pagorum horum divisa fuit eorum praetoribus Daniel Reinig, Jac, Casp. Becker, Georg Seeber, Joan Hartmann, secretario Jac. Albert saltuum custode. Anno domini MDCCCXXIII die VIII mensis augusti

Eine Übertragung ins Deutsche lautet wie folgt:
Dieser Forst zwischen den Dörfern Maikammer, Diedesfeld, Kirrweiler und St. Martin, seit Menschengedenken in ungeteiltem Besitz, wurde zum Vorteil und größtmöglichen Nutzen dieser Dörfer geteilt durch die Bürgermeister Daniel Reinig, Jacob Gies, Caspar Becker und Georg Seeber sowie den Sekretär Johann Hartmann und den Waldhüter Jacob Albert. Im Jahre des Herrn 1823 am 8. August.

Die Inschrift darunter erinnert an den 100. Jahrestag des Ereignisses, nämlich den 8. August 1923. Die Inschrift lautet:
ZUR ERINNERUNG AN DIE 100JAHRFEIER 8.AUG1923 DIE VIER KONKURRENZGEMEINDEN

Quellen:
KuLaDig Ritterstein 90
KuLaDig Kanzelfelsen


Dieser Rundweg führt immer wieder über schmale Pfade, die nicht mit dem Fahrrad befahren werden können.

Die Wanderung beginnt gegenüber des Parkplatzes und führt über einen alten Forstweg bergauf. Anschließend geht es auf gleicher Höhe weiter und wieder langsam bergab, bis der Quellenwanderweg erreicht ist. Dort lohnt es sich, einen kleinen Abstecher zur Langenkopfquelle zu machen.

Entlang des Quellenwanderweges geht es über das Kathrinebrünnel weiter bis zu einem schönen Picknickplatz bei den vier Buchen im Kleyental. Um zur 5. Station zu kommen, bieten sich zwei Alternativen an. Der weitere (breite) Forstweg von dort aus ist bis kurz vor dem Ritterstein 92 mit einem grün-weißen Balken markiert. Am Röhringsbrunnen (kleiner Abstecher) bietet sich eine weitere schöne Gelegenheit für ein Picknick.

Anschließend geht es weiter bis zum namensgebenden Ritterstein 90 und von dort aus zurück zum Parkplatz.

Insgesamt sind je nach Wahl des Weges gut 10 km und etwa knapp 350 Höhenmeter zu überwinden.

Unterwegs können die folgenden Caches besucht werden:
Langenkopfquelle
Kathrinebrünnel
Ritterstein 86: Schuhmacherstiefel
Ritterstein 92: Zum Roehringsbrunnen 70 → Schr.
Der Kanzelfels

1. Station: Schild am Baum
A = BW des 2. Buchstabens des 2. Wortes

2. Station: Wegweiser
B = BW des 6. Buchstabens des Wortes oben links

3. Station: Wegweiser
C = BW des 3. Buchstabens des 2. Wortes oben links

4. Station: Schild am Baum
D = 2. Ziffer der dreistelligen Zahl

5. Station: gelber Wegweiser
E = 2. Stelle der Entfernung nach St. Martin in km

6. Station: gelber Wegweiser
F = BW des 6. Buchstabens des Wortes

7. Station: gelber Wegweiser
G = BW des 1. Buchstabens des 1. Wortes

Den Cache findet ihr bei N49° AB.CDB E 008° EF.DGE.

Additional Hints (Decrypt)

Qvr Fhzzr qre fvrora Inevnoyra orgenrtg mjnamvt

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)