Die Lambachpumpe ist eine von Gottlieb Lambach ende des 19. Jhd. entwickelte wassergetriebene, intermittierend arbeitende Pumpe, die speziell für die Wasserversorgung hochgelegener Ortschaften mit Wasser (Förderwasser, insbesondere Trinkwasser) konzipiert war.

Voraussetzung für den Betrieb von Lambachpumpen ist das Vorhandensein eines gegenüber der Pumpe höher gelegenen Wasserreservoirs (Quelle, Bach, Teich), mit dessen zur Pumpe geleitetem Triebwasser diese angetrieben wurde. Bei ersten Ausführungen der Lambach-Pumpe war keine Trennung von Förderwasser und Triebwasser vorgesehen. Sofern das Förderwasser als Trinkwasser genutzt werden sollte, durfte das Reservoir also nicht verschmutzt sein. Bei späteren Ausführungen der Pumpe waren Trieb- und Förderstrang getrennt. Das Förderwasser (Trinkwasser) konnte nun aus einem unverschmutzten Reservoir entnommen werden.
Lambachpumpen funktionieren als Druckwandler. Viel Wasser mit geringem Druck fördert wenig Wasser in große Steighöhen. Eine druckdichte Rohrleitung führt der Pumpe von einer höher gelegenen Stelle eines Gewässers Wasser zu, das durch seinen statischen Druck einen Triebkolben mit großem Durchmesser aus einem Zylinder drückt. Ein fest am Triebkolben angebrachter Druckkolben mit kleinerem Durchmesser drückt dann das Förderwasser in eine Leitung zu einem Hochbehälter.
Im Jahre 1906 meldete Lambach eine doppelt wirkende Pumpe zum Patent an, bei der durch das Gegentaktprinzip am Verbrauchsort ein nahezu gleichmäßiges Ausströmen erreicht wurde.
Diese Pumpenart wurde auch hier im Wirfttal eingesetzt.
Dank der hier angebrachten Informationstafel könnt ihr vor Ort noch weitere Informationen, speziell zu dieser Pumpe erhalten.