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Die Geest am Boxberg EarthCache

Hidden : 4/7/2025
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Fragen

1) Betrachte das Bodenprofil an den Koordinaten. Welche Mächtigkeit hat die Humusschicht hier an ihrer größten Stelle und welche Mächtigkeit hat die sichtbare Bodenschicht (alle Horizonte zusammen) darunter?

2) Beschreibe die einzelnen sichtbaren Horizonte anhand Farbgebung und Dicke. Schau genau hin. Einige Horizonte können auch sehr dünn sein.

3) Unterscheiden sich die einzelnen Horizonte anhand ihrer Körnung oder sind alle ähnlich? Begründe deine Entscheidung.

4) Mache ein Foto von dir selbst oder eines persönlichen Gegenstandes mit den Aufschluss im Hintergrund ohne direkt zu spoilern. Hinweis: Nach den neuen Regeln darf ein Foto wieder gefordert werden und ich finde es gehört beim EarthCache einfach dazu.

BESCHREIBUNG

Die Landschaft am Boxberg

Die Landschaft des Boxbergs ist geprägt durch die Gletscherbewegungen der Saale-Kaltzeit, die vor über 120.000 Jahren stattfanden . Dabei wurden verschiedene Sedimente wie Geschiebemergel, Sande und Kiese abgelagert, die heute die geologische Struktur des Berges bestimmen. Die Böden am Boxberg sind überwiegend sandig und nährstoffarm, typisch für die Geestlandschaften Schleswig-Holsteins . Diese sandigen Böden entstanden durch die Ablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten und bieten spezifische Lebensbedingungen für die dort vorkommenden Pflanzenarten.

Die Geest

Die Geest ist eine typische Landschaftsform Norddeutschlands, die aus sandigen, nährstoffarmen Ablagerungen der Eiszeiten besteht. Geologisch handelt es sich meist um Moränen, Geschiebesande oder Flugsande, die während oder nach den Eiszeiten von Gletschern und Schmelzwässern abgelagert wurden. Geestgebiete liegen etwas höher als die umliegenden Marschen und sind oft leicht hügelig. Die Böden sind trocken, durchlässig und vor allem im westlichen Schleswig-Holstein häufig von Podsolen, Braunerden oder Rankern geprägt.

Podsol

Ein Podsol ist ein Boden, der sauer und nährstoffarm ist. Er entsteht meistens auf sandigem Untergrund. Der Name „Podsol“ kommt aus dem Russischen und bedeutet so viel wie „Ascheboden“. Das bezieht sich auf einen typischen Teil dieses Bodens, der hellgrau aussieht, weil viele Stoffe aus ihm ausgewaschen wurden.

Podsole entstehen besonders gut auf sandigen Böden, die wenig Nährstoffe speichern können. Solche Böden findet man zum Beispiel in Norddeutschland oder am Boxberg – sie bestehen aus Materialien wie Geschiebesand, Flugsand oder sandigen Moränen. Damit ein Podsol entstehen kann, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein: Das Klima sollte eher kühl und feucht sein, der Boden sauerstoffreich, aber nährstoffarm. Außerdem muss die Vegetation saure Streu bilden – zum Beispiel durch Kiefern, Fichten, Heidekraut, Heidelbeeren oder Moose. Diese Pflanzen liefern organisches Material, das sich nur langsam zersetzt und dabei Säuren bildet. Diese Säuren spielen eine wichtige Rolle bei der Bodenbildung.

Ein Podsol lässt sich im Bodenprofil in verschiedene Schichten – sogenannte Horizonte – unterteilen. Ganz oben liegt eine Schicht aus abgestorbenem Pflanzenmaterial, der sogenannte O-Horizont. Er besteht aus Rohhumus und ist oft dick und sehr sauer. Darunter liegt der dunkle, ebenfalls saure Oberboden, der Ah-Horizont. Es folgt der E-Horizont, der hellgrau aussieht, weil viele wichtige Stoffe aus ihm ausgewaschen wurden – zum Beispiel Ton, Eisen oder Aluminium. Diese Stoffe wandern tiefer in den Boden und sammeln sich im Bs-Horizont an, der braun bis rötlich gefärbt ist. Ganz unten liegt der C-Horizont, das ursprüngliche Ausgangsmaterial wie Sand oder Kies, das noch kaum verändert ist.

Die Bildung eines Podsols ist ein chemischer Prozess. Zuerst machen organische Säuren – sogenannte Huminsäuren und Fulvosäuren – den Boden sauer. Diese Säuren binden Eisen- und Aluminiumteilchen und lösen sie aus dem oberen Boden heraus. Dieser Vorgang heißt Translokation. Die gelösten Stoffe wandern dann in tiefere Schichten und lagern sich dort wieder ab – das nennt man Illuvation. So entsteht der typische, rötlich-braune Anreicherungshorizont eines Podsols.

Quellen

https://www.naturpark-aukrug.com/aktiv-unterwegs/schoene-ecken/boxberg/

https://de.wikipedia.org/wiki/Boxberg_(Aukrug)

https://de.wikipedia.org/wiki/Podsol

https://boden-des-jahres.de/wp-content/uploads/2014/09/2007_Faltblatt.pdf

Eigene Fotos und Grafik

 

 

Additional Hints (No hints available.)