Keie ist in der Arthursage der bedeutendste unter den Gefährten von König Arthur. Er ist der Ziehbruder Arthurs, der seinen Eltern von Uther Pendragon, Arthurs leiblichem Vater, übergeben worden war. Ceis Mutter stillt deshalb Arthur, Cei selbst wird von einer Amme gestillt. Ceis spätere Zurückhaltung Arthur gegenüber wird bereits in dieser Sage begründet, denn ein englyn (bestimmte Gedichtsform) Arthurs beleidigt ihn, obwohl dies aus heutiger Sicht ein eher harmloser Dreizeiler ist.
Eine Koppelleine machte Kei,
Aus dem Bart von Dillus vab Ereu:
Lebt' er noch, Kei wär's nicht zum Gedeih!
Die verdiente Zurechtweisung Keis durch den König gleich zu Beginn der Erzählung, als er sich weigert, Kulhwch in die Halle hereinzulassen, wirft ein schiefes Licht auf den Ritter. In den späteren Artus-Romanen wird er immer mehr als Stänkerer und Außenseiter beschrieben, wenn er auch seine Position bei Hof beibehält. Dies ist auf eine Szene aus der Jugendzeit von Arthur zu verstehen, erzählt im Fragment von Arthurs Geburt und wie er König ward, wo Arthurs Ziehvater Kynyr ihn auf seine Schuldigkeit dem Ziehbruder Kei gegenüber hinweist. So verlange ich von dir, sprach Kynyr, dass du Kei, meinen Sohn, zum Seneschall über dein ganzes Reich machst, und er diese Stellung nicht einbüße, was immer seine Rede sei, und welche Tat auch immer er tue, denn, wenn er niederen Sinnes ist, so liegt die Schuld nicht bei ihm, sondern bei dir, denn du wurdest gesäugt mit der Milch von den Brüsten seiner Mutter, er aber mit der Milch eines fremdländischen, niederen Weibes – um deinetwillen.
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