Die Lebensorte Hildegards von Bingen sind im heutigen Stadtbild nicht mehr leicht auszumachen. Aber noch immer führen in Bingen zahlreiche Wege zu vielfältigen Begegnungen mit der wohl bedeutendsten Frau des Mittelalters. Diese Runde soll dazu einladen, diese Orte der Erinnerung an Hildegard und der Vermittlung ihres Lebens und Wirkens kennenzulernen – auf einem Spaziergang entlang der nummerierten Stationen 1-16.
Dieser Multi ist ergänzend zu der bestehenden und beschilderten Hildegard-Runde in Bingen gedacht. Zudem möchte ich Anlass dazu geben, sich mit dieser historischen und bedeutungsvollen Person auseinanderzusetzen, die diesen Ort maßgeblich geprägt hat. Es empfiehlt sich, den Übersichtsplan für die Navigation sowie dieses Listing mitzunehmen, dann ist dieser Cache (bis auf das Final) ohne digitales Gerät spielbar. Die 16 Stationen auf dem Lageplan entsprechen den 16 Stationen dieses Multis, die Runde ist komplett beschildert (
). Zudem gibt es im Museum am Strom (Listingkoordinaten) einen kostenlosen Flyer mit Informationen zu den einzelnen Stationen. Diese sind im Listing kursiv geschrieben. In den meisten Fällen braucht ihr lediglich nach einer Infotafel zur betreffenden Station zu suchen, darauf ist dann die Frage bezogen. Die gesamte Runde beträgt knapp 4 km, aufgrund der vielen Stationen mit Museen und Ausblicken würde ich mit mindestens 2 Stunden planen.
S1: Museum am Strom
In der großen Hildegard-Ausstellung des Museums am Strom wird auf mehr als 300 Quadratmetern ein anschauliches und lebendiges Bild der großen Äbtissin gezeichnet: die längst zerstörten Hildegardklöster nehmen in faszinierenden Modellen wieder Gestalt an, eindrucksvoll Kunstwerke, wertvolle Originale (wie der Ersttruck der „Physica“ von 1533) und grafische Reproduktionen machen Lebensweg und Wirken plastisch. Hörinstallationen führen in das musikalische Schaffen ein, und gleichsam abgehoben, auf der Museumsempore mit Blick auf den Rhein, wird die Visionswelt Hildegards durch Groß Dias und Multimedia-Installationen Erfahrbar. Kurz: Hildegard von Bingen mit allen Sinnen erleben – das ermöglicht die Museumsausstellung mit zugehörigen „Hildegarten“ (S2). Umfassender als hier finden sich nirgendwo sonst Leben und Werk der Heiligen und Kirchenlehrerin dokumentiert!
Tipp: Öffnungszeiten Di-So 10-17 Uhr, ein Besuch lohnt sich!
Frage: Beinahe wie viele Einzelteile hat das chirurgische Besteck (nehmt die Zahl der Infotafel in der Nähe des Museumseingangs)? _ _ = A
S2: Der „Hildegarten“ am Museum am Strom
Der „Hildegarten“ des Museums zeigt zahlreiche Pflanzen, die Hildegard in ihrer Naturkund („Physika“) vorstellt. In diesem Buch hat die gelehrte Benediktinerin beinahe 300 Kräuter, Sträucher und Bäume mit ihrer (Heil-)Wirkung auf den Menschen beschrieben. Mit fast 30 Themen und Einzelbeeten, begleitet von zahlreichen illustrierten Erläuterungstafeln, bietet der Garten einen umfassenden Überblick über die Hildegard-Pflanzen – und lässt dabei immer wieder auch die große Heilkundige selbst ausführlich zu Wort kommen. So erfährt man beispielsweise Interessantes über die Betonie, der Hildegard auch eine sehr spezielle, bis heute noch leider nicht bewiesene Wirkung zuschreibt: „Wer dumm und einfältig ist, der zerstoße Betonienkraut zu Saft und lege es abends auf die Brust und er wird zu Verstand kommen.“
Frage: Wie groß ist der Hildegarten? Die erste Zahl sei = B, die zweite Zahl = C.
