Hochschwabhöhlen #2: Potentialschacht
Hey bear, ho bear!
English Summary at the bottom!
Dieser Cache ist Teil einer Serie von fünf Caches bei Höhlen im Hochschwabgebiet. Bei jedem Cache (Petling) findest du auf der ersten Seite des Logbuchs eine Geheimzahl, die du zur Berechnung der Koordinaten eines Bonus-Mystis brauchst. Dazu und für allgemeine Informationen siehe das Listing des Bonus-Mystis. Bei diesem Cache findest du die Geheimzahl B. Es ist weder nötig noch ratsam, die Höhle zu betreten!
FTF: shiva & parvati am 05.08.2025 - Gratulation! 🥳
Die Höhle
Der Potentialschacht wurde erst 2005 in einem abgelegen Bereich am Nordrand des Hochschwab-Plateaus entdeckt. Bei einer ersten Erkundung bis in 27 m Tiefe erkannten seine Entdecker das größenmäßige "Potential" der Höhle und benannten sie entsprechend. Zwischen 2011 und 2019 wurde die Höhle systematisch erforscht, aktuell sind 2,3 km an Gängen bekannt, die bis zu 107 m in die Tiefe führen. Dies macht den Potentialschacht zur drittlängsten Höhle des Hochschwabgebietes.
Eine große Besonderheit ist der Fund von Höhlenbärenknochen. Sie stammen von drei sehr jungen Bären (5 bis 8 Monate), die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in die Höhle gelangten. Mittels C14-Datierung wurden Alter von 33.800, 38.300 und 43.500 Jahren ermittelt. Diese Daten fallen in die sogenannte „Alpinen Höhlenbären-Ära“ (mindestens 50.000 Jahre bis etwa 28.000 Jahre vor heute) innerhalb der mittleren Würm-Kaltzeit. Die Höhlenbären waren hoch spezialisierte Pflanzenfresser, die das Leben im Hochgebirge nur meistern konnten, indem sie die vegetationslose Zeit des Winters in Höhlen verbrachten. So wie der Potentialschacht sich heute präsentiert ist er zur Überwinterung aber nicht geeignet. Eventuell gab es in der Nähe eine weitere Höhle, die heute mit Schutt verfüllt ist. Das geringe Alter der Bären kann ein Hinweis darauf sein, dass die Jungtiere durch für ausgewachsen Bären unpassierbare Spalten in die Höhle gestürzt und dort verendet sind.
Der Weg zum Cache
Um den Cache zu erreichen ist etwa ein Kilometer Fußmarsch durch offenes, unwegsames Gelände vonnöten. Als Einstieg ins offene Gelände bietet sich ein Punkt westlich des Fleischer Biwak an (siehe Wegpunkte). Von hier aus folgt man mit etwas auf und ab dem nach Nordnordwest laufenden Geländerücken. Dabei geht man immer auf Gras, Klettern ist nicht nötig. Der Potentialschacht liegt am Nordhang dieses Rückens. Satellitenbilder sind hier hilfreich, Empfang aber wahrscheinlich nicht vorhanden.
Literatur
Gerhard Withalm, Lukas Plan, Doris Döppes, Nadja Kavcik-Graumann, Julia Stockhammer, Gerot Rabeder: Juvenile Höhlenbären (Ursus spelaeus eremus) aus dem Potentialschacht am Hochschwab (Steiermark). In: Die Höhle Nr. 73, 2022, S. 66-75. Download hier.
English Summary
This cache is part of a series of five caches hidden near caves (german: "Höhlen") in the Hochschwab region plus a bonus cache. At the first page of each logbook you'll find a number that you need to calculate the coordinates for the bonus cache. See that bonus cache for general information.
About this cache and its cave: When this cave ("Schacht" = a mostly vertical cave, "pit") was discovered in 2005, explorers quickly realized its potential to be huge and named it accordingly. The cave was systematically explored between 2011 and 2019, currently 2.3 km of passages reaching a depth of 107 m are known, whoch makes this the thirld longest cave in the region. To reach the cave leave the marked trail west of Bivouac Fleischer (see waypoints). Cross the highly karstified depression that runs parallel to the trail and walk up to a ridge that will lead you northnorthwest. There are some ups and dows, but you'll always walk on grass, no need to climb. The cave is at the northern slope of this ridge. Satellite images are very helpful here, but phone signal is most likely bad or non existent...
An extraodrinary find from Potentialschacht are the bones of three cavebear cubs, which died in the cave 33.800, 38.300 and 43.500 years ago (during the Würm glaciation). Cavebears were almost entirely or exclusively herbivorous, they survived the long winters by hibernating. Because Potentialschacht nowadays doesn't seem to be a suitable cave for hibernation it is assumed that the bears came from another, unknown cave nearby. Perhaps the three cubs wandered or fell into Potentialschacht through some narrow passages that were impassable for adult bears. Don't repeat their mistake! It is neither necessary nor advisable to enter the cave!