Etwas weiter weg von unserem Zuhaus, leg ich meinen zweiten Geocache aus.
Wie die Wunden der Bahn 2000 geheilt werden
Der Bau der Bahn 2000-Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist ist ein massiver Eingriff in die Landschaft des äusseren Wasseramtes. Das Natur-und Heimatschutzgesetz verpflichtet Verursacher von nicht vermeidbaren Beeinträchtigungen zu «bestmöglichem Schutz, zur Wiederherstellung oder zu angemessenem Ersatz». Als Ausgleichsmassnahme wird der Weierbach in einen natürlichen Zustand gebracht. Der kanalisierte Bach erhält einen geschwungenen Lauf. Die gepflästerte Sohle wird entfernt, weil im Weierbach das seltene Bachneunauge vorkommt. Im bachaufwärts gelegenen Hersiwil ist der Weierbach bereits vorher im Sinn des Natur- und Landschaftsschutzes gestaltet worden. Durch die Massnahmen in Recherswil wird der ganze Bachlauf, vom Ursprung bis zur Einmündung in die Oesch, wieder ein naturnahes Gewässer.
Viel Aufwand für einen Fisch, der keiner ist...
Das Bachneunauge gehört in der Schweiz zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Das etwa 15 cm lange Tier ist kein echter Fisch; es gehört zu den Rundmäulern. Bevorzugte Lebensräume des Bachneunauges sind kleine Bäche und Flüsse. Es meidet schnell fliessende Gewässer und Unterläufe grosser Flüsse. Für eine erfolgreiche Vermehrung muss das Gewässer Feinsedimente aufweisen, die den Larven als Lebensraum dienen. Für die Anlage von Laichnestern sind kiesige Abschnitte notwendig. Die Laichzeit ist von März bis Juni. Die Lebensdauer der Bachneunaugen beträgt 3 bis 4 Jahre. Mit der Umgestaltung des Weierbaches wird versucht, diesen Bedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden.