Einemhof
1275 erstmalig urkundlich erwähnt, war einst eine Ansiedlung aus insgesamt 5 Höfen.
Vier davon bildeten das heutige Vierhöfen, der „Einhoff“ aber lag etwas abseits und befand sich über Generationen im Besitz der Fam. Schmidt, bis die Klosterkammer das Gehöft 1872 übernahm und 1881 hier die Revierförsterei Einemhof einrichtete.
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Der damalige Förster Arnemann besaß neben seiner Tätigkeit für die Klosterkammer allerdings auch eine (Sonder) Schankerlaubnis und betrieb am Ort eine Waldgaststätte.
Besonders im Sommer war die dort selbst angesetzte Waldmeisterbowle ein beliebtes Ziel für zahlreiche Ausflügler aus dem Umland.
Auch war Einemhof lange Zeit Postkutschenstation auf dem alten Postweg.
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Um die Jahrhundertwende gelangte der abgelegene Einemhofer Waldgasthof durch eine leidenschaftliche Liebesromanze unversehens in die Skandalspalten der Weltpresse.
Ein belgischer Prinz, Fürst Joseph de Caraman-Chimay hatte sich auf der Rennbahn heftig in die siebzehnjährige amerikanische Millionärstochter Clara Ward aus Detroit verliebt und sie (nicht zuletzt Ihres Vermögens wegen) Hals über Kopf geehelicht.
Clara, jetzt Princesse de Caraman-Chimay besaß jedoch ein ungeahnt stürmisches Herz, welches im Jahre 1894, nach sechsjähriger Ehe und dem Gefühl der Beengtheit in der Welt der europäischen Aristokratie, für den bekannten ungarischen Zigeunergeiger Rigó Jancsi entflammte.
1896, im Alter von 23 Jahren, ließ sie Caraman-Chimay mit zwei Kindern sitzen und brannte mit dem 15 Jahre älteren Geiger durch - nach Einemhof. |

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Dort richteten sich die beiden für fast zwei Jahre unter Förster Arnemanns Dach ein, zeigten sich gar auf Ansichtskarten mit einem
"Gruß aus Einemhof von Prinzessin Chimay und ihrem Rigo".
1897, Claras Ehe mit dem Prinzen war geschieden, heirateten die beiden, brachen auf und tingelten durch Europa, um ihre Liebesgeschichte auf Wanderbühnen darzustellen.
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Es währte jedoch nicht lange, da war auch der ihr untreue Rigó ausgemustert, und Clara machte noch durch andere Affären von sich reden.
In Monte Carlo etwa betörte sie einen Croupier derart, daß er ihr zuliebe die Spielbank betrog.
Clara sank immer tiefer; eines Tages trank sie gar in einer Kaschemme auf das Wohl ihres "tausendsten Liebhabers!"
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Sicher ist, daß Clara zuletzt einen italienischen Bahnwärter heiratete und sich schließlich im Alter von 43 Jahren in Padua, Italien mit einem Revolver das Leben nahm.
Rigó, der insgesamt siebenmal geheiratet hatte, starb 1927 völlig verarmt in einem Elendsviertel von New York.
Wären die beiden nur in Einemhof geblieben.
Im August 1946 brannte das Einemhofer Forsthaus bis auf die Grundmauern nieder, lediglich das Waschhaus wurde verschont und ist erhalten.
Auch der Mauerrest, vor dem Ihr steht, ist ein Überbleibsel der ehemaligen Umfriedung des Gasthauses, und vielleicht haben Clara und Rigo ja irgendwann mal genau hier gestanden oder gesessen um den Waldmeisterbowle trinkenden Tagesgästen aus dem Weg zu gehen und gemeinsam dem plätschern des nahen Baches zu lauschen.....
Der Behälter hier ist groß genug für Travelbugs und Geocoins, und möchte "hinterher" bitte wieder gut verschlossen und gut versteckt werden.
Der Bereich um das alte Waschhaus soll und muss zum finden dieses Caches nicht betreten werden.
Auch wenn es sich hier um kein ausgewiesenes NSG oder Wildschutzgebiet handelt, bitte achtet die Natur und verhaltet Euch minimalinvasiv.
Der Weg muß nur wenige Meter verlassen werden.
Hier wird gejagt, zu Eurer eigenen Sicherheit geht den Cache nicht nachts oder in der Dämmerung an.
Ihr cacht unter den Augen von Anwohnern, Reitern und Erholungsuchenden.
Viel Spaß
Großen Dank an Achim Gründel für Idee und Inspiration, sowie für Hilfe mit Bild und Textmaterial.
Quellen:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Clara_Ward,_Princesse_de_Caraman-Chimay
https://americanaristocracy.com/people/clara-ward
https://mrfoster.blog.hu/2020/02/23/love_story_of_rigo_jancsi_and_clara_ward