Die katholische Filialkirche St. Stephanus im Olchinger Ortsteil Esting beherbergt ein bemerkenswertes Geläut, das nicht nur durch seine klangliche Vielfalt, sondern auch durch seine bewegte Geschichte beeindruckt.
Das älteste Mitglied des Glockenensembles ist die Stephanusglocke, die im Jahr 1611 gegossen wurde. Sie überstand die Wirren des Dreißigjährigen Krieges und wurde 1942 während des Zweiten Weltkriegs für Rüstungszwecke beschlagnahmt. Glücklicherweise kehrte sie 1947 unversehrt nach Esting zurück.
Die Marienglocke, 1950 von der renommierten Glockengießerei Karl Czudnochowsky in Erding gefertigt, ergänzt das Geläut. Ihr feierlicher Klang bereichert seitdem die liturgischen Feiern der Gemeinde.
Die jüngste Glocke im Bunde ist die Josefsglocke, die 1962 ebenfalls von Czudnochowsky gegossen wurde. Sie wurde als Ersatz für eine im Krieg verlorene Glocke angeschafft und komplettiert das dreistimmige Geläut.
Gemeinsam erzeugen die drei Glocken ein harmonisches Klangbild, das nicht nur die Gläubigen zum Gebet ruft, sondern auch das kulturelle Erbe Estings lebendig hält.
Eine der historischen Glocken von St. Stephanus, die im Zweiten Weltkrieg für Rüstungszwecke beschlagnahmt wurde, kehrte 1947 unversehrt zurück. Diese Glocke wurde später vor dem Kulturzentrum KOM (Kulturwerkstatt am Olchinger Mühlbach) in Olching aufgestellt, wo sie heute als sichtbares Zeichen der Geschichte und des kulturellen Erbes der Stadt dient.
Kein Stift enthalten.