S3: Salzstraße
Die Salzstraße ist eine der ältesten Straßen Bingens: Schon im 12. Jahrhundert war sie unter ihrem heutigen Namen („Salzgassun“) bekannt. Salz galt im Mittelalter als „weißes Gold“, weshalb der Salzhandel den Binger Kaufleuten ein lukratives Geschäftsfeld bot: Über die Salzstraße ließen sie das von den Schiffen entladene Salz zum Weiterverkauf auf den Markt transportieren. Auch Hildegard von Bingen wusste um die Bedeutung des Salzes und empfahl seinen maßvollen Einsatz im Rahmen gesunder Ernährung: „Wer Speisen ohne Salz isst, der wird innerlich schlapp. Allzu stark gesalzene Kost macht innen trocken und schädigt. Darum soll jede Speise so gesalzen werden, dass man die Speise vor dem Salz herausschmeckt.
Frage: Aus welchem Jahr stammt der auf der Infotafel abgebildete Stadtplan (Foto)? _ _ _ _ = D
S4: Speisemarkt
Schon zu Hildegards Zeiten war hier der Marktplatz. Allerdings warnte die Seherin vor den Gefährdungen des Geschäftslebens, da es Gier und Hochmut und andere, allzu irdische Leidenschaften begünstigen würde. Aus dieser Haltung heraus, die im Mittelalter häufig in kirchlichen Kreisen gepflegt wurde, zeichnet Hildegard in einer Vision ein sehr negatives Bild des Markttreibens: „Am verderblichen Reichtum entzünden sich nämlich Stolz und eitler Ruhm, an den vergänglichen Vergnügungen Übermut und Begierde und am Handelsgeschäft Verkauf und Erwerb vieler Arten irdischer Leidenschaften.“ Dennoch trieb man in Bingen weiterhin und all ihren Mahnungen zum Trotz erfolgreich Handel – und ist deswegen auch nicht gleich dem Teufel verfallen…
Frage: Wann wurde die Existenz des Marktes vorausgesetzt? _ _ _ = E
S5: Kapuzinerstraße
Früher hieß diese Straße „Liebfrauenstraße“ – nach einer Marienkapelle, die schon zu Lebzeiten Hildegards (seit 1143) hier stand. Auch für Hildegard von Bingen besaß die Marienverehrung große Bedeutung: So hat sie der Muttergottes alleine 16 der schönsten von ihren geschriebenen liturgischen Liedern gewidmet. Das Berühmteste davon („O virga ac diadema“) enthält – in neuzeitliche deutsche Verse gesetzt – folgende Strophe: „Drum singt es und klingt es in himmlischen Chören / Dich, hehre Maria, will alle Welt ehren / Da Gott dich über die Maßen geliebt. / Jedoch welcher Schmerz, welche schreiende Trauer: Vor der Frau lag die Schlange mit List auf der Lauer, / Bis sie das große Verbrechen verübt.“ (Übersetzung: W. Eichmann)
Frage: Was steht über dem Hildegardschild bei der Abbiegung nach rechts in die Marschallgasse? Drei Worte, der BWW des dritten Wortes _ _ = F
S6: Burggraben
Die Binger Stadtmauer, die hier noch in Gestalt von Burgmauer und Graben erhalten ist, wurde seit der Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet – genau zu jener Zeit, als Hildegard ihr Kloster am Rupertsberg (S13) bezog. Damals, als die ersten Städte am Rhein blühten, änderte sich vielerorts das bislang vorherrschende Bild offener Siedlungen. Die neuen Stadtmauern verkörperten den Wandel der Epoche und faszinierten die Zeitgenossen. Auch Hildegard beschreibt das Bild der ummauerten Stadt in mehreren Visionen ihres „Buches der göttlichen Werke“. Hier ist das Symbol für das göttliche Gericht, das den Menschen nach ihren Verdiensten helle oder dunkle Stätten für die Ewigkeit zuweisen wird: „Und ich schaute die quadratische Anlage einer großen Stadt, die auf allen Seiten von hellem Glanz und von Dunkelheit wie von einer großen Mauer umgeben war.“
Frage: An der Stelle, wo der Rundweg am Burggraben eine Rechtskurve macht und anschließend bergauf geht, könnt ihr bei genauem Hinsehen mehrere Tiere beobachten. Ist es
- Hund und Katze, dann ist G = 1
- Katze und Maus, dann ist G = 2
- Hund und Maus, dann ist G = 3
S7: Burg Klopp
Der „Geschichts-Projektor“ im Burghof gibt den Blick auf die Stadt Hildegards frei: Eine virtuelle Andeutung des mittelalterlichen Bingens nimmt Gestalt an. Neben den wichtigen erhaltenen Bauwerken der Epoche erhalten hier selbst lange verschwundene Bauwerke ihre ehemaligen Konturen im Stadtbild zurück. Dazu zählt auch das im Jahre 1632 zerstörte Hildegardkloster am Rupertsberg (S13). Als der berühmte Maler und Wasserbaukünstler Matthias Grünewald im Jahre 1510 im Hof der Burg Klopp beschäftigt war, um den versiegten Brunnen zu reparieren, hatte er noch das bestehende Kloster vor Augen. Dieser Anblick hat bleibenden Eindruck auf den Künstler hinterlassen: Auf seinem weltberühmten Isenheimer Altar hat Grünewald das Bauwerk, wie es sich vom Burghof darbietet, abgebildet – und dem Rupertsberg auf diese Weise zu einem Andenken von kunsthistorischem Weltrang verholfen.
