
Die Kirche wurde nach Plänen des Architekten Curt Steinberg gebaut, der das Kirchliche Bauamt des Evangelischen Konsistoriums leitete. Es handelt sich um eine Saalkirche mit der klassischen Aufteilung in Vorraum, Kirchsaal und Altarraum. Diese traditionelle Aufteilung wurde mit expressionistischen Formen vereint. Auf Grund der beengten Platzverhältnisse ist die Kirche nicht wie üblich geostet: Der Chor zeigt nach Norden. Weiterhin fügt sich das Gebäude in die Berliner Blockrandbebauung ein, die nur von den messingfarbenen Kreuzen an den beiden Turmspitzen durchbrochen wird.
Unter dem Kirchsaal, im Erdgeschoss, befindet sich ein Gemeindesaal, der die gleichen Ausmaße wie der Kirchsaal hat. An Stelle des Altarraums befindet sich dort jedoch eine erhöhte Bühne. Der Raum dient neben Veranstaltungen unter anderem als Winterkirche. Zu beiden Seiten dieser Säle befinden sich Wohn- und Gemeinderäume, eine Bücherstube sowie eine Wärmestube für Obdachlose. Die Dreiteilung der Fassade wird nicht im gesamten Gebäude fortgesetzt, sondern läuft erst im dritten Geschoss wieder zusammen.
Der Saal verfügt über eine graugrüne Flachdecke, die mit Balken gegliedert ist. Die Seitenwände sind durch Klinkersäulen und schmale, fast raumhohe Rechteckfenster geprägt. Sie lassen am Vor- und Nachmittag direktes Sonnenlicht durch die im Wesentlichen braunen und ockerfarbenen Scheiben fallen. Die Fenster an der Westseite bestehen als Kathedralglas und stammen aus der Bauzeit der Kirche. Das Glas an der Ostseite wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und durch gewöhnliches Fensterglas ersetzt. An den Sockeln befindet sich eine zwischenzeitlich nicht mehr genutzte Heizungsanlage. Weiteres Licht fällt von schmalen Buntglasfenstern, die sich zwischen dem Vorraum und dem Kirchsaal befinden. Vorn trennt ein bis auf den Boden gezogener Spitzbogen den Kirchsaal vom rechteckigen Altarraum.
Die Fassade der Kirche besteht aus dunkelroten Keramikplatten mit Schmuckelementen aus ähnlich-farbigen Klinkern. Sie wird durch zwei aufstrebende Treppenhäuser mit durchgehenden Fensterbändern in drei Teile gegliedert. Die Treppenhäuser gehen oben in zwei Glockenstühle mit aufgesetzten Metallkreuzen über. In der Mitte befindet sich ein großes rechteckiges Portal, hinter dem eine Freitreppe zum Kirchsaal im ersten Stock führt. Über dem Portal zeigt ein Mosaik den Namen der Kirche. Die Treppenhäuser haben eigene Eingänge, die wesentlich niedriger sind als das Hauptportal, außerdem gibt es rechts und links außen je eine Toreinfahrt. Durch die durchgehenden Fensterbänder der Treppenhäuser und die hohen Fenster dazwischen strebt der Mittelteil der Fassade vertikal nach oben, während die etwas niedrigeren Seitenteile mit den breiteren Fenstern kompakter wirken. Zwei weitere Mosaiken findet man an den Seitenwänden der Eingangstreppe. (Quelle: Wikipedia)
Bitte einen Stift mitbringen!
Viel Spaß beim Suchen und Finden!