„Haus der Ewigkeit“
Judenfriedhof von Autenhausen
Hundert Grabsteine aus den Jahren 1832 bis 1917 sind in diesem Haus der Ewigkeit der jüdischen Autenhäuser noch erhaltengeblieben.
Der 88-jährige Seligmann Gutmann wurde 1917 als letzter hier beerdigt. Seine Familie verließ Autenhausen nach dem Progrom 1923.
In dem Jahr gab es noch zwei jüdische Familien im Ort. Sie verließen Autenhausen nach der Pogromnacht vom 3./4. November 1923, in der etwa 20 bewaffnete junge Nationalsozialisten in Uniform in das Dorf kamen, bei den beiden jüdischen Wohnhäusern die Fenster einwarfen, die Türen aufbrachen und Geld und Wertsachen stahlen. Zwei jüdische Männer wurden schwer verprügelt und durch ein 'Standgericht' zum Tod verurteilt. Die beiden jüdischen Familien verließen das Dorf sofort nach dem Überfall und übersiedelten nach Coburg.
Über 80 Jahre war die neue Synagoge Mittelpunkt des gottesdienstlichen Lebens der jüdischen Gemeinde Autenhausen. Nach den Ereignissen im November 1923 wurde die Synagoge geschlossen. 1928 wurde das Synagogengebäude verkauft und später abgebrochen.
In Autenhausen gab es eine Israelitische Elementarschule und eine Mikwe (rituelles Bad). Standort der Mikwe war der Garten hinter dem Haus Lindenstraße 11 (gegenüber dem Synagogengrundstück Judenberg 2)
Zum Cache:
Zum Lösen und Finden des Geocaches muss der Friedhof nicht betreten werden!
Da der hölzerne Zaun des Friedhofes alljährlich gestohlen wurde, plante man eine Ummauerung.
Wieviel Mark erbrachte die öffentliche „Collecte“ in ganz Bayern? =X
N 50°14. X – 849
E010°47. X – 760
Quellen: www.alemannia-judaica.de/autenhausen, Tafel vor Ort