Ein dunkles Kapitel – Zwangsarbeit für die Rüstung
Der Zweite Weltkrieg wurde auch in Kleinmachnow auf dem Boschgelände vorbereitet. Bereits im Sommer 1934, eineinhalb Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, beschlossen die Robert Bosch AG und das Reichsluftfahrtministerium, am Rande des Ortes eine moderne Rüstungsfabrik zu bauen. Hier entstehe „ein Unternehmen von größter Bedeutung für die Luftfahrt“, hieß es bereits in der Planungsphase.
Schon während der Debatten über den Abriss der Baracke K 43 und der Baracke für die Lagerküche entstand die Idee, hier einen „Ort der Erinnerung“ zu errichten. Es sollte allerdings mehrere Jahre dauern, bis die „sensible Gedenkstätte“ (Märkische Allgemeine Zeitung vom 14.04.05) auf zwei Fundamentplatten der alten Baracken realisiert wurde. Am 1. September 2006 wurde sie eingeweiht.