Tipp: Der Burgturm kann in den Sommermonaten kostenlos bestiegen werden. Oben befindet sich auch ein kleines Museum sowie ein Tradi auf der Aussichtsplattform.
Frage: Aus welchem Jahr stammt das Ruinenbild auf der Infotafel an der Burg? _ _ _ _ = H
S8: Weinberg „Schlossberg“
Frage: Kurz bevor ihr in einer Rechtskurve den Weinberg verlasst, gibt es ein paar Treppenstufen hinauf zu einer kleinen Pausenstation. Wie viele Sitze befinden sich insgesamt auf den zwei Bänken? _ = I
S9: Hildegard-Informationspunkt
Der Hildegard-Info-Punkt ist eine Informationsstelle in der Innenstadt (Ecke Schmittstraße / Hasengasse) für Besucher zur Orientierung rund um Hildegard von Bingen. Ehrenamtlichtätige „Hildegardlotsen“ geben hier Auskunft und vermitteln im persönlichen Gespräch auch grundlegende Informationen zur Binger Kirchenlehrerin. Die Infostelle hat auch eine kleine Auswahl an Hildegardprodukten zum Verkauf und ist regelmäßig von März bis Oktober von Dienstag bis Samstag in der Zeit von 10-16 Uhr geöffnet. Radtouristen, die zu Fuß die Stadt erkunden wollen, können dort auch ihr Gepäck zur Aufbewahrung abgeben.
Tipp: Aktuell ist der Infopunkt bis auf Weiteres geschlossen.
Frage: Am Eingang gibt es mehrere Übersichtskarten. Wie viele Fährensymbole sind auf der rechten Karte zu erkennen? _ -2 = J
S10: Basilika St. Martin
In der Binger Basilika (Pfarrkirche St. Martin), die schon im Jahr 1006 erstmals erwähnt wurde, sich heute aber im Wesentlichen als spät- bzw. neugotisches Bauwerk präsentiert, bietet vor allem die alte Krypta Gelegenheit einer Annäherung an Hildegard. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Äbtissin vom Rupertsberg diesen heiligen Ort kannte, wo sicher wertvolle Reliquien angebetet werden konnten. Kaum anders als dieses schlichte romanische Gewölbe aus dem 11. Jahrhundert, das zu den frühesten im Rheinland überhaupt zählt, dürfte jedenfalls auch die heute verwundene Krypta unter der Rupertsberger Klosterkirche angesehen haben. Hier befand sich das Grab des heiligen Rupert und seiner Mutter Bertha, die für ihr segensreiches Wirken in den Diensten der Armen und Kranken schon seit dem 8. Jahrhundert verehrt worden waren. Vermutlich fand auch der Hildegard-Schrein im 13. Jahrhundert in der Rupertsberger Krypte Aufstellung.
Frage: Am Eingang zum Kirchengelände – von der Fußgängerzone ausgehend – ist ein Infoschild zu den heiligen Messen angebracht. Welche Farbe hat die Kirche?
