Der heutige Mainleuser Gemeindeteil Hornschuchshausen hat seinen Ursprung in der Arbeitersiedlung Hornschuchhausen der Kulmbacher Spinnerei. Im Jahr 1907 gründete Fritz Hornschuch als Mitinhaber der Kulmbacher Spinnerei einen Zweigbetrieb in der Nachbargemeinde Mainleus. Bereits bei der ersten Erweiterung der Fabrik 1912 wurde deutlich, dass für die Deckung des Arbeitskräftebedarfs Wohnraum für den Zuzug auswärtiger Arbeitskräfte geschaffen werden musste. Hornschuch rief zu diesem Zweck im selben Jahr einen Architekturwettbewerb aus. Den Auftrag erhielt schließlich der Nürnberger Architekt Rolf Behringer. Die Werkssiedlung wurde in den folgenden Jahren in drei Bauabschnitten errichtet.
Soziales und architektonisches Zentrum der Anlage war eine Platzgruppe bestehend aus dem Gasthaus „Zur Spinnstube”, mit eigener Metzgerei und Bäckerei. 10 Jahre später wurde das heutige Gesamtensemble mit zwei weiteren Gebäudeflügeln, die insgesamt 24 Wohnungen beherbergen, fertiggestellt.
Im Kellergeschoss des westlichen Gebäudetraktes befindet sich noch heute ein zeittypisches Gemeinschaftsbad, welches als Museum erhalten blieb.