Bereits ab 1853 fanden in Erkner evangelische Gottesdienste statt, zunächst im Bahnhofsgebäude, später in Schulhäusern. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche wurde durch die Schenkung eines Baugrundstücks durch den Klavierfabrikanten Carl Bechstein im Jahr 1893 realisierbar. Bechstein unterstützte den Bau zudem finanziell und stiftete eine Orgel sowie die drei Glocken, die bis heute erklingen. Die Schirmherrschaft übernahm Kaiserin Auguste Viktoria, was dem Projekt zusätzlichen Auftrieb verlieh. Nach nur 18 Monaten Bauzeit wurde die Kirche am 24. Oktober 1897 feierlich eingeweiht.
Diese Aufnahme zeigt die Genezareth-Kirche von Westen und stammt aus der Zeit um 1900:
Während eines Luftangriffs am 8. März 1944 wurde die Kirche schwer beschädigt; nur der Turm blieb erhalten. Der Wiederaufbau begann 1948, und am 4. Mai 1958 konnte die Kirche erneut eingeweiht werden. 1961 erhielt sie eine neue Orgel der Firma Sauer, die als größte im Landkreis Oder-Spree gilt.
Architektur und Ausstattung
Die Genezareth-Kirche ist ein einschiffiger Bau im neugotischen Stil mit einem markanten, dreispitzigen Turm. Der Sockel besteht aus Rüdersdorfer Kalkstein, während die Wände aus rotem Backstein gefertigt sind. Ein großes Rundfenster mit der Inschrift „LUCAS 5 VERS 4“ ziert die Seitenwand des Kirchenschiffs.
Aktuelle Nutzung
Heute dient die Kirche nicht nur als Ort für Gottesdienste, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen. Von Mai bis September ist sie für Besucher geöffnet, und auf dem Kirchvorplatz findet regelmäßig der Wochenmarkt statt. Der Turm bietet zudem Nistplätze für Turmfalken und Dohlen.

Zum Cache:
Es ist zu gegebenen Zeiten sehr Muggelig und auch die Grundschule auf der einen Seite und der Kindergarten der Kirche auf der anderen Seite machen es hier nicht leicht einen ruhigen Moment abzupassen.
Bringt einen Stift mit.