- Gelb, dann ist K = 1
- Blau, dann ist K = 2
- Rot, dann ist K = 3
S11: Klosterkirche am Naheufer
Am Binger Naheufer bot sich im Mittelalter ein imposanter Blick auf die Schauseite des Hildegard-Klosters mit seinen zwei mächtigen Westtürmen. Das Kloster wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg zerstört und lediglich einige Arkaden des Kirchenschiffs sind in der Villa am Rupertsberg (S13) erhalten geblieben, ebenso fiel die Krypta unter den Chorruinen, die ehemalige Stätte des Hildegardschreins, im Jahre 1859 dem Eisenbahnbau entlang der Nahestrecke zum Opfer. In der Villa Rupertsberg ist heute das verschwundene Hildegard-Kloster zu neuem Leben erwacht.
Frage: Wie viele Klosterpfeiler der südlichen Wand sind erhalten geblieben? _ = L
S12: Nahebrücke
Von der heutigen Nahebrücke fällt der Blick auf die Drususbrücke aus dem 11. Jahrhundert – sie gilt als eine der ersten steinernen Brückenbauwerke des Mittelalters in Deutschland überhaupt. Schon zur Zeit Hildegards war sie ein wichtiges Bindeglied des Fernverkehrs: Von hier hatte die Stadt Bingen Anschluss an die gesamte mittelalterliche Welt. Auch für Hildegard war die Brücke, deren Nähe sie mit der Klostergründung am Rupertsberg offenbar suchte, von einiger Bedeutung. Von hier aus wurden ihre zahlreichen Mahn- und Scheitbriefe auf den Weg an Adressaten in ganz Deutschland und darüber hinaus gebracht. Auch Hildegards Predigtreisen werden an der Brücke ihren Anfang genommen haben. Vielleicht besuchte Hildegard bei solcher Gelegenheit zuvor noch die bis heute erhaltene Kapelle im östlichen Pfeiler der Brücke, um göttlichen Beistand für den damals stets gefährlichen Weg in die Ferne zu erbitten.
Frage: Auf der Brücke befindet sich eine große Zahl an einem Bahnpfosten, wie lautet diese? _ _ = M
S13: Villa am Rupertsberg, Stadtarchiv und Klosterarkaden
Ab etwa 1150 entstand am Rupertsberg das Hildegard-Kloster mit der dreischiffigen Kirche im Zentrum. In ihren Rupertsberger Jahren verfasste Hildegard hier die meisten ihrer Werke, die im hiesigen Skriptorium auch kopiert und in alle Welt versandt worden sind. In der Villa Rupertsberg ist – ausgehend von den erhaltenen Klosterarkaden aus der Hildegard-Kirche – das verschwundene Hildegard-Kloster zu neuem Leben erwacht und kann mithilfe digitaler Technik mit allen Sinnen entdeckt werden. Ein ‚Fahrstuhl in die Vergangenheit‘, großformatige Visualisierungen und grafische Präsentationen ergänzen die Denkmalsubstanz und vermitteln den so überaus bedeutsamen Erinnerungsort auf ganz neuartige Weise.
Tipp: Öffnungszeiten Di-Fr + So 14-17 Uhr, Eintritt 2€, ein Besuch lohnt sich!
Frage: Fast wie viele Rupertsberger Jahre verbrachte Hildegard von Bingen? _ _ = N
Das „Rupertsberger Gewölbe“ erstreckt sich unterhalb des ehemaligen Kirchenschiffs und ist an den Wochenenden für Besucher geöffnet. Die „Rupertsberger Gesellschaft“ bietet dort regelmäßige Führungen und verschiedene Veranstaltungen an.
S14: Hildegardzentrum auf dem Rupertsberg – Pfarrkirche St. Rupertus und St. Hildegardis
Über Jahrhunderte nach ihrem Tod hinweg war Hildegard keineswegs eine volkstümliche Heilige, sondern stand aufgrund ihrer schwer verständlichen, oft unbequemen Visionen eher bei den Gelehrten in Ansehen. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Prophetin zur „Volksheiligen“, die sie bis heute – auch nach ihrer Erhebung zur Kirchenlehrerin durch Papst Benedikt XVI. am 07.10.2012 – immer geblieben ist. So wurde im Jahre 1892 auch die neue Pfarrkirche von Bingerbrück als Gedächtniskirche der heiligen Hildegard und dem heiligen Rupertus geweiht. Im Chorraum befindet sich ein Schrein mit Reliquien der beiden Kirchenpatrone. Die kunstvoll gestalteten Fenster im Kreuzschiff stellen das Leben und Wirken Hildegards dar. Eine Bronzeplastik der Seherin von Karl-Heinz Oswald ziert den Kirchenvorplatz.
Frage: Vor der Kirche könnt ihr Hildegard von Bingen sehen, die euch geradezu anschaut. Überquert die Hauptstraße und findet heraus, wo diese Figur hergestellt wurde (s. Sockel, 2 Worte)? Der BWW des zweiten Wortes _ _ = O
S15: Bingerbrück
Zur Zeit Hildegards gab es den Binger Stadtteil Bingerbrück noch nicht. Der Ort war geprägt von Weinbergen, dem nahen Wald und den Fernstraßen entlang von Rhein und Nahe. Erst mit der Entstehung des Eisenbahn-Knotenpunktes im 18. Jahrhundert ist im Wesentlichen die heutige Siedlung Bingerbrück entstanden. Dennoch hegte Hildegard die Vorstellung, dass der Rupertsberg im frühen Mittelalter der eigentliche Kern Bingens gewesen sei. So berichtet sie in ihrer Villa des hl. Rupert, hier habe es eine ansehnliche Stadt mit wehrhaften Häusern gegeben, während „auf der anderen Seite der Nahe nur ein Dörflein lag, wo Knechte und Fischer ihre Wohnung hatten und Fruchtscheuern und Kelterhäuser standen.“ Forscher rätseln bis heute darüber, auf welchen historischen Grundlagen diese Annahme der Seherin beruht.
Frage: Vor dem Bahnübergang nach rechts in den Mäuseturmpark findet ihr Radschilder mit verschiedenen Entfernungen. Wie weit ist es von hier mit dem Rad nach Stromberg? _ _ = P
S16: Park am Mäuseturm
Zur Landesgartenschau 2008 ist am Zusammenfluss von Rhein und Nahe, vor der romantischen Kulisse des „Binger Lochs“, der „Park am Mäuseturm“ als Naherholungsort für die ganze Familie entstanden – mit herrlichem Blick auf den Mäuseturm und das UNESCO-Welterbe Mittelrheintal. Derart neuzeitliche rheinromantik lag Hildegard indes noch fern. In ihrem naturkundlichen Werk, der sogenannten „Physica“, kommt der später so viel besungene Fluss sogar ausgesprochen schlecht davon: „Weil er mit Ungestüm aus dem Meer hervorgeht, ist der Rhein leicht ätzend wie Lauge. Nimmt man darin ein Bad, bewirkt es eine aufgedunsene, geschwollene Haut.“ Warum Hildegard übrigens den Rhein aus dem Meer und die Nahe demzufolge aus dem Rhein entspringen lässt, bleibt unklar. Nüchterne Beobachte hätte die gelehrte Äbtissin, die täglich das Rhein-Nahe-Eckt vor Augen hatte, doch eigentlich vom Gegenteil überzeugen müssen.
Frage: In der Nähe des Cafés und Skateparks im Mäuseturmpark befindet sich auch ein großer Hildegard-Aufsteller. Ein paar Meter hiervon entfernt findet ihr am Beton des Skateplatzes an einer Ecke eine Höhenangabe. Wie viele Meter sind wir hier über NN? _ _ = Q
Nun habt ihr die Runde erfolgreich absolviert und hoffentlich einige schöne Einblicke in das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen erfahren. Weitere eindrucksvolle Orte ihrer Zeit befinden sich auf dem Rochusberg (Wegpunkt Z1) sowie die Abtei St. Hildegard in Rüdesheim (Wegpunkt Z2). Nun geht's aber an die Berechnung der Finalkoordinaten. Hierfür summiert einfach alle Werte A-Q (zur Kontrolle, QS = 19).
Finalformel:
N 49° 5X.XXX E 007° 5Y.YYY
Summe + D + H – O – I – K = X.XXX
Summe – E – A – F – B – Q – L – K = Y.YYY