"Vom Urigel zum Gartenschnüffler"
Vor etwa 60 Millionen Jahren, als Dinosaurier gerade erst den Abgang machten, kroch ein kleines, tapferes Wesen aus dem Unterholz: der Urigel. Er war eher ein pummeliges Wollknäuel mit Zähnen, das mehr nach Zufall als nach Planung Dornen auf dem Rücken trug – vielleicht eine schlechte Frisur, vielleicht ein evolutionärer Geniestreich.
Damals schnüffelte sich der Urigel noch durch riesige Farne und übergroße Insekten, stets auf der Hut vor allerlei hungrigem Getier. Über die Jahrmillionen lernte er: Wer piekst, wird nicht gefressen! Also optimierte die Natur seine Frisur zur wahren Stachelrüstung.
Im Mittelalter galt der Igel als magisches Wesen – man munkelte, er könne Weintrauben stehlen, indem er sie aufspießte. (Die Wahrheit: Der Igel konnte weder gut werfen noch zielen, aber der Ruf war gemacht.)
Heute lebt der moderne Igel eher entspannt. Er hat sich von der Wildnis in Vorgärten und Parks zurückgezogen, wo er stolz seine jahrmillionenalte Kunst perfektioniert: Fressen, Schnüffeln, Schlafen, Wiederholen. Autos und Mähroboter sind seine neuen Feinde, aber dank seines uralten Charmes und vieler tierlieber Menschen bleibt der Igel eine der beliebtesten Stachelkugeln der Welt.
Und wer genau hinhört, der hört ihn nachts noch murmeln: „Ich war hier, als die Dinosaurier gingen. Also bitte, ein bisschen Respekt!“
Viel Spaß bei eurem Spaziergang durch den Fahrenholzer Wald wünscht euch motte2010

Und nun viel Spaß beim Suchen und Finden.