Sandstein
Sandstein ist ein Sedimentgestein, das aus Sandkörnern besteht, die überwiegend aus Quarz, seltener aus Glimmer, Calcit oder erzhaltigen Mineralen zusammengesetzt sind. Die Körner haben meist einen Durchmesser zwischen 0,063 und 2 mm und sind durch Verwitterung entstanden. Seine Bildung reicht bis in die Kreidezeit zurück, als Sand durch Wind, Wasser und Eis transportiert, abgelagert und in Schichten sedimentiert wurde. Durch Druck und Entwässerung verfestigte sich das Lockermaterial (Diagenese), bevor Bindemittel wie Ton, Kalk oder Kiesel die Körner durch Zementation zusammenfügten und so den Sand zu festem Sandstein machten.

Farbgebung von Sandstein
Sandstein ist im Grundton meist weiß bis hellgrau, kann jedoch durch mineralische und organische Beimengungen vielfältige Farben annehmen. Gelb- bis Brauntöne entstehen durch Limonit, während rote Färbungen auf Hämatit zurückgehen, das bei Oxidation den Eindruck von Rost erzeugt. Grünliche Farbtöne werden durch Glimmer, insbesondere Glaukonit, hervorgerufen und können bis ins Bläuliche übergehen. Dunkle Blau- bis Schwarztöne entstehen durch Kohlenstoffe, Bitumen oder organische Einschlüsse wie Pflanzenreste. Zusätzlich verfärbt sich Sandstein an der Oberfläche im Laufe der Zeit durch atmosphärische Einflüsse, etwa Schwefel-, Stickstoffverbindungen oder Ruß, wodurch graue bis schwarze Töne entstehen.
Verwitterung von Sandstein
Die Verwitterung von Sandstein hängt stark von der Art und Menge des Bindemittels ab. Kalk- und tonhaltige Sandsteine sind anfällig, da ihre Bindemittel durch Wasser ausgewaschen oder aufgeweicht werden. Kieselige Bindemittel aus Quarz hingegen machen Sandstein besonders widerstandsfähig gegen chemische und physikalische Verwitterung. Auch die Porosität beeinflusst die Beständigkeit: hoher Porenanteil bedeutet höhere Wasseraufnahme und damit größere Verwitterungsanfälligkeit.
Sandstein kann auf unterschiedliche Weise verwittern, wobei die Form stark von Bindemittel, Porosität und Umwelteinflüssen abhängt. Typische Verwitterungsformen sind Abplatzungen, Absandungen und Schalenbildungen durch Wasseraufnahme und Frostsprengung. Chemische Prozesse wie Auswaschung von kalk- oder tonhaltigen Bindemitteln führen zu Hohlräumen und Auflockerungen. Verfärbungen und Krustenbildungen bei Sandstein entstehen durch äußere und innere Prozesse. Dunkle Krusten entwickeln sich vor allem in belasteter Luft, wenn sich Schwefel- und Stickstoffverbindungen, Ruß oder Staub mit Feuchtigkeit verbinden und die Oberfläche grau bis schwarz verfärben. Daneben tritt bei eisenhaltigen Sandsteinen häufig Brauneisenverwitterung auf: Hier oxidieren Minerale wie Limonit oder Hämatit und verursachen rötlich-braune Flecken, Schlieren oder Ringe, die sich mit der Zeit über größere Flächen ausbreiten können.
Schichtung von Sandstein
Sandstein entsteht durch Ablagerung von Sand in Schichten, die über Jahrtausende unter Druck verfestigt werden. Diese Schichtung führt zu einer richtungsabhängigen Festigkeit: senkrecht zur Schichtung ist Sandstein stabiler, während er parallel dazu schwächer ist, da hier Klüfte und Hohlräume verlaufen können. Bei Verwitterung treten die Schichten oft klar sichtbar hervor.
Sandstein zeigt unterschiedliche Schichtungsformen, die Hinweise auf seine Ablagerungsbedingungen geben. Bei der Parallelschichtung liegen die Sandschichten eben und gleichmäßig übereinander, was auf eine ruhige Ablagerung hinweist. Die Rippelschichtung entsteht durch wellenförmige Strukturen an der Oberfläche, verursacht durch Wasser- oder Windbewegungen, und spiegelt Strömungsverhältnisse wider. Bei der Schrägschichtung sind die Lagen geneigt, da Sand durch Strömungen seitlich abgelagert wird, wodurch eine charakteristische Schrägstellung entsteht. Die bogige Schrägschichtung zeigt gebogene, fächerförmig verlaufende Lagen, die auf wechselnde Strömungsrichtungen und damit dynamische Ablagerungsbedingungen hinweisen.
