Im Dorf Löffingen stand eine aus Stein erbaute Basilika, eine der Urkirchen der Baar, die dem heiligen Martin geweiht war. Nach der Stadtgründung durch die fürstenbergische Herrschaft verschwand mit dem Dorf auch die Kirche. Ein letzter Hinweis auf sie findet sich 1503.
Die heutige Pfarrkirche mit dem Kirchenpatron St. Michael wird 1342 zum ersten Mal genannt. Sie stand außerhalb des Maueuerrings und war durch eine verstärkte Friedhofsmauer geschützt. Nach einem Ölbild von 1680 hatte der Kirchturm fünf Geschosse spitzbogige gotische Fenster und das in der Baar übliche Satteldach. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche baufällig und vor allem zu klein, denn in ihr mussten nicht nur die Gläubigen von Löffingen, sondern auch die der Umlandgemeinden Platz finden.
1713 wurde daher der Bau einer neuen, geräumigeren Kirche in Angriff genommen, die 1715 eingeweiht wurde. Der alte Turm wurde aufgestockt und mit einer barocken Turmzwiebel versehen.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der baufällige Zwiebelturm durch einen Spitzturm ersetzt. 1834 schlug ein Blitz in den Turm. Später bekam er starke Risse und musste bis auf das Untergeschoss abgetragen werden. Der neue Turm wurde 1855 an der Westseite des Kirchenschiffes errichtet.
Im Innern der Kirche kann man drei Altare finden, die der Bildhauer Mathias Faller 1774 schuf, diese gehören zu den bedeutendsten Werken des Schwarzwälder Barockkünstlers.
Quelle: "Auf den Spuren der Löffinger Stadtgeschichte" (Tafel Nr. 14)
Da diese Kirche schützend über Löffingen thront, hat sie allemal einen Cache verdient.