Freiherr meets Geocaching
Ich möchte Euch hier einen Dichter näherbringen, dessen bekanntestes Gedicht vielen ein Begriff sein dürfte: „Mondnacht“. Es stammt von keinem geringeren als Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, einem bedeutenden Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik.
Geboren wurde er am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor/ Oberschlesien, als Sohn von Karoline Freiin von Kloche und Adolph Freiherr von Eichendorff.
Joseph und sein eineinhalb Jahre älterer Bruder Wilhelm wurden von 1793 bis 1801 in häuslichem Privatunterricht durch einen Geistlichen unterrichtet. Im Anschluss besuchte er das katholische Matthias-Gymnasium in Breslau mit Internat. Neben umfangreicher Lektüre von Abenteuer- und Ritterromanen und antiken Sagen folgten erste kindliche, literarische Versuche. Mit 12 Jahren begann er mit Tagebuchaufzeichnungen und der Abfassung einer „Naturgeschichte“ mit eigenen Illustrationen. Joseph besuchte schon früh gerne Theateraufführungen und verfasste erste eigene Gedichte. Nach dem Abitur studierte er Jura mit Abschluss.
Seine erste Veröffentlichung erschien 1808 unter dem Pseudonym „Florens“; es war der Abdruck einiger Gedichte in der „Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst“. Um diese Zeit begann er auch mit der Niederschrift der Märchennovelle „Die Zauberei im Herbste“.
Typisch für viele Werke Eichendorffs ist, dass sie aufgrund seiner eigenen starken Bindung zum Glauben häufig in einem religiösen Zusammenhang stehen und waren weder von Seelenqualen noch von einem besonderen missionarischen Eifer geprägt. Nationalismus und Antisemitismus waren ihm fremd.
Von 1813 bis 1815 nahm Eichendorff an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil, mit Einsätzen in Torgau und Paris. Während dieser Zeit heiratete Joseph von Eichendorff (am 7. April 1814) in Breslau Aloysia von Larisch (1792–1855). Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor.
Ab 1816 war er in verschiedenen Positionen u.a. in Danzig, Königsberg und Berlin im preußischen Staatsdienst tätig. Nach einer schweren Lungenentzündung 1843 ging er 1844 vorzeitig in den Ruhestand. 1846 übersetzte er einige von Pedro Calderón de la Barcas religiösen Dramen
Nach dem Tod von Eichendorffs Vater 1818 wurden die meisten der hochverschuldeten Güter der Familie bis auf Schloss Lubowitz und das Gut Sedlnitz verkauft. Eichendorff trauerte dem Verlust der Welt seiner Kindheit sein Leben lang nach.
Am 26. November 1857 verstarb Joseph Freiherr von Eichendorff in Neisse / Oberschlesien an den Folgen einer erneuten Lungenentzündung.
„Eichendorff ist kein Dichter der Heimat, sondern des Heimwehs, nicht des erfüllten Augenblicks, sondern der Sehnsucht, nicht des Ankommens, sondern der Abfahrt“, heißt es bei Rüdiger Safranski, der eine Wendung Theodor W. Adornos übernimmt und ergänzt.[7]
Quellen für Bilder, Text und Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Eichendorff
Soweit die Vita des Dichters. Der geneigte Geocacher wird sicher mittlerweile entdeckt haben, warum ich genau DIESEN Dichter für den Cache gewählt habe.
Nun aber zum Döslein:
Es ist leicht zu finden, aber an das Logbuch kommt man nicht ganz so einfach heran. Wär ja sonst langweilig😉
Den Schlüssel zur Lösung bringt „der frohe Wandersmann“ mit eichendorffscher Liebe zu Buchstaben und neuer Rechtschreibung:
- Buchstabe 45 in der ersten Strophe
- Buchstabe 46 in der zweiten Strophe
- Buchstabe 36 in der dritten Strophe
- Buchstabe 100 in der vierten Strophe
Der Cache liegt auf dem Privatgrund des Owners. Bitte nehmt Euch vor Muggeln in acht, denn „neighbourhood watch“ funktioniert hier bestens. 😉
Schaut Euch um, vielleicht findet ihr ja noch einen TB 😊
Und nun viel Spaß!
https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/44fbd99f-4544-400a-9d52-42474a410250_l.jpg
Für alle, die gerne ein Geocaching-Banner nach ihrem Besuch in ihr Profil einfügen möchten:
… dann bitte das folgende HTML-Schnipsel im Profil einfügen:
<a href="https://coord.info/GCB74AZ" target="_blank"><img src="https://s3.amazonaws.com/gs-geo-images/a1a7435f-07ee-49fc-8d96-34cecab94571_l.jpg" alt=" Freiherr meets Geocaching“ title=" Freiherr meets Geocaching "></a>