Vorort wirst du einen einzelnen Granitfindling mit einer Widmumg finden. Diese ist für den EC nicht relevant, versteckt sich auf seiner Rückseite doch etwas anderes. Dazu findest du auch keine Infotafel, daher sind deine eigene Beobachtungsgabe und das Lesen des Listings ausreichend, um folgendes zu beantworten:
1. Schau dir den Einschluss auf der oberen Rückseite des Findlings an. Vergleiche den Einschluss mit dem umgebenden Wirtsgestein. Beschreibe mit eigenen Worten jeweils die Unterschiede von Farbe, Oberfläche und Kristallgröße.
2. Begründe anhand des Listings und deiner Beobachtung, warum es sich hier um einen Xenolith handelt.
3. Handelt es sich bei dem Xenolith um einen plutonischen oder vulkanischen? Begründe kurz mit Hilfe des Listings.
4. Mache ein Foto von dir am Findling oder der näheren Umgebung ohne zu spoilern.
Die Antworten sendest du mir bitte über mein Profil zu. Im Anschluss kannst du gern loggen. Logs ohne gesendete Antworten oder Foto werden kommentarlos gelöscht.
Die Entstehung von Granit
Granit zählt zu den Tiefengesteinen, die auch Plutonite genannt werden, wie auch Diorit und Gabbro.
Flüssiges und siliziumhaltiges Magma steigt durch Risse und Spalten aus den tieferen Schichten nach oben in die Erdkruste. Allerdings gelangt es nicht an die Erdoberfläche, sondern verstopft die Risse oder Spalten in den oberen Gesteinsschichten. Durch das langsame Abkühlen des Magmas kommt es zur Kristallbildung der aufgeschmolzenen Gesteine und Minerale. Je langsamer dieser Abkühlungsprozess dauert, desto größer sind die Kristallstrukturen des Granits. Von daher spricht man bei Granit auch von einem Intrusivgestein, da das flüssige Magma in Festgestein eindringt und dort langsam abkühlt.
Die drei häufigsten Bestandteile des Granits sind dabei Feldspat, Quarz und Glimmer. ("Diese drei vergess ich nimmer", war ein beliebter Merkspruch aus der Schulzeit). Sie kann man meist mit bloßem Auge erkennen.
Quarzkristalle erscheinen weißlich oder gräulich und verleihen dem Granit seine besondere Härte. Der Quarzanteil kann bis zu 30% betragen.
Feldspat ist das häufigste Mineral im Granit und kann einen Anteil von bis zu 60% haben. Er sorgt auch für die Farbvielfalt von Graniten, die grau, weiß oder rot erscheinen können. Sogar blaue und grüne Granite kommen vor, was an Anteilen von Sodalith oder Chlorit liegt.
Der dunkel erscheinenede Glimmer hat einen Anteil von bis zu 10% und sorgt für den typischen Glanz, besonders wenn der Granit poliert wird und Verwendung im Innenausbau findet.
Zusätzlich zu den unterschiedlichen Mineralien kann man in Granitgestein auch Einschlüsse finden, die man Xenolithe nennt. Sie zählen damit zu den magmatischen Gesteinen.
Entstehung von Xenolithen
Das Wort "Xenolith" stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten Xénos (fremd) und Lithos (Stein) zusammen. Die Größe der Xenolithe kann stark variierien von wenigen Milimetern bis hin zu mehreren Metern.
Durch das Aufsteigen des heißen Magmas in der Erdkruste kommt diese mit dem umgebenden Gestein in Kontakt. Dabei kann es passieren, dass Stücke des Umgebungsgesteins abbrechen und vom heißen Magma mitgerissen werden. Diese Stücke nennt man Xenolithe.

Quelle: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php
Durch die hohen Temperaturen kann es vorkommen, dass es zu einer Kontaktmetamorphose des mitgeführten Umgebungsgesteins kommt. Erkennbar ist dies an der kantengerundeten Gestalt oder mineralogischer Veränderungen. Hier spricht man auch von einem plutonischen Xenolith.
Tritt Magma aus dem Erdinnerne auf der Erdoberfläche aus, spricht man von Lava. Xenolithe, die als Vulkanit an der Erdoberfläche gebildet werden, nehmen während der Eruption oder beim Ausfließen von Lava Gesteinsbruchstücke in den Gesteinsverbund auf.

Kalkstein-Xenolith in Lava (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Xenolith#/media/Datei:Xenolith.JPG)
Das Gefüge von Xenolithen ist geprägt durch eine mittel- bis groß umschließende Masse, in der sich der fein- bis mittelkörnige Einschluss befindet.
Bedeutung von Xenolithen für die Forschung
Xenolithe sind für die Forschung sehr wichtig. Einerseits liefern sie aufgrund ihrer Erscheinung und Zusammensetzung Hinweise zur Chemie sowie der Temperatur und des Druck des Magmas liefern. Andererseits sind es auch "Zeitkapseln", denn sie geben Aufschluss über den Aufbau des Erdinnerens und wie die geologischen Beschaffenheiten einzelner Regionen entstanden sind.
Quellen:
https://de.geologyscience.com/Felsen/Granit/#Mineral_composition_and_variations
https://mimaed.com/xenolith/
https://de.wikipedia.org/wiki/Xenolith
https://de.scienceaq.com/Geologie/1006313363.html
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