
Ich war nur ein Entlein, grau und allein,
nicht gelb wie die anderen, nicht zart und nicht klein.
Sie kicherten leise, sie drehten sich fort,
ich suchte im Wasser den freundlichsten Ort.
Der Brettersche Graben, verwinkelt und still,
nahm mich in seine Arme, wie ich es will.
Kein Schilf, keine Rosen, nur Äste und Kraut,
doch Wasser, das flüsterte: „Du bist nicht zu laut.“
Ich übte das Schwimmen, ganz heimlich, versteckt,
mein Spiegelbild traurig, vom Morgenlicht geweckt.
Dann traf ich die Ente, schon alt, doch so weise,
sie sprach mit mir freundlich, ganz ohne Geleise:
„Du schwimmst wie der Wind, du gehörst hier dazu,
du musst nichts beweisen, nur finden – dein Ruh.“
Sie zeigte mir Gleiten, Vertrauen, das Fließen,
und ließ meine Zweifel im Wasser zerfließen.
Nun drehe ich Kreise, so frei wie der Tag,
und spüre: Ich bin nicht der, der versagt.
Ich bin, was ich bin, und das reicht längst zum Sein,
ein Entlein im Graben – und endlich daheim